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Projekt für 1,3 Millionen Euro

Lückenschluss an der Mangfall: Bald schwappt kein Wasser mehr in Bruckmühler Wohngebiete

Mit der Dammverstärkung zwischen Salus-Kraftwerk und der Ablass-Schleuse am Triftbach ab 2023 wird die letzte Lücke für einen umfassenden Schutz der Marktgemeinde vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschlossen.
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Mit der Dammverstärkung zwischen Salus-Kraftwerk und der Ablass-Schleuse am Triftbach ab 2023 wird die letzte Lücke für einen umfassenden Schutz der Marktgemeinde vor einem 100-jährlichen Hochwasser geschlossen.

Damit die Mangfall nicht mehr über Steinbeißstraße und Triftbachkanal in Bruckmühler Wohngebiet schwappen kann, wird jetzt die letzte Lücke im Hochwasserschutz geschlossen. Freistaat und Gemeinde investieren 1,3 Millionen Euro in das Projekt. Dann sollte Bruckmühl sicher sein.

Bruckmühl – Auf einer Länge von 340 Metern soll der Kanaldamm entlang der Otto-von-Steinbeiß-Straße zwischen dem Salus-Kraftwerk und der Ablass-Schleuse am Triftbach für eine 100-jährliches Hochwasser gerüstet werden. Die Pläne stellte Christoph Wiedermann vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim jetzt dem Marktgemeinderat vor.

Es ist der letzte Baustein am Nordufer der Mangfall vom Steinbeiß-Steg bis zur Brücke Bahnhofstraße. Bislang kann Hochwasser hier über die Steinbeißstraße und den Triftbachkanal noch in den Siedlungsraum gelangen. Der Kanaldamm soll inklusive eines Freibords von einem Meter so erhöht werden, dass er die errechnete Abflussmenge eines 100-jährlichen Hochwassers zurückhält. Zudem wird er mit einer Spundwand verstärkt. Das Ablaufbauwerk soll ertüchtig werden, erläuterte Wiedemann. Vor die alte Schleuse werde ein neues Bauwerk gesetzt, ehe das alte abgerissen werde. Die Arbeiten werden von Landschaftspflegemaßnahmen begleitet.

Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro. Der Anteil der Marktgemeinde Bruckmühl liegt bei 40 Prozent, also 520 000 Euro. 60 Prozent und damit 780 000 Euro übernimmt der Freistaat Bayern. Der Marktgemeinderat billigte die Planungen mit einem einstimmigen Beschluss (18:0). Die Mittel werden im Haushalt eingestellt. Der Mammutanteil wird 2024 fällig, etwa 30 000 Euro für Planungsleistungen bereits im kommenden Jahr.

Im Sommer rechnet das Wasserwirtschaftsamt mit der Genehmigung der Planungen. Diesen schließen sich die Ausführungsplanungen an. Wiedemann rechnet damit, dass die Bauleistungen noch in diesem Jahr ausgeschrieben und 2023 vergeben werden können.

Der Startschuss für die Hochwasserschutzmaßnahme soll im August 2023 erfolgen. Die Fertigstellung ist für 2024 geplant.

Insgesamt 14 Bauabschnitte für den Hochwasserschutz an der Mangfall mit einem Investitionsvolumen von mehr als 16 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren im Markt Bruckmühl realisiert. Dazu gehörten unter anderem Deichneubauten und -sanierungen, neue Pumpwerke, Gewässeraufweitungen, Altarmreaktivierungen, die Umwandlung von Abstürzen in naturnahe Sohlrampen und die Erneuerung des Steinbeißsteges.

Mit dem letzten Stück wird ab 2024 erreicht, dass im gesamten Gemeindegebiet von Bruckmühl ein Schutz vor einem HQ100 gewährleistet ist. „Der größtmögliche Schutz für unsere Gemeinde besteht, wenn der Polder in Feldolling fertiggestellt ist“, betonte Bürgermeister Richard Richter (CSU/FW).

Die Arbeiten am Hochwasserrückhaltebecken liegen nach den Worten von Christoph Wiedemann voll im Zeitplan. Ab 2024 soll es extreme Hochwasserereignisse im unteren Mangfalltal entschärfen. Das Hochwasserrückhaltebecken kann insgesamt 6,62 Millionen Kubikmeter Wasser fassen.

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