Bad Feilnbacherin soll sogar bedroht worden sein

Schlüsseldienst zockt Leserin ab - keine Chance auf ihr Geld

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Bad Feilnbach - Eine Leserin wurde von einem Schlüsseldienst dreist abgezockt. Sie hatte sich ausgesperrt und einen Schlüsseldienst gerufen. Für die Leistungen musste sie 1.000 Euro berappen. Sie soll sogar bedroht worden sein.

"Wenn du nicht sofort bezahlst passiert was"

"Sie haben dann sofort das Schloss herausgerissen und durch ein neues ersetzt, ohne zu fragen, obwohl die Türe einfach nur zugefallen war. Als sie fertig waren, präsentierten sie mir dann die Rechnung über 1.000 Euro. Als ich dann sagte, dass das zu viel ist, sind sie noch unfreundlicher geworden und haben gesagt wenn ich jetzt nicht sofort bezahle, passiert was." Die Frau habe es dann schließlich mit der Angst zu tun bekommen und mit EC-Karte die geforderten 1.000 Euro bezahlt. 

Verfahren eingestellt

Gegen diese besonders dreiste Form der Abzocke und Bedrohung hat die Bad Feilnbacherin Anzeige bei der Polizei erstattet. "Ich habe kein Problem damit, den üblichen Preis für eine Türöffnung zu zahlen, aber 1.000 Euro sind einfach zu viel", sagte die Leserin. Die Anzeige ging an die Staatsanwaltschaft. 

Nun hat die Bad Feilnbacherin von der Staatsanwaltschaft Traunstein Zweigstelle Rosenheim mitgeteilt bekommen, dass dasVerfahren eingestellt werden musste, weil ein Tatnachweis gegen den Beschuldigten nicht mit der für eine Anklageerhebung erforderlichen Sicherheit zu führen sei. Man habe letztendlich nicht klären können, ob der Inhaber des Schlüsseldienstes, der als Beklagter geführt wurde, selbst als strafrechtlich Verantwortlicher in Betracht komme. Die EC-Terminals und die Rechnungen seien unter einer großen Gruppe von Monteuren ausgetauscht worden, sodass eine zweifelsfreie Rückverfolgung zur Spur bis zum tatsächlich tätig gewordenen Monteur nicht möglich sei.

Die Leserin teilte mangfall24.de auch mit, dass der Inhaber Insolvenz angemeldet habe, weswegen auch keine zivilrechtlichen Ansprüche mehr geltend gemacht werden können. Sie bekommt ihr Geld wohl nicht mehr.

Das sagte der Betreiber des Schlüsseldienstes damals

Wir haben damals bei dem auf der Rechnung angegebenen Betreiber des Schlüsseldienstes, ein gewisser Zakaria T. mit einer Adresse aus Essen und lediglich einer Handynummer angerufen und ihn mit den Vorwürfen der Leserin konfrontiert. Am Telefon bestätigte sich uns gegenüber der sehr unfreundliche Ton der Mitarbeiter, den uns die Leserin schilderte. "Das ist mir eigentlich egal, was die Kundin sagt", äußerte sich der Herr am Telefon in extrem unfreundlichem Ton. "Ich sag dazu gar nichts, das soll über den Anwalt laufen, wenn sie nicht zufrieden ist." Dann legte er einfach auf. Eine erneute Kontaktaufnahme von mangfall24.de mit dem Schlüsseldienstbetrreiber blieb bislang leider erfolglos.

Quelle: mangfall24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / Holger Hollem

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