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Neuwahlen schwieriger als früher

Nachwuchs-Krise in Vereinen: Wie der Sängerkreis Wendelstein einfach ohne Leitung weiter macht

Verabschiedeten ihre langjährige Kreis-Chorleiterin Ursula Wisuschil: Der stellvertretende Vorsitzende Karl Janssen (links) und Vorsitzender Alois Hundhammer vom Sängerkreis Wendelstein.
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Verabschiedeten ihre langjährige Kreis-Chorleiterin Ursula Wisuschil: Der stellvertretende Vorsitzende Karl Janssen (links) und Vorsitzender Alois Hundhammer vom Sängerkreis Wendelstein.

Nach Verzicht auf eine weitere Amtsperiode von Ursula Wisuschil bleibt der Posten der Kreischorleiterin beziehungsweise des Kreischorleiters vorerst unbesetzt. Wie der Sängerkreis damit umgeht und welche Rolle die Corona-Pandemie gespielt hat.

Bad Feilnbach – Nachwuchskräfte zu gewinnen, die die Bereitschaft mitbringen, Verantwortung in Spitzenpositionen von traditionsreichen Vereinen zu übernehmen, wird offenkundig immer schwieriger. Ein Lied, allerdings in „Moll“, konnte davon die Vorstandschaft vom Sängerkreis Wendelstein im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kriechbaumer in Ellmosen singen.

Vor allem gestaltete sich der Tagesordnungspunkt „Neuwahlen“ komplexer als in den früheren Jahren. In einer Interimsphase von drei Jahren leitet als erster Vorsitzender Alois Hundhammer weiterhin die Geschicke des Vereins. Nach Verzicht auf eine weitere Amtsperiode von Ursula Wisuschil bleibt der Posten der Kreischorleiterin beziehungsweise des Kreischorleiters vorerst unbesetzt.

Nach zweijähriger Zwangspause

Nach zweijähriger Zwangspause in Folge von Corona, hatte Alois Hundhammer als amtierender Vorsitzender des Sängerkreises Wendelstein und seine engere Vorstandschaft Vorsitzende und Chorleiter aus den 23 angeschlossenen Chorvereinigungen zu dieser Versammlung eingeladen.

Zu seinem Bedauern waren allerdings nur Delegierte aus 16 Chören erschienen. Darunter Josef Obermeier und sein Chorleiter Hans Hainz vom Männerchor Breitbrunn-Gstadt, der sich nach der Auflösung vom Sängerkreis Chiemgau den Wendelsteinern anschloss.

Wie in vielen anderen Vereinen und Organisation hatte Corona gravierende Auswirkungen auf das Vereinsleben im Sängerkreis Wendelstein als Förderer des kulturellen Lebens in seinem Einzugsgebiet. Geplante Veranstaltungen konnten aufgrund von Verboten und strengen behördlichen Auflagen nicht durchgeführt werden. Versammlungen etwa auf Verbandsebene des Bayerischen Sängerbundes fanden nur online statt.

Situationsbedingte dramatische Ausdünnung geplanter Vorhaben und Konzerte

Die situationsbedingte dramatische Ausdünnung geplanter Vorhaben und Konzerte spiegelte sich in den spärlichen Rechenschaftsberichten wieder. Alois Hundhammer nutzte die Gelegenheit, seine 20 Jahre Amtszeit als Vorsitzender Revue passieren zu lassen. 2001 übernahm Hundhammer, Sänger vom Gesangsverein Ellmosen, die Funktion des ersten Vorsitzenden im Sängerkreis. Bereits 2002 gelang es ihm, 18 Chöre für drei Veranstaltungen zusammenzuführen, was für ihn nach eigenen Angaben keine leichte Aufgabe war.

Besonderes Ereignis in jenem Jahr war eine Wochenendreise mit 90 Teilnehmern als Repräsentanten der „Bayerischen Kultur“ nach Dresden mit Besichtigungen und Gestaltung eines Gottesdienstes. Unvergessen für ihn waren herrliche Konzerte, Kirchenkonzerte und Hoagarts in den darauffolgenden Jahren bei Veranstaltungen und Jubiläen der Chöre innerhalb des Sängerkreises.

Einen erfolgreichen Abschluss nahm nach eineinhalb Jahren Probearbeit unter der Leitung von Konrad Liebscher das Mammutkonzert Carmina Burana in Bad Aibling.

Zum Wohle des Sängerkreises und seiner Chöre

Die chronologische Abfolge seines Wirkens zum Wohle des Sängerkreises und seiner Chöre sollte gleichzeitig einen Abschied als Führungsspitze andeuten, der sich durch Verzicht auf eine weitere Kandidatur für eine weitere Amtszeit als Vorsitzender bestätigen sollte.

Nach Ansicht des 57-jährigen Vorsitzenden sollte mit einem jüngeren Nachfolger frischer Wind in die Vorstandschaft einkehren, was im Anschluss zu einer ausgiebigen Aussprache innerhalb der Versammlung führte.

Die Folge war: Ein möglicher Nachfolger oder eine Nachfolgerin konnte nicht gefunden werden. Das Gremium einigte sich auf eine Interimsphase in der ein geeigneter Nachfolger für das Amt des Vorsitzenden aus den Reihen der angeschlossen Chöre gesucht und aufgebaut wird.

Einwilligung nach gutem Zureden

Bis dahin solle Hundhammer das Amt in den kommenden drei Jahren weiter begleiten. Nach gutem Zureden willigte Alois Hundhammer einer Kandidatur zu und wurde einstimmig wiedergewählt.

Freude bei der frisch gewählten Vorstandschaft vom Sängerkreis Wendelstein mit (von links) Vorsitzender Alois Hundhammer, Stellvertretender Vorsitzender Karl Janssen, Schriftführerin Ulli Munninger, Kassier Stefan Kell, Kassenprüferin Wiebke Pohl und Beisitzer Markus Seemann.

Sein Stellvertreter heißt wie bisher Karl Janssen (75) von der Lyra Lohholz. Schatzmeister ist wie in den vergangenen 24 Jahren weiterhin der 60-jährige Stefan Kell vom Chor „Neuland- Bad Aibling“ und Schriftführerin die 66-jährige Ulli Munninger vom Liederkranz Rohrdorf.

Volles Vertrauen setzt das Vorstandsgremium in ihre neue Kassenprüferin Wiebke Pohl (42) vom „Con-Bria-Chor Rosenheim“ als Nachfolgerin von Karin Bojanowski. Einziger Beisitzer ist Markus Seemann (50) vom MGV Degerndorf.

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