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Stiller Protest in der Gemeinde

„Wir trauern um unsere Freiheit und Grundrechte“ - Kränze vor Bad Feilnbacher Rathaus abgelegt

In der Nacht auf Sonntag wurden vor dem Rathaus in Bad Feilnbach Kränze gegen die Corona-Maßnahmen abgelegt.
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In der Nacht auf Sonntag wurden vor dem Rathaus in Bad Feilnbach Kränze gegen die Corona-Maßnahmen abgelegt.

Bad Feilnbach - In der Nacht auf Sonntag haben Unbekannte vor dem Bad Feilnbacher Rathaus Kränze und Grabkerzen niedergelegt um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren.

„In tiefer Trauer um Selbstbestimmung und eigenem Denken“ steht auf einem Band, das an einem von mehreren Kränzen, die in der Nacht auf Sonntag, 1. November von Unbekannten vor dem Bad Feilnbacher Rathaus abgelegt wurden. Daneben Schilder mit der Aufschrift „Wir trauern um unsere Freiheit, die Unbeschwertheit und die Freiheit unserer Kinder“ oder „Wir trauern um unsere Freiheit und Grundrechte.“

Kränze und Grablichter gegen die Corona-Maßnahmen vor Bad Feilnbacher Rathaus

Wer hinter diesem stillen Protest steckt, ist bislang unbekannt. Bad Feilnbachs Erster Bürgermeister Anton Wallner erklärt auf Nachfrage unserer Redaktion: „Ich kenne die Gruppe nicht. Wir haben freie Meinungsäußerung, aber ich möchte das Rathaus raushalten aus der COVID-19-Diskussion.“ Daher hat Wallner die Kränze bereits am Sonntag vom Bauhof wieder entfernen lassen.

„Ich respektiere den Widerstand, aber das Rathaus soll ein neutraler Ort bleiben. Die Bayerische Staatskanzlei wäre womöglich auch ein besserer Ort gewesen. Ich will die Gemeinde Bad Feilnbach aus der Thematik heraushalten. Wir haben da keine Entscheidungsgewalt.“

„Wir trauern um unsere Freiheit und Grundrechte“ - Vor dem Bad Feilnbacher Rathaus haben bislang Unbekannte Kränze gegen die Corona-Maßnahmen abgelegt.

Gemeinderat findet „Lockdown light unverhältnismäßig“

Der Bad Feilnbacher Gemeinderat hatte erst in seiner jüngsten Sitzung des Gemeinderates einem Sonderantrag von Sebastian Gasteiger (CSU) zugestimmt. Dieser lautete: Der Gemeinderat solle beschließen, dass die Mehrheit des Gremiums den „Lockdowns light“ als „unangemessen und unverhältnismäßig kritisiert und die Bundes- und Staatsregierung zum Kurswechsel im Umgang mit dem Virus auffordert“. Für den Beschluss entschieden sich 13 der 21 Ratsmitglieder.

„Ich habe gegen den Antrag gestimmt“, so Wallner. „Mir wäre es lieber gewesen, wenn man sich nicht komplett gegen die COVID-Maßnahmen gestellt hätte sondern nur gegen die Schließung der Hotelerie und Gastronomie.“

Proteste gegen Maskenpflicht in Miesbach

Auch in Miesbach gab es vergangene Woche Proteste vor einem öffentlichen Gebäude. Wie Merkur.de berichtete, haben Eltern mit Kerzen und Kuscheltieren vor dem Landratsamt gegen die Maskenpflicht an Schulen protestiert. Die Initiatoren selbst wollen sich nicht namentlich zu den Gründen äußern.

Die Aktion vor dem Haupteingang des Landratsamtes schieße laut Landrat Olaf von Löwis (CSU) deutlich übers Ziel hinaus. „Unsere Mitarbeiter sind sieben Tage die Woche damit beschäftigt, Infektionsketten zu durchbrechen.“ Ein derart geäußerter Protest verunglimpfe die Bemühungen, die Pandemie im Landkreis einzudämmen.

jb

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