Kooperationsprojekt Bad Feilnbach und Fischbachau

Start frei für die Umsetzung des Besucherbergwerks in Deisenried

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Fischbachau/ Bad Feilnbach- Trotz dem anhaltenden Regen hatten die Projekt-Verantwortlichen heute einen freudigen Grund sich am Eingang des ehemaligen Deisenrieder Wetterstollens zu treffen.

Pressemeldung im Wortlaut

Sebastian Wittmoser, LEADER-Koordinator am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Fors- ten in Rosenheim, übergab zusammen mit den LEADER-Managerinnen Stephanie Stiller und Gwendolin Dettweiler einen Förderbescheid über 400.000 Euro an die beiden Bürgermeister, Josef Lechner (Fischbachau) und Anton Wallner (Bad Feilnbach).

Große Freude über 400.000 Euro LEADER-Fördergeld für den Umbau des Deisenrieder Wetterstollens zum Besucherbergwerk hatten (vorne von links) Stephanie Stiller (LEADER-Managerin der LAG Kreisentwick- lung Miesbacher Land), Michael Pelzer (1. Vorsitzender der LAG Kreisentwicklung Miesbacher Land e.V.), Anton Wallner (Bürgermeister Bad Feilnbach), Sebastian Wittmoser (AELF Rosenheim), Josef Lechner (Bürgermeister Fischbachau), Felix Schwaller (1. Vorsitzender LAG Mangfalltal Inntal) und Gwendolin Dettweiler (LEADER-Managerin LAG Mangfalltal Inntal) mit (hinten von links) den Bergmännern Marius Neudeck, Lenz Dietl, Martin Schmid, Edi Tonhauser, Johann Neundlinger (Geschäftsführer Gemeinde Fischbachau) Christian Varens, Alexander Wagner und Bad Feilnbachs Tourismuschefin Ute Preibisch.

Das mit gut 670.000 Euro veranschlagte Projekt ist ein Kooperationsprojekt der Gemeinden Bad Feilnbach und Fischbachau. Nach Abzug der 400.000 Euro übernehmen die Gemeinden den Restbetrag jezur Hälfte. Die Fördersumme teilen sich die LEADER-Gruppen Kreisentwicklung Miesbacher Land und Mangfalltal Inntal. Der Deisenrieder Wetterstollen ist seit einigen Jahrzehnten stillgelegt. 

Er diente dem Kohle-Bergbau in Hausham zur Bewetterung (Belüftung). Seit 2007 kümmern sich ehemalige Bergmänner ehrenamtlich um die Erhaltung und den Ausbau des Stollens zu einem Be- sucher-Stollen. Da nun ein Standsicherheitsgutachten den Ausbau in ein Besucherbergwerk erlaubt sind die Gemeinden Fischbachau und Bad Feilnbach seit 2017 Pächter des Stollens. Da die beiden Gemeinden eine lange Bergbaugeschichte haben, die wiederum mit dem Stollen in Deisenried verknüpft ist, haben sie dieses Kooperationsprojekt begonnen. Die erste Phase, die Erstellung eines Konzeptes für den Umbau, wurde bereits abgeschlossen. 

Dieses Konzept wird nun umgesetzt und der Stollen museal ausgebaut. Zuerst muss ein Betriebsplan erstellt werden und vom Bergamt Süd- bayern genehmigt werden. Dann sind diverse technische Vorarbeiten dran ehe das Ausstellungkon- zept umgesetzt wird. Auch die ersten Schritte der Vermarktung sind noch Teil des LEADER-Projektes, wenn der Besucherstollen planmäßig in 2021 eröffnet wird. 

Die attraktive interaktive Aus- stellung wird, weit über die beiden Gemeindegrenzen hinaus, eine hohe Anziehung entfalten, vor allem da der Stollen ganzjährig und bei jeder Witterung zu besichtigen sein wird. Für den Touris- mus in der Region aber auch für die Einheimischen ist der Stollen damit auch ein tolles Schlecht- wetterangebot und soll den Besuchern die historische Bergbau-Vergangenheit im Oberland aufzeigen und dazu beitragen, dass diese der Nachwelt erhalten bleibt.

Für die Miesbacher LEADER-Managerin Stephanie Stiller war es ein ganz besonderer Tag „meine letzte große Tat im Amt“ so sagt Sie. Stiller verlässt die LAG nach vier Jahren und wechselt Anfang Juni zurÖko-Modellregion Miesbacher Oberland. „Ich freue mich schon jetzt auf die Eröffnung, denn der Deisenrieder Stollen ist und bleibt mein persönliches Lieblingsprojekt. Seit 2003 sitzen die ehemaligen Bergmänner vom Barbaraverein Leitzachtal der Gemeinde im Nacken. Bürgermeister Josef Lechner hatte jahrelang nach einer Finanzierungsmöglichkeit gesucht, doch erst LEADER brachte die erhofften hohen Fördergelder zur Umsetzung.“ so Stiller. 

„Martin Schmid ist die treibende Kraft und er war schon bei der Vorbereitung für die Bewerbung um das LEADER-Programm seit 2014 immer aktiv dabei. Für ihn freut es mich am allermeisten, dass der Stollen nun umgebaut werden kann und außerdem ist der Stollen ein LEADER-Projekt par Excellence: Der gewollte Bottom-Up-Prozess, also von Bürgern angestoßen und von der Politik übernommen, ist hier vorbildlich. Außerdem wird der Stollen voll inklusiv sein, d. h. die Ausstellung wird auch für Blinde und Sehbehinderte, Gehörlose, kognitiv Eingeschränkte und Mobilitätseingeschränkte auf- bereitet. Der positive Nebeneffekt für die Betreiber ist, dass somit eine komplett neue Besucher- zielgruppe erschlossen wird.“

Stephanie Stiller/Pressemeldung LAG

Quelle: mangfall24.de

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