Bebauung südlich der Bahnlinie kommt voran

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Die Erschließung des Areals südlich der Bahnlinie erfolgt zwischen nördlicher und südlicher Bebauung. Der Wendehammer liegt nun auf einer Grundstücksfläche, auf der ursprünglich ein weiteres Einfamilienhaus vorgesehen war.

Bad Aibling - Nach zähem Ringen kommt nun die Bebauung südlich der Bahnlinie voran. Die Forderungen des Stadtrats wurden in den Entwurf eingearbeitet und so billigte ihn das Gremium.

Der alte Feilnbacher Bahnhof wurde von der Planung ausgenommen, die als privat vorgesehene Erschließungsstraße wird öffentlich, der Schutz alten Baumbestands soll gewährleistet sein. Die Erschließungsstraße längs durch das Gelände wird nun nicht, wie zuletzt bereits umgeplant, 4,50, sondern fünf Meter breit. Sie wird als öffentliche Erschließungsstraße ausgewiesen. Der Radweg entlang der Bahn bleibt erhalten.

Zugleich wurde der Wendehammer Richtung Süden auf eine Grundstücksfläche verlegt, auf der ursprünglich ein Einfamilienhaus entstehen sollte. Dort können nun auch dreiachsige Müllfahrzeuge und andere Nutzfahrzeuge wenden. Durch die Verlegung soll nach dem Willen des Stadtrates auch der Schutz einer freistehenden, ortsbildprägenden Baumgruppe gewährleistet werden.

Ansonsten sieht die Planung, wie bereits berichtet, im Norden des Areals an der Bahnlinie eine lineare, durch Zwischenbauten gegliederte Bebauung vor. Die unterirdischen Stellplätze sollen durch flexibel teilbare Tiefgaragen geregelt werden. Die Besucherstellplätze werden zum Teil auf einem kleineren zentralen Parkplatz direkt an der Westendstraße und zum anderen Teil am Wendehammer untergebracht.

Wohneinheiten reduziert

Im Süden haben die Planer aufgrund der großen Nachfrage mittlerweile drei Doppelhäuser sowie ein Einfamilienhaus mit insgesamt sieben Wohneinheiten vorgesehen. Zuvor waren dort Punkthäuser geplant, in denen insgesamt 24 Wohneinheiten zulässig gewesen wären. Die Stellplätze dort werden oberirdisch in Garagen, Carports und auf Stellplätzen nachgewiesen.

Max Leuprecht (GOL) bedauerte, dass das Quartier entgegen der ursprünglichen Planung nun nicht mehr weitgehend frei von Verkehr sei. Dieser läge nun mitten in der Bebauung. Zudem sorgte er sich um den westlichen Baum, der seiner Meinung nach durch die dortige Bebauung doch beeinträchtigt werden könnte.

Nach Dieter Bräunlichs (ÜWG) Ansicht kommt der "eigentliche Knackpunkt" erst noch, wenn es um die "massive Riegelbebauung am Quartiersplatz" geht. Der aktuellen Teilbebauung könne man jedoch zustimmen, nachdem die Baumgruppe geschützt werde und dem Feilnbacher Bahnhof "nichts passiert". Allerdings sei er gespannt, wer an dieser Trasse Wohnraum kaufen werde.

Mit 14:8 Stimmen billigte der Stadtrat den Entwurf und beauftragte die Verwaltung, der betroffenen Öffentlichkeit Gelegenheit zur Stellungnahme zur Planung zu geben. Dazu ist die Planung für eine Zeit von mindestens zwei Wochen öffentlich auszulegen.

Eva Langwieder (Mangfall-Bote)

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