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Ankunftszentrum in Bruckmühl

58 ukrainische Flüchtlinge beziehen Turnhalle – Leben in der „Box“ soll nur eine Übergangslösung sein

Die Turnhalle ist nur eine Übergangslösung: (von rechts) Hallenmanager Ahmet Calim zeigt Landrat Otto Lederer und Bürgermeister Richter die „Boxen“, in denen sich jeweils drei Doppelstockbetten befinden.
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Die Turnhalle ist nur eine Übergangslösung: (von rechts) Hallenmanager Ahmet Calim zeigt Landrat Otto Lederer und Bürgermeister Richter die „Boxen“, in denen sich jeweils drei Doppelstockbetten befinden.

Die ersten 58 ukrainischen Frauen und Kinder sind im Ankunftszentrum Bruckmühl angekommen. In der Turnhalle wurde mit 30 „Boxen“ mit jeweils drei Doppelstockbetten Platz für 180 Menschen geschaffen. Das soll aber nur eine Übergangslösung sein. Wie die Bruckmühler helfen.

Bruckmühl – Nach den Turnhallen in Bad Aibling, Prien und Wasserburg wurde auch die Turnhalle des Gymnasiums in Bruckmühl in ein Ankunftszentrum umgewandelt. Am Mittwoch, 30. März, begrüßten Landrat Otto Lederer und Bürgermeister Richard Richter die ersten 58 Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine. Weitere werden am Donnerstag, 31. März, erwartet. In der Turnhalle können insgesamt 180 Menschen aufgenommen werden. Es sind überwiegend Mütter mit Kindern, die die Halle in Bruckmühl bezogen haben. Aber auch vier Männer gehören zu den Geflüchteten. Einer von ihnen ist auf den Rollstuhl angewiesen. „Das ist kein Problem“, sagt Hallenwart Ahmet Calim: „Die Sporthalle ist barrierefrei, direkt im Erdgeschoss befinden sich behindertengerechte Sanitäranlagen.“

Damit die Ukrainer mit ihren Angehörigen in der Heimat in Kontakt treten können, gibt es kostenloses WLAN in der Halle. Die Versorgung der Menschen wurde in die Hände eines Caterers gelegt, der dreimal täglich frische Speisen liefert. Eingerichtet wurde auch ein kleiner Spielbereich für die Kinder, der noch verbessert werden soll. Außerdem steht hinter der Halle ein Fußballplatz zur Verfügung. „Wir bekommen auch noch Schaukeln und einen Sandkasten“, kündigt der Hallenmanager an. Das Bruckmühler Gymnasium stellt zwei kleine Tore für den Bolzplatz zur Verfügung. Und damit die Kinder keine Langeweile bekommen, spielen Schüler des Gymnasiums mit ihnen. Zudem plant das Gymnasium weitere Angebote für die Kinder aus der Ukraine.

Engagieren sich für die bestmögliche Versorgung der ukrainischen Flüchtlinge: (von links) Hallenmanager Calim, Bürgermeister Richter, Landrat Lederer und Hallenkoordinator Lothar Thaler.

Der Bruckmühler Helferkreis hat im einstigen Diabetikerhaus in Hinrichssegen eine zentrale Kleiderkammer eingerichtet. Von hier werden nicht nur die Flüchtlinge versorgt, die bereits in Privatunterkünften untergekommen sind. Von hier wurden Kleidung, Schuhe und Rucksäcke auch direkt zu den Menschen gebracht, die vorerst in der Turnhalle leben. In den nächsten Tagen werden auch die Erwachsenen mit frischer Kleidung versorgt.

Viele ehrenamtliche Helfer versuchen, den Aufenthalt für die Ukrainer in der Turnhalle des Gymnasiums so angenehm wie möglich zu gestalten. Trotzdem sollen die Halle und das Leben in einer „Box“ mit drei Doppelstockbetten nur eine Übergangslösung sein. „Ziel ist es, die Flüchtlinge schnellstmöglich in Wohnungen oder andere Unterkünfte zu verlegen“, sind sich Landrat Otto Lederer und Bürgermeister Richard Richter einig. Beide dankten den Helfern für die Arbeit und das Engagement: „Hier sind viele Menschen vor Ort, die alles gut organisieren.“

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