Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Licht in dunklen Zeiten

Bad Feilnbacher nehmen 38 Kriegsflüchtlinge aus Ukraine bei sich auf

Familien aus der Ukraine – vorwiegend Mütter mit ihren Kindern – im Gespräch mit Bürgermeister Anton Wallner (Zweiter von links, stehend). Olena Tanassewitsch (Dritte von links, stehend) übersetzt.
+
Familien aus der Ukraine – vorwiegend Mütter mit ihren Kindern – im Gespräch mit Bürgermeister Anton Wallner (Zweiter von links, stehend). Olena Tanassewitsch (Dritte von links, stehend) übersetzt.

Die Bad Feilnbacher haben 38 ukrainischen Frauen und Kindern ein Zuhause auf Zeit geschenkt. Wie sie in dunklen Zeiten versuchen, etwas Licht in das Leben traumatisierter Kriegsflüchtlinge zu bringen.

Bad Feilnbach – Sie mussten aus der Ukraine fliehen – etwa aus Städten und Dörfern wie Nicoleie, Mikolajiv, Sumi, Luzk, Charkiv, Lugansk oder Kruwij Rig, die durch Bomben und Raketen eines grausamen Krieges zerstört wurden: 38 ukrainische Kriegsflüchtlinge – darunter zwölf Kinder –, die mittellos und nur mit dem Notwendigsten am Leib in Bad Feilnbach vorübergehend eine neue Heimat fanden.

Lob für örtlichen Helferkreis

Ein kleines Licht der Hoffnung in die traumatisierten Leben von Müttern und Kinder zu bringen, versuchten jetzt die Ukrainehilfe Bad Feilnbach und Bürgermeister Anton Wallner. Im Rahmen des Ostermarktes waren die Gäste zu einer gemütlichen Runde bei Kuchen, Kaffee und erfrischenden Getränken eingeladen. Der Bürgermeister ließ sich nicht davon abhalten, als „Osterhase“ mit etwas Süßem – gestiftet vom benachbarten Lebensmittelmarkt und der Bäckerei – Kinderaugen für einen Moment zum Leuchten zu bringen.

Die ukrainischen Frauen und Kinder berichteten mit Hilfe von Dolmetscherin Olena Tanassewitsch aus Tscherkassy von ihrer Flucht. Die jungen Familien waren etwa zwei Tage nur mit dem Nötigsten am Leib, dünnen Stiefeln, teilweise nur mit Badeschuhen und manch einer sogar mit blutenden Füßen unterwegs. Der russische Angriffskrieg zwang sie, ihre Heimat mittellos, ohne Geld oder Geldkarte zu verlassen. Ihre Männer wurden eingezogen – davon ausgenommen sind nur jene, die als „untauglich“ für den Kriegsdienst eingestuft wurden. Besonders schätzen die Flüchtlinge die Herzenswärme der Bad Feilnbacher Bürger, insbesondere jener Familien, bei denen sie vorübergehend ein Zuhause fanden.

Lob zollte Bürgermeister Anton Wallner dem ehrenamtlichen Keis der Ukrainehilfe. Die vom Krieg gezeichneten Menschen sind auf Hilfe angewiesen, wie Eugen Thierauf als Organisationsleiter der Ukrainehilfe Bad Feilnbach, und Josef Rauscher als Verantwortlicher auf Gemeindeebene betonten. Dabei werden Spenden zur Versorgung der Familien mit Kleidung und Verpflegung dringend gebraucht, wie Thierauf betonte.

Er lobte zugleich die einzigartige Spendenbereitschaft der Bevölkerung. Monetäre Zuwendungen, so betonte er, kämen ausschließlich den Grundbedürfnissen der Flüchtlinge zugute. Wertvolle Unterstützung leisteten dabei unter anderem auch Bad Feilnbachs Lebensmittelmarkt und die Verwaltung mit der Überlassung des Gemeindebusses für Fahrten zum Landratsamt.

Die Gemeinde hat zudem ein Spendenkonto eingerichtet. Die Bankverbindung lautet: DE07 7115 0000 0000 0850 50 bei der Sparkasse Bad Feilnbach Kennwort: „Ukrainehilfe“.

Kommentare