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Mit Strohhut und gelber Schürze

Imker Sepp Herrmann weckt bei Bruckmühler Umweltscouts Begeisterung für Bienen

Imker Sepp Herrmann (rechts) hat die Begeisterung für Bienen bei den Bruckmühler Umweltscouts mit allen Sinnen geweckt.
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Imker Sepp Herrmann (rechts) hat die Begeisterung für Bienen bei den Bruckmühler Umweltscouts mit allen Sinnen geweckt.

Imker Sepp Herrmann weiß, wie man Kinder und Jugendliche begeistern kann. Deshalb hat er jetzt 30 Bruckmühler Umweltscouts in die Geheimnisse von „Maja und Willi“ eingeweiht. Sie durften Propolis kosten und Honig direkt aus den Waben schlecken.

Bruckmühl – Dass Bienen gelb-schwarze Kleidung tragen, süßen Honig produzieren und überaus wichtig für das ökologische Gleichgewicht sind, lernen Kinder schon in der Grundschule. „Geht‘s Dir nicht gut, dann geh zu den Bienen und deine Welt ist wieder in Ordnung.“ – Kurz vor Schuljahresende hatte Sepp Herrmann, Imker und Betreuer des Höhenrainer Bienen-Lehrpfades, beim Besuch der 30 Umweltscouts des Bruckmühler Gymnasiums so einige Lebensweisheiten in Sachen Bienen parat, die über dieses Anfänger-Wissen weit hinausgingen.

Die Geheimnisse von Maja und Willi

Gemeinsam mit den Biologie-Lehrkräften Karen Stahl und Oliver Eberl hatten sich die „Scouts“ aufgemacht, um sich von einem Experten in die Geheimnisse der Welt von „Maja und Willi“ einführen zu lassen.

Imker Sepp Hermann – sein Markenzeichen sind der Blumenstrohhut und eine leuchtend gelbe Bienen-Schürze – führte sachkundig und humorvoll über den 2,3 Kilometer langen Parcours mit mehr als 50 informativen Einzelstationen. So erfuhren die Umweltscouts zum Beispiel am Insektenhotel mit unterschiedlichen Röhren den ausgeklügelten Brut- und Schlüpfzyklus der Bienenvölker sowie das Fortpflanzungsverhalten dieser wichtigen Insektenart.

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Dazu gab es eine Imkerweisheit: „Wer im Herbst schöne und viele Äpfel am Baum im Garten finden möchte, sollte unbedingt auf Honig- und Wildbienen vertrauen.“ Wind- und Handbestäubung seien nicht die intelligentesten Verfahren, denn: „Bienen können‘s einfach besser.“ Die Gymnasiasten aus dem Mangfalltal waren fasziniert davon, mit dem Finger direkt aus den Waben naschen zu dürfen und auch Propolis probieren zu können. Propolis, so klärte Hermann auf, sei keineswegs ein griechischer Tempel, sondern ein ökologisches Abdichtungsmaterial – wirksam gegen Bakterien und Pilze, das ein wenig wie Kaugummi schmeckt.

Eindrucksvoller Höhepunkt: Imker Hermann zeigte den Schülern hautnah Waben mit hunderten von summenden und herumlaufenden Bienen. Ob’s gefährlich war? Wie man’s nimmt, denn natürlich wurde jemand gestochen. Zuerst Imker Sepp Hermann selbst. Gelassen zeigte er den Umweltscouts die sterbende Biene und den hängengebliebenen Stachel in seinem Arm. Schmerzen und Schwellung gäbe es bei ihm schon lange nicht mehr, erklärte er, denn sein Körper sei es gewöhnt.

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Doch auch eine betroffene Bruckmühler Gymnasiastin blieb tapfer. Und die Schwellung blieb bei ihr sicher aus, weil andere Schüler sie nach fachkundiger Anweisung des Imkers mit zerriebenen Spitzwegerich-Blättern erfolgreich behandelten. Und so lernten die Umweltscouts wieder etwas in Sachen Natur-Apotheke. Zum Abschluss durften die Schüler im „Bienenkino“ einen einmaligen Film über Bienen genießen.

Was wir lieben, schützen wir

Bei der Wanderung zurück nach Bruckmühl über den Höhenrainer Kreuzweg zeigten die Schüler, dass sie wirklich naturbegeistert sind: Mit Becherlupen suchten, fanden und sammelten sie allerlei Tiere. Besondere Highlights waren ein Minigrasfrosch, eine Feuersalamander-Larve im Bach und eine Labyrinth-Spinne in ihrem trichterförmigen Netz. Selbstredend wurden nach sorgfältiger Begutachtung und Bestimmung alle Lebewesen wieder unversehrt freigelassen.

Ein Tipp der Bruckmühler Umweltscouts für einen Ausflug in den Sommerferien: Der Höhenrainer Bienenlehrpfad ist ein echtes Erlebnis und hilft, die Bienen besser zu verstehen. In den weisen Worten von Bienenfreund Josef Hermann: „Nur was wir kennen, lieben wir – und nur was wir lieben, schützen wir.“

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