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Schaden noch unklar

Umweltkatastrophe in Bad Feilnbach verhindert

Mit Besen und Ölbindetüchern versuchen Einsatzkräfte des THW, den Ölfilm abzuschöpfen, der sich in der Nacht zu Montag wieder gebildet hatte.
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Mit Besen und Ölbindetüchern versuchen Einsatzkräfte des THW, den Ölfilm abzuschöpfen, der sich in der Nacht zu Montag wieder gebildet hatte.

Eine Umweltkatastrophe an Bächen und Weihern in Au in der Gemeinde Bad Feilnbach konnte dank des schnellen Eingreifens der Hilfskräfte vermieden werden. Nun gibt es auch eine Vermutung, wo die Ursache liegt.

Bad Feilnbach – „Das Zusammenspiel von Rettungskräften und Spezialfirmen hat hervorragend funktioniert“, bilanziert Bad Feilnbachs Bürgermeister Anton Wallner den Einsatz von Sonntag und Montag.

Ursache der Ölverschmutzung war ein Leck an einer privaten Ölversorgungsleitung. Das Öl war am Sonntagmorgen aus dem Heizungskeller gelaufen und über den Regenwasserkanal in den Aubach, den Weidmoos-Weiher und dessen Vorteich gelangt. Gegen 9.15 Uhr wurde die Feuerwehr Au alarmiert, die mit 15 Kameraden ausrückte. Personell und technisch wurden die Auer vom THW unterstützt. Auch Mitarbeiter des Katastrophenschutzstabes des Landkreises Rosenheim und des Wasserwirtschaftsamtes waren vor Ort.

Mit Ölsperren und Spezialgerät wie einem Mopmatic-Wringer gelang es, den Ölfilm aufzusaugen. „Die Sperren bleiben noch bis kommende Wochen im Weiher, um auch eventuelle Ölrückstände aus den Uferbereichen noch aufzufangen“, erklärt Feuerwehr-Kommandant Marinus Astner.

Cornelia Lang (rechts) vom Katastrophenschutz des Landratsamtes verschafft sich ein Bild vom Ölschaden.

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Zwei Spezialfirmen spülten und reinigten noch am Sonntag den Regenwasserkanal, saugten den Tankraum des Privathauses ab und entsorgten das Öl. „Dadurch konnte kein Öl mehr nachfließen und das Ausmaß des Schadens minimiert werden“, informiert Ina Krug, Pressesprecherin des Landratsamtes. Gegen 18 Uhr war der Einsatz am Sonntag beendet. Die Bilanz: „Der Ölfilm auf dem Weidmoos-Weiher konnte vollständig eingefangen und aufgenommen werden“, so Krug. „Auch ein Öleintrag vom Aubach in den Jenbach konnte vermieden werden.“

Weiterer Einsatz am Montag

Am Montag waren Mitarbeiter des THW erneut im Einsatz. Diesmal ging es darum, Ölreste im Vorteich des Weihers abzuschöpfen. „Über Nacht hatte sich wieder ein Ölfilm gebildet, der allerdings deutlich weniger ausgeprägt war“, beschreibt Stefan Huber, Pressesprecher des THW. Die Einsatzkräfte versuchten, das ölhaltige Wasser an einem der Weiher mit einer Pumpe abzuschöpfen und mit Tüchern abzubinden. Die Beseitigung des restlichen Heizöls dauerte gestern bis gegen 14.30 Uhr.

Nach Einschätzung des Wasserwirtschaftsamtes Rosenheim besteht mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Gefahr für das Gewässer und den Fischbestand. Glück im Unglück war, dass der Schaden relativ schnell bemerkt wurde und umgehend umfassende Maßnahmen getroffen wurden. Für den Schaden und die Kosten des technischen Hilfseinsatzes von Feuerwehr und THW muss der Verursacher aufkommen. Die Polizei Bad Aibling ermittelt derzeit, wer für den Ölaustritt verantwortlich ist. Nach bisherigen Erkenntnissen von THW und Katastrophenschutz des Landkreises wird eine undichte Stelle an einem Heizöltank im Keller eines Hauses im östlichen Auer Ortsteil als Ursache für das Austreten des Öls vermutet.

Sepp Schlemer, Vorsitzender des Fischereivereins.

Fischbestände auch betroffen

Beeinträchtigt wurden durch das Öl die Weiher des Rückzugs- und Habitatgebietes für Jungfische im Auer Weidmoos, das Mitglieder des Fischereivereins „Gemeinde Bad Feilnbach“ erst 2019 mit großer Hingabe anlegten. Wie Josef Martin Schlemer, Vorsitzender des Fischereivereins, gegenüber dem Mangfall-Boten erläuterte, dürfte das Schadensereignis nach derzeitigem Stand noch einmal glimpflich abgelaufen sein.

Allerdings sei es gegenwärtig noch zu früh, um eine mögliche Beeinträchtigung der Wasserqualität und eventuelle nachteilige Auswirkungen auf Karpfen, Schleien, Zander und andere Fische abschätzen zu können. Das Refugium für Brut- und Nisttiere am Rande der Weiher bedürfe jetzt einer genaueren Beobachtung. Wie Schlemer erläuterte, sei es aus diesen Gründen derzeit auch nicht möglich, einen eventuell entstandenen finanziellen Schaden zu beziffern.

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