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emotionaler Facebookpost

Angriff auf First Responder Bruckmühl: "...zum Selbstschutz zurückziehen!"

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Bruckmühl - Sie werden geschlagen, bespuckt oder mit Böllern beworfen. Immer häufiger lassen Bürger ihren Frust an Polizisten und Rettungskräften aus. Auch in unserer Region sinkt die Hemmschwelle spürbar. 

Polizisten werden im Einsatz immer häufiger brutal angegriffen. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht, stieg die Zahl der Gewaltdelikte gegen "Vollstreckungsbeamte und gleichstehende Personen" innerhalb von vier Jahren um 22 Prozent. Laut Bundeskriminalamt waren im Jahr 2014 bundesweit 222 Rettungskräfte attackiert worden. In den darauffolgenden Jahren waren jeweils rund 280 ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter von Rettungsdiensten betroffen.

Ein Grund für die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamte und Mitarbeitern vom Rettungsdienst ist nach Ansicht des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, eine "zunehmende Respektlosigkeit gegenüber Menschen in Uniform und Mitarbeitern von Rettungsdiensten". Im Alltag erlebten seine Kollegen oft: "Ich frage nach dem Ausweis, und ich bekomme die Faust".

nachdenklicher Facebookpost von "First Responder Bruckmühl"

Auch die "First Responder Bruckmühl" mussten in der Halloweennacht traurige Erfahrungen machen. Neben den vielen anstrengenden Einsätzen wurden auch Sie mit Situationen, in denen sie beleidigt und bedroht wurden, konfrontriet. In einem ausführlichen und nachdenklichen Facebook-Post thematisieren die "First Responder" die Problematik und fordern Menschen auf respektvoller mit Helfern umzugehen. 

"Leider mussten auch wir in dieser Nacht die Erfahrung machen, dass Menschen nicht immer über unsere Anwesenheit dankbar sind. In einigen Situationen wurden die Rettungskräfte beleidigt und bedroht. In den frühen Morgenstunden musste sich unsere Einsatzkraft zum Selbstschutz sogar bis zum Eintreffen der Polizei zurückziehen. Allein der Besonnenheit und der Erfahrung des gesamten Rettungsteams (First Responder und Rettungsdienst) ist es zu verdanken, dass die Situationen in der Nacht nicht eskalierten."

Gewalt gegen Rettungsdienst häuft sich

In den vergangenen Jahren häufen sich derartige Meldungen von Gewalt gegenüber ehrenamtlichen Rettungskräften und Beamten. Es sei die Aufgabe der Gesellschaft, diese Männer und Frauen mit dem gleichen Respekt zu behandeln, wie auch wir behandelt werden wollen, schreiben die "First Responder Bruckmühl". "Denn wir können uns glücklich schätzen, ein derartiges Hilfesystem nutzen zu können, wenn wir es brauchen. Zu wissen dass man Hilfe bekommt wenn man Hilfe braucht ist von unschätzbarem Wert."

Man dürfe nie vergessen, wie viele Menschen ihre Freizeit für andere Personen opfern um diese in Notsituation helfen zu können.

Viele Facebook-User drücken ihr Unverständnis und ihre Bewunderung für die Arbeit der ehrenamtlichen Helfer unter dem Post in den Kommentaren aus. So schriebt eine Frau: "Jaaa vielen,vielen Dank an Alle von euch . Ihr leistet großartige Arbeit !!! Und für Menschen die euch beleidigen, behindern oder sogar bedrohen kann man sich nur entschuldigen . Ihr seid großartig, das weiß ich aus eigener Erfahrung."

Rettungskräfte und Beamte müssen konsequent geschützt werden

Seit Mai 2017 werden Angriffe auf Vollstreckungsbeamte und Rettungskräfte härter bestraft. Bayerns Justizminister Winfried Bausback (CSU) geht das aber nicht weit genug. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Dabei dürfen wir allerdings nicht stehen bleiben: Statt einer Mindeststrafe von drei Monaten halte ich eine solche von sechs Monaten für tätliche Angriffe für angemessen." Wer sich Tag und Nacht für die Sicherheit der Bürger einsetze, müsse konsequent gegen gewalttätige Übergriffe geschützt werden.

 

Quelle: mangfall24.de

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