Gemeinderat in Bruckmühl in seiner Sitzung im März

Kitas: Zu wenige Plätze trotz mehr Geld

Bruckmühl - In ganz Deutschland sind mangelnde Kitaplätze ein Problem, auch Bruckmühl hat mit Wartelisten zu kämpfen. Nun hat die Gemeinde neue Defizitverträge geschlossen.

Mangelnde Kitaplätze sind deutschlandweit ein großes Problem. Auch in Bruckmühl gehören überfüllte Kindergärten zur Tagesordnung. Die getroffenen Vorkehrungen des Gemeinderates haben leider nicht das Problem beheben können.

Volle Kitaplätze trotz neuen Kindergärten

In Bruckmühl gibt es insgesamt acht Kindertagesstätten. Zwei von ihnen sind kirchliche Kindergärten. Jeweils drei werden von der Gemeinde und der Diakonie beziehungsweise von der Arbeitgeberwohlfahrt getragen. In den letzten Jahren wurden zwei neue Kindergärten gebaut, erst vor einem Jahr sind die Einrichtungen fertig geworden. Insgesamt investierte die Gemeinde sieben Millionen in die Bauprojekte. So wollte man das Problem der knappen Kitaplätze in der Mangfall-Gemeinde lösen.

Kurzzeitig ging dieser Plan auch auf. Im letzten Jahr waren von allen Kitaplätzen nur ganz wenige frei. Doch für das kommende Jahr sieht die Situation schon wieder anders aus: Alle Kitaplätze sind belegt,es wurden sogar einige Kinder auf die Warteliste gesetzt. „Das ist schwierig nachzuvollziehen und es wundert mich, dass sich an der Situation nichts geändert hat“, sagt der Kämmerer der Gemeinde Bruckmühl Heinz Marder.

Vor zehn Jahren seien die Geburtenzahlen doppelt so hoch gewesen. Trotzdem hätte die Gemeinde keine Probleme mit den Krippenplätzen gehabt. Damals habe die Gemeinde ebenfalls weniger Kindergartenplätze zur Verfügung gehabt.

Die Nachfrage sei plötzlich gestiegen. Heinz Marder macht die Medien dafür verantwortlich. Früher wären die Kleinsten noch vier Jahre in den Kindergarten gegangen, heute seien es bis zu sechs Jahre. „In den letzten Jahren haben die Medien die Einstellung der Eltern beeinflusst", so der Kämmerer. 

Defizitverträge zum Betrieb der KiTa 

Die Haushaltspläne, die für die Kindergärten aufgestellt worden sind, beinhalten ausnahmslos Defizitverträge. „Die Kindergärten kommen ohne Defizite nicht aus“, erklärt Kämmerer Heinz Marder.

Da die Kindergartenplätze nicht ausreichen, müsse die Gemeinde überlegen, wie man dem Problem in Zukunft Herr werden könne.

Suwa MT

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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