Wochenlang in Bad Feilnbach vermisst:

Dunja sucht Kater Simba mithilfe von telepatischer Tiermediatorin

Kater Simba und Frauchen wiedervereint
+
Kater Simba und Frauchen Dunja sind wieder glücklich vereint.

Bad Feilnbach - Bei einem Tierarztbesuch entkommt Kater SImba aus der Praxis und verschwindet. Zwei Wochen lang sucht sein Frauchen Dunja Zachert verzweifelt nach ihm. Schließlich entscheidet sie sich, einen ungewöhnlichen Schritt zu gehen. Eine Katzenmediatorin soll helfen. Im Gespräch mit mangfall24.de berichtet Dunja von ihrem Erlebnis und warum sie es jederzeit wieder machen würde.

  • Kater Simba entkommt am 8. Juli aus einer Tierarztpraxis in Raubling
  • Zwei Wochen fehlt von ihm jede Spur
  • Seine Besitzerin zieht eine Tiermediatorin zu Rate, um das Tier wiederzufinden

Eigentlich war es ein Tierarztbesuch wie jeder andere auch. Dunja Zachert gab ihren Norwegischen-Waldkatzen-Mix Simba beim Veterinär ab, er sollte unter Narkose Zahnstein entfernt bekommen. Zwei Stunden später klingelte ihr Telefon - die Tierärztin ist am Apparat. „Ich weiß gar nicht, wie ich es Ihnen sagen soll, Simba ist weg“, beichtet diese. Der Kater hatte sich durch einen Türspalt gezwängt und war durch ein Fenster aus der Praxis entkommen. Zwei Wochen lang fehlt von dem Tier jede Spur, auch auf eine geschaltete Anzeige meldet sich niemand - Simba ist wie vom Erdboden verschluckt. Obwohl der Kater Freigänger ist, war er in den acht Jahren, die er schon bei der Familie lebt noch nie weggelaufen.

Tiermediatorin soll vermissten Kater aus Bad Feilnbach finden

In ihrer Verzweiflung wendet sich Dunja an eine Tierkommunikatorin. Die hat aber wenig Zeit und ist der Katzenmama nicht so recht sympatisch. Eine Hundeschulenbesitzerin empfiehlt schließlich eine Tiermediatorin, mit der sie selbst schon gute Erfahrungen gemacht hat. Diesmal fühlt sich Dunja gut aufgehoben. „Valeska war mir gleich sympathisch“, erklärt sie im Gespräch mit mangfall24.de. 60 bis 90 Euro berechnet die Mediatorin für zwei bis drei Kontaktaufnahmen. „Das war mir der Versuch wert", erläutert Dunja Zachert.

Wie genau die Mediatorin mit den TIeren Kontakt aufnimmt, das weiss sie selbst nicht. Gesehen hatte sie Simba nie, auch mit Dunja bestand nur telefonischer Kontakt. „Sie meinte, es wäre leichter, wenn das Tier in der Nähe des Besitzers sei, vermisste Tiere seien schwerer. Aber es funktioniere trotzdem."

Die Mediatorin habe vom ersten Kontakt zu Simba noch am gleichen Tag berichtet. „Sie hat es wie einen Dialog erzählt. Sie habe ihn gefragt, wo er ist und er habe auch geantwortet. Er habe Angst und wolle nicht zum Tierarzt zurück“, erzählt die Katzenbesitzerin. Er hat ihr aber wohl erklärt, was er von seinem Versteck aus sehen kann. „Er hat sich an einen Friedhof erinnert, an ein Kloster oder eine Kirche, an einen Gemüsegarten, an ein blaues Haus, an einen Brötchendienst und eine Kläranlage. Er sitze jetzt an einem Radweg auf einem Hügel oder Baum“, übersetzte die Mediatorin.

Valeska selbst ist nicht ortskundig, weil sie aus Bad Schwalbach (Südhessen) stammt. Sie habe mit den Hinweisen also selbst nichts anfangen können. Am Schluss habe sie SImba noch gebeten, sich nicht mehr zu verstecken sondern jemandem zu zeigen, damit er gefunden werden könne.

Anwohnerin findet vermissten Kater im Garten

Gut eineinhalb Stunden später habe dann eine Frau angerufen, die Simba bei ihrem Haus gesehen habe. Aus Neugier fragte Dunja nach den Ortsmarkern, von denen die Mediatorin gesprochen hat. Ein blaues Haus stehe in der Nachbarschaft, auch einen Gemüsegarten habe sie. Nebenan sei eine Bäckerei. Ein Friedhof sei zwar nicht in der Nähe, aber im Garten habe die Familie kürzlich ihren Hund beerdigt und ein Kreuz aufgestellt. Ein Radweg laufe direkt am Haus entlang.

Auf dem Weg vom Tierarzt musste der Kater wohl auch an zwei Kirchen vorbei. Die Finderin habe dann auch gleich Bilder geschickt, und siehe da: Es war tatsächlich ihr Simba. Immer wieder versteckte Simba sich, erst nach mehrmaligen Versuchen gelang es, den Kater im Garten der Finderin zu entdecken. Hinter einem Holzstapel habe es kläglich heraus miaut.

Ob Kater Simba nun tatsächlich mit Valeska kommuniziert hat oder nicht, kann sie abschließend auch nicht sagen. Aber die Beschreibung der Gegend und von Simbas Weg habe irrsinnig genau gepasst. „Ich bin einfach mega mega happy“, freut sich die Katzenmama. Ob das Happy End nun wirklich von der Mediatorin herbeigeführt wurde oder reiner Zufall sei, darüber müsse sich jeder selbst ein Bild machen, beteuert sie. „Ich dachte, ich habe ja nichts zu verlieren.“

jv

Kommentare