Kino-Streifzüge durch Innenwelten

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Bad Aibling - Bis zum 26. September findet die vierte "Nonfiktionale - Das Festival des dokumentarischen Films" in Bad Aibling statt. Filmemacher und Kinofreunde feierten am Donnerstag den Start des Festivals.

Eröffnet wurde das inzwischen renommierte Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms am Donnerstag mit dem preisgekrönten Film "Die Frau mit den 5 Elefanten" von Vadim Jendreyko im Lindenkino. Das Motto in diesem Jahr: "Innenwelten".

Gezeigt werden in diesem Jahr Dokumentarfilme, die in die scheinbar unzugänglichen Regionen des Geistes und der Gefühlswelt vordringen und diese "Entdeckungsreise" zum Mittelpunkt ihrer filmischen Erzählung machen.

Das Programm bietet eine spannende Bandbreite dokumentarischer Arbeiten: von der Rückschau auf das literaturreife Leben der Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier im international erfolgreichen und preisgekrönten Eröffnungsfilm ("Die Frau mit den 5 Elefanten") über die nie endende Suche nach den eigenen kreativen Möglichkeiten in "Brother Yusef" von Nicolas Humbert und Werner Penzel oder die überbordende Vorstellungskraft eines Friseurs in "Glebs Film" von Christian Hornung bis hin zum rührenden Versuch eines deutschkubanischen Paares, unterschiedliche Träume unter einen Hut zu bringen ("Heirate mich" von Uli Gaulke und Jeanette Eggert).

Außerdem feiert das Aiblinger Filmfestival mit den Filmen "Eine ruhige Jacke" von Ramn Giger, "Juliane!" von Micol Hopf und "Aufrecht gehen" von Anja Unger gleich drei Filmpremieren.

Die Festivalmacher Boris Tomschiczek, Tamara Danicic, Paul Hempel, Knut Karger und Melanie Liebheit wählten aus rund 150 zum Thema eingereichten Filmen 14 für den Wettbewerb aus. Eine fachkundige Jury, bestehend aus dem Kameramann Hans Albrecht Lusznat, der BR/ARTE Redakteurin Monika Lobkowicz und der Produzentin Miriam Pflüger, wird während des Festivals die beiden Gewinner des Wettbewerbs küren. Als Preise winken der Nonfiktionale-Preis der Stadt Bad Aibling in Höhe von 2000 Euro sowie dem ARRI-Kamerapreis.

Die Preisverleihung findet zum Ende des viertägigen Festivals am Sonntag, 26. September, ab 19.30 Uhr im Lindenkino statt.

Großen Wert legen die Festivalmacher zudem auf das medienpädagogische Begleitprogramm "Junge Doks" für Schulen, um die Medienkompetenz bei Jugendlichen zu fördern. In Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Bad Aibling fand bereits ein Workshop "Dokumentarischer Kurzfilm" statt.

In einem weiteren "Junge Doks"-Workshop erlernen die Schüler das Handwerk der Filmkritik und bekommen so die Möglichkeit, selbst Filmrezensionen zu verfassen. Diese Filmkritiken erscheinen während des Festivals täglich aktuell im "Mangfall-Boten". Abgerundet wird das Programm für Schüler durch ein spezielles Filmangebot während der Nonfiktionale.

Auf der Nonfiktionale zeigen deutschsprachige Filmemacher ihre Filme und stellen sich anschließend dem Gespräch mit dem Publikum. Dieses Jahr werden die Gespräche unter anderem von Werner Ruzicka (Duisburger Filmwoche) und Heinrich Pachl (Kabarettist und Filmemacher) moderiert. Die meisten Filmemacher sind während des gesamten Festivals anwesend, was einen regen und intensiven Austausch zwischen Filmemachern und Publikum fördert.

Weitere Informationen rund um das Festival und das Filmprogramm unter www.nonfiktionale.de.

re/Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © cs

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