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15-Jährige auf Bruckmühler Volksfest vergewaltigt? Diesem Mann wird jetzt der Prozess gemacht

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Von: Mathias Weinzierl

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Ein damals 21-jähriger Münchner soll sich im Sommer 2019 am Rande des Bruckmühler Volksfestes an einer damals 15-Jährigen vergangen haben. Am 13. Dezember muss sich der Mann dafür vor dem Schöffengericht Rosenheim verantworten.
Ein Mann soll sich im Sommer 2019 am Rande des Bruckmühler Volksfestes an einer damals 15-Jährigen vergangen haben. Am 13. Dezember muss sich der Mann dafür vor dem Schöffengericht Rosenheim verantworten. (Symbolfoto) © dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Ist am Rande des Bruckmühler Volksfestes 2019 eine 15-Jährige vergewaltigt worden? Diese Frage soll am 13. Dezember vor dem Schöffengericht Rosenheim beantwortet werden. Den mutmaßlichen Täter hat die Polizei über einen Zeugen ausgemacht.

Bruckmühl/Rosenheim – Ein damals 21 Jahre alter Münchner soll am 20. Juli 2019 am Rande des Bruckmühler Volksfestes eine damals 15-jährige Bruckmühlerin vergewaltigt haben. Am Dienstag, 13. Dezember, muss sich der heute 24-Jährige laut Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzungen vor dem Schöffengericht Rosenheim unter dem Vorsitz von Richterin Melanie Bartschat verantworten.

Im März 2021 war die junge Bruckmühlerin bei der Polizei vorstellig geworden und hatte damals zu Protokoll gegeben, am 20. Juli 2019 gegen 21 Uhr am Autoscooter auf dem Bruckmühler Volksfestgelände ein Gruppe jüngerer Personen kennengelernt zu haben. Gemeinsam mit der Gruppe sei sie anschließend ins Festzelt gegangen. Gegen 23 Uhr hatte die Jugendliche dann nach eigenen Angaben das Festzelt mit einem jungen Mann verlassen, der sich anschließend unweit des Festgeländes vergewaltigt haben soll.

Wichtiger Zeuge meldet sich bei den Ermittlern

Mithilfe eines wichtigen Zeugen, der sich nach eines Aufrufs der Polizei im Frühjahr 2022 gemeldet hatte, konnte die Polizei nach Angaben von Stefan Sonntag, Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, einen heute 24 Jahre alten Mann aus München als mutmaßlichen Täter ermitteln. „Der Aufwand, den wir damals betrieben haben, hat letztlich schnell zum Erfolg geführt“, sagte Sonntag auf Anfrage des Mangfall-Boten.

Was damals detailliert vorgefallen sein soll, dazu machte die Polizei keine weiteren Angaben. Auch die Frage, weshalb sich die junge Bruckmühlerin erst rund zwei Jahre nach der Tat an die Polizei wandte, bleibt bislang unbeantwortet.

Fragen, die sicherlich auch im Prozess am Dienstag, 13. Dezember, im Rosenheimer Amtsgericht eine Rolle spielen werden. Bislang ist nach Angaben von Gerichtssprecher Stefan Tillmann nur ein Prozesstag angesetzt, an dem sechs Zeugen gehört werden sollen. Rechtsanwalt Florian Zenger aus München, der den 24-Jährigen bei Prozess vertreten wird, wollte sich gegenüber dem Mangfall-Boten im Vorfeld nicht zum Verfahren äußern.

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