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Nach vielen Beratungen fiel die finale Entscheidung

Aussegnungshalle auf dem Friedhof Hinrichssegen wird saniert - das sind die Pläne

Im kommenden Jahr soll die Sanierung der Aussegnungshalle in Hinrichssegen beginnen. Das Dach wird komplett erneuert, der Dachvorstand (links) aber nicht um ein zusätzliches Feld erweitert.
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Im kommenden Jahr soll die Sanierung der Aussegnungshalle in Hinrichssegen beginnen.

Nach unzähligen Beratungen fiel jetzt die finale Entscheidung, wie der Friedhof Hinrichssegen gestaltet werden soll. Was mit der Aussegnungshalle nun geplant ist.

Bruckmühl – Die finale Entscheidung ist gefallen. Die Aussegnungshalle am Friedhof Hinrichssegen bekommt ein neues Dach, aber kein zusätzliches Dachfeld und auch keine Fotovoltaikanlage. Der Gedenkpavillon entsteht aus Holz und Stahl. Die Gesamtkosten liegen bei circa 1,2 Millionen Euro. Die Umsetzung erfolgt in den kommenden beiden Jahren.

Neues Dach ohne Verlängerung

Der Marktgemeinderat hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht und die WSB Architekten immer wieder um neue Berechnungen und Varianten gebeten. Klar war immer nur eines: Der Friedhof Hinchrichssegen braucht ein angemessenes Umfeld für einen würdigen Abschied. Nachdem im Juli 2021 die Entscheidung gegen einen etwa zwei Millionen Euro teuren Neubau fiel, ging es nun um Art und Umfang der Sanierung.

Werden kontaminierte Holzbauteile aufgearbeitet und wiederverwendet? Soll das Dach um ein weiteres Feld erweitert werden? Architekt Josef Schweinsteiger erläuterte dem Marktgemeinderat, dass bei einer Verlängerung des Dachfeldes der Baumbestand bedroht sei und Maßnahmen zum Wurzelschutz erforderlich wären. Zudem müsste dann auch der Weg vom Parkplatz zum Friedhof verlegt werden. Die dafür anfallenden zusätzlichen Kosten wurden nicht benannt.

Drei Kostenvoranschläge für das Dach standen im Raum: die Dachsanierung mit 404.000 Euro, der Neubau des Daches mit 452.000 Euro und die zusätzliche Dacherweiterung mit 109.000 Euro. Friedhofsreferent Richard Linke (OLB), Wolfgang Huber (Grüne) und Georg Ziegltrum (CSU/FW) sprachen sich für ein neues Dach mit den bisherigen Maßen aus. „Eine Erweiterung muss nicht sein, wenn dadurch der Baumbestand gefährdet wird. Zudem stehen die Trauergäste lieber neben dem Dach“, betonte Linke. Der Marktgemeinderat entschied sich einstimmig (18:0) für die Sanierung der Aussegnungshalle mit Dachneubau: Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,141 Millionen Euro.

Gedenkpavillon aus Holz und Stahl

Eine Frage war auch, ob angesichts der Energiekrise doch eine PV-Anlage aufs Dach sollte. Dafür lag bereits ein Gutachten vor, das der PV-Anlage Unrentabilität bescheinigte. Nicht nur wegen der Verschattung und des Reinigungsbedarfs durch den Baumbestand, sondern auch wegen des geringen Strom-Eigenbedarfs von Aussegnungshalle und Wärmepumpe. Die Entscheidung des Rates ging 18:0 gegen eine PV-Anlage aus.

Schließlich ging es noch um den Gedenkpavillon, der während der Bauarbeiten als Alternative für Bestattungen dienen und im Südosten des Friedhofs entstehen soll. Für den dreieckigen, offenen Bau schlugen die Architekten ursprünglich zwei Varianten vor.

Da sich der Gemeinderat zwischen Stahl-Holz-Bau (90.000 Euro) oder einem kompletten Holzbau (63.000 Euro) für die preiswerteste Variante entscheiden wollte, wurde eine „wetterfeste“ nachgereicht: ein Mischbau aus Holz und Stahl für 74.000 Euro. Dabei sollen die tragenden Säulen als filigrane Rundstützen aus Stahl gestaltet werden. Im hinteren Bereich sind Holzstützen vorgesehen. Der Pavillon soll eine doppelwandige Holzschalung mit Aussparungen für Kerzen erhalten. Auch die Zustimmung zur Mischvariante war 18:0.

Das Bauvorhaben soll in den kommenden beiden Jahren umgesetzt werden.

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