Großputz im Triftbach beendet

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Das Mühlrad am Mühlbach wird von Bauhofmitarbeiter Franz Bernhofer mit dem Hochdruckreiniger vom Moos befreit, schadhafte Tafeln werden erneuert.

Bruckmühl - Ein Mammutprogramm haben die Verantwortlichen in den vergangenen Tagen im Triftbach absolviert. Der Lauf wurde von Schlamm befreit, Mauern instand gesetzt und der Kanal teilweise verstärkt.

Dazu musste kurzzeitig auch eine Brücke weichen. Unter der Organisation des Wasserverbands "Bruckmühler Wehr" ging es für die Beteiligten, die Firmen Südchemie, Salus und Neenah Gessner sowie die Marktgemeinde ans "Saubermachen". Doch bevor die Maschinen anrücken konnten, mussten zunächst die Fische abgefangen und das Wasser rückgestaut werden.

Im Bereich Neenah Gessner werden Befestigungsmaßnahmen durchgeführt.

"Das ist immer ein enormer Aufwand für alle Beteiligten, der früher jährlich und seit einiger Zeit im Drei-Jahres-Turnus bewerkstelligt wird", sagte Bernd Emhart, Vorsitzender des Wasserverbandes gegenüber unserer Zeitung. Er will in der nächsten Verbandsversammlung im Frühjahr 2011 vorschlagen, die Abkehr nur noch alle vier Jahre durchzuführen.

Mit dem Schließen des Schleusentores am Brucker Wehr wurde der Triftbach auf "Wasserentzug" gesetzt.

Per Bagger wurden Schlamm und Muscheln aus dem Flussbett geborgen, an den Ufern abgelagert und abtransportiert. Dazu musste unter anderem von der Marktgemeinde mit Hilfe eines Autokrans die Mühlbachbrücke aus ihrer Verankerung gehoben werden. "Ansonsten hätten die Bagger nicht durchfahren können", erläuterte Emhart. Mittlerweile ist die Brücke aber wieder an ihrem angestammten Platz montiert.

Per Autokran wurde diese Brücke hochgezogen.

Das Mühlbachrad wiederum wurde per Dampfstrahler von Moos befreit und vollständig mit neuen Radschaufeln aus Lärchenholz bestückt. Bis auf einen alten Sonnenschirm gab es dieses Mal Bauhofleiter Michael Reitner zufolge keine "unüblichen Funde".

In einigen Abschnitten mussten überdies die Kanalmauern repariert beziehungsweise mit Steinen und Kies verstärkt werden.

von Silvia Mischi/Mangfall-Bote

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