Bauvorhaben zugestimmt

Kolbermoor - Es kann gebaut werden in Kolbermoor: Der Bauausschuss erteilte in jüngster Sitzung einer Reihe von privaten Vorhaben sein Einvernehmen, darunter einem geplanten Zweifamilienhaus in Mitterhart.

Pläne für ein Zweifamilienhaus an der Straße Am Rothbachl in Mitterhart lagen dem Ausschuss auf dem Tisch. Auf einem rund 775 Quadratmeter großen Grundstück sind Gebäude, zweigeschossig, eine Doppelgarage und weitere Stellplätze vorgesehen.

Bürgermeister Peter Kloo zufolge entspricht das Vorhaben hinsichtlich Dachneigung (18 Grad) und Form der Doppelgarage (Dachneigung etc.) nicht dem geltenden Bebauungsplan "Westlich der Schäfersiedlung" - eine Befreiung war notwendig, was die Verwaltung aber als städtebaulich vertretbar beurteilte. Einziges Manko: die Zufahrt zu den Garagen. Hier kann laut Bauamt der Mindestabstand zur Straße von fünf Metern nicht eingehalten werden. Auflage deshalb: ein offener Carport oder ein Garagentor mit Fernbedienung - "was aber kein großes Problem ist, weil das Grundstück direkt an einen Wendehammer angrenzt und sich die Einschränkungen damit wohl in Grenzen halten werden", führte Bürgermeister Kloo aus. Der Bauausschuss schloss sich schließlich den Empfehlungen der Verwaltung an und erteilte dem Vorhaben "grünes Licht".

Seine Zustimmung gab das Gremium auch zu einer Sichtschutzwand, die für die Terrasse des Grundstücks Anzengruberstraße 8 beantragt war (Höhe zwei Meter, Breite einen Meter).

In Wohlgefallen löste sich der Streit um ein Gartenhaus an der Gottfried-Keller-Straße auf: Dort hatte der Eigentümer eines knapp 900 Quadratmeter großen Grundstücks an der Nord-West-Grenze ein Gartenhaus errichtet, in Holzbauweise mit einer Höhe von 2,35 Metern. Jetzt ging es um eine nachträgliche Befreiung von den Festsetzungen des dort gültigen Bebauungsplanes "Glasberg/Peter-Rosegger-Straße" - denn eigentlich müssten drei Meter Abstand zur Grundstücksgrenze eingehalten werden, da mit den beiden bestehenden Garagen das "Kontingent" für eine Grenzbebauung (maximal 15 Meter) überschritten wird. Zudem fehlte bei der Antragstellung eine Nachbarunterschrift, die kurz vor der Sitzung aber nachgereicht wurde, was die Beurteilung im Bauausschuss sehr erleichterte: Nun konnte die Zustimmung erteilt werden, andernfalls hätte sich die Verwaltung dagegen ausgesprochen. "Die Nachbarn haben sich geeinigt, jetzt ist auch auf der anderen Seite ein Gartenhaus geplant", zeigte sich Bürgermeister Kloo mit dem Ausgang zufrieden.

von Rosi Gantner/Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © pa

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