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Wie es mit der Ladestation weiter gehen soll

Schluss mit Schlaraffenland: Ab jetzt wird an Bruckmühler E-Ladesäule abkassiert

Hier hat sich‘s bald ausgetankt – zumindest kostenlos: Die E-Ladestelle am mittlerweile abgerissenen alten Rathaus in Bruckmühl.
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Hier hat sich‘s bald ausgetankt – zumindest kostenlos: Die E-Ladestelle am mittlerweile abgerissenen alten Rathaus in Bruckmühl.

Ein absoluter Insider-Tipp war bislang die E-Ladesäule am Bruckmühler Rathaus, denn hier konnte kostenlos getankt werden. Warum jetzt Schluss ist mit dem Strom-Schlaraffenland.

Bruckmühl – Um die E-Mobilität voranzubringen, schlug der Markt Bruckmühl 2018 ungewöhnliche Wege ein. Die neue Ladesäule am Rathausplatz 4 stand fürs kostenlose Stromtanken zur Verfügung. Kein Wunder, dass die Nachfrage von Jahr zu Jahr gestiegen ist. Zumal die Bruckmühler Ladesäule zuletzt die Einzige im Umkreis war, an der es die Tankfüller umsonst gab. Im Jahr 2021 wurde hier 4567 Mal Strom gezapft – insgesamt 35.400 Kilowattstunden.

Ausgaben um ein Vielfaches höher als Förderung

Inzwischen ist das alte Rathaus abgerissen. Nun wird auch der E-Ladesäule der Strom gekappt. Zumindest vorübergehend. Aufgrund von Inflation und Energiekrise muss Bruckmühl den Gürtel künftig richtig eng schnallen. Freiwillige Leistungen wie die zu erwartenden 66.000 Euro für die Bruckmühler Stromer sind da einfach nicht mehr drin. „Das steht auch in keinem Verhältnis zu den 4224 Euro, die wir als Förderung für die Errichtung und den Betrieb der Ladesäule erhalten haben“, erläuterte Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) in der jüngsten Marktgemeinderatssitzung.

Diskussionsbedarf bestand keiner. Auch eine Abstimmung war nicht nötig, denn das Thema war vorab bereits im Arbeitskreis „Energie“ und mit den Fraktionssprechern besprochen worden. Und überall herrschte Einigkeit, dass sich Bruckmühl kein Schlaraffenland mehr leisten kann.

Daraufhin hat die Marktgemeinde den Stadtwerken Wörgl als ihrem Servicepartner zum 31. Dezember gekündigt. Auch hier stieß die Entscheidung auf offene Ohren, da das Unternehmen die Sparte künftig abgibt.

Wie geht es weiter: Eine Ladesäule soll am Rathausplatz bleiben – allerdings gebührenpflichtig. Die Stadtwerke Bad Aibling haben sich bereiterklärt, den Standort weiter zu betreiben. Allerdings, so stellte sich heraus, könnte die alte Ladesäule nur mit großem Aufwand umgerüstet werden. Daher soll eine neue errichtet werden.

Ab Frühjahr gibt es wieder Strom

Der Markt Bruckmühl hat sich für diese Investition entschieden. Service und Abrechnung übernehmen die Aiblinger Stadtwerke kostenlos. Die Stromtarife würden denen der Ladesäulen in Bad Aibling entsprechen

„Wir müssen mit Wochen oder sogar Monaten rechnen, ehe wieder eine Betankung möglich sein wird“, bedauert Richter. Im Frühjahr 2023 wird damit gerechnet dass am Rathausplatz wieder Stromer tanken können.

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