Beste Hauswirtschafterin in Bayern

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Bayerns Beste: Ursula Eder aus Götting setzte sich gegen die Konkurrenz durch, hier beim Decken des Ehrentisches.

Götting/Miesbach (MB) - 11.16 Uhr: noch 14 Minuten. Ursula Eder liegt gut in der Zeit. Der Tisch für die Ehrengäste ist fast fertig, weißes Tuch, hellgrüne Läufer, blaue Glasteller, Silberbesteck und Blumen.

Fehlen nur noch die Servietten. Konzentriert rollt die 21-Jährige die sorgfältig gebügelten Stofftücher: zwölf Sekunden für jede. Streng müssen sie gebunden sein, um durch das enge Loch in der aus Sperrholz gesägten Kuh zu passen.

11.19 Uhr: Die vier Servietten stecken in ihren Haltern. Ursula Eder hat die hölzernen Rinder selbst kreiert. 11.21 Uhr: Ein strenger Blick: Schauen die Servietten rechts und links gleich weit raus? Alles o.k., also ab auf die Teller.

11.26 Uhr: Sie zündet die Kerzen an, tritt einen Schritt zurück, lässt die Arme fallen: "Ich wär' dann soweit." Geschafft. Sie weiß es in diesem Augenblick noch nicht, aber sie hat es wirklich geschafft: Die Göttingerin ist die beste Hauswirtschaftsschülerin Bayerns.

Zwei Tage lang hatte die Göttingerin sich mit 21 anderen jungen Frauen aus ganz Bayern gemessen. "Aktionswoche Milch im Rahmen der Schulverpflegung" lautete das Thema. Ursula Eder sollte einen Auflauf und einen Strudel mit Milchprodukten zubereiten, ein Plakat über die Bedeutung von Milch in der Ernährung gestalten und präsentieren sowie einen Tisch für vier Ehrengäste herrichten.

Hanka Schmitt-Luginger vom Landesausschuss für Hauswirtschaft verabschiedete die Prüflinge auch angesichts der wachsenden Zahl von Seniorenheimen und Kindertagesstätten mit einem sehr positiven Blick in die Zukunft: "Die Nachfrage nach unseren Leistungen wird steigen."

cm/Mangfall-Bote

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