Schülerreporter messen nach

Autsch..... Das war besonders laut!!

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Bruckmühl - Schüler und Lehrer an der Realschule Bruckmühl bekommen tagtäglich einiges auf die Ohren. Die Geräuschkulisse an einer Schule gleicht oft einem vorbeifahrenden Lastwagen. Unsere Schülerreporter haben nachgemessen.

Mit einem schrillen Schrei versenkt gerade Klein-Müller gegen Klein-Götze den Ball im Tor. Dieser quietscht empört zurück und schreit nach einer Revanche. Auch das herumstehende Publikum in der Nord- und Südkurve jubelt angesichts der dramatischen Spielentwicklung. Ein gewöhnliches Fußballspiel?? 

Nein, das ist eine ganz alltägliche Szene, die sich jeden Tag in der Realschule Bruckmühl abspielt – und zwar im Gang der Fünftklässler. Klein-Müller heißt eigentlich Peter, und Klein-Götze ist im wirklichen Leben Hansi. Die beiden sind nur zwei der vielen Schüler, die sich natürlich nach einer anstrengenden Mathe- oder Deutschstunde austoben wollen und das in einer für sie selbstverständlichen Lautstärke.

Krach für Mitmenschen unerträglich

Für die älteren Schüler, die an dieser Kulisse auf dem Weg in ihre Klassenzimmer vorbeigehen, ist dieser Geräuschpegel jedoch eine Belastung, die Ohren klingeln und pfeifen. Auch bei den Lehrkräften, die in diesem Bereich des Schulgebäudes Aufsicht haben, liegen die Nerven blank. Doch wie laut ist dieser subjektiv als Krach empfundene Geräuschpegel wirklich?? Das kann man mit Hilfe einer App mit dem eigenen Smartphone sehr einfach messen!

Wie funktioniert eigentlich die App „Schallmessung“?

Diese App zeigt dem Benutzer den höchsten, den niedrigsten und auch den durchschnittlichen Wert der aktuell vorhandenen Lautstärke in Dezibel, zeichnet ihn aber nicht auf! Ein synchron mitlaufender Graph zeigt den Pegel der letzten 30 Sekunden, um Schwankungen anschaulich zu machen. Die App Schallmessung benötigt mit knapp sieben Megabyte nicht viel Speicherplatz auf dem Smartphone und ist zudem kostenfrei. Um möglichst unverfälscht zu messen, sollte man in der Option Kalibrierung vor einer Messung den Ausgangspegel auf Null setzen. Auch lässt sich eine Liste öffnen, um bei bestimmten dB-Angaben Vergleiche mit alltäglichen Geräuschquellen zu erhalten. Markierungen des höchsten, des durchschnittlichen und des niedrigsten Werts werden ebenfalls eingeblendet. Im Google Playstore kann man als Smartphone-Besitzer die App einfach herunterladen.

So laut wie ein vorbeifahrender Lastwagen

In den letzten Wochen waren wir, die Schülerreporter, an unserer Schule unterwegs, um an verschiedenen Stellen und zu verschiedenen Zeiten Geräuschpegel mit der App zu messen. Dabei haben wir einige erstaunliche Fakten festgestellt: Während verschiedener Unterrichtsstunden bewegen sich die Lautstärkepegel zwischen 23 und 85 Dezibel (dB), wobei hier sowohl in Konzentrationsphasen als auch während der normaler Unterrichtsarbeit gemessen wurde, was etwa der Lautstärke einerseits einer tickenden Uhr, aber auch eines vorbeifahrenden Lastwagens oder eines Benzinrasenmähers entspricht. Dieser Spitzenwert konnte auch in den Pausen in der Aula nachgewiesen werden. Zum Vergleich: An der Staatsstraße zwischen Bruckmühl und Götting ergaben sich Pegel bis zu 92 dB. Auch in unserer Schülerbibliothek wurde gemessen. Hier wurden Werte zwischen 20 und 70 dB erzielt.

Kickern muss einfach laut sein!

Wie laut war denn nun Klein-Müllers Siegesschrei am Kickertisch wirklich? Die App zeigt bei dem gemessenen Pegel von fast 100 dB als Vergleich ein sehr lautes Motorrad oder einen Haarfön, den man sich direkt ans Ohr hält. Unzweifelhaft ist das sehr laut – aber wir gönnen es unseren jungen Mitschülern natürlich!

Das Projekt Schülerreporter

Was beschäftigt unsere Jugend? Um das herauszufinden, haben wir in Kooperation mit vier Schülern der achten und neunten Klasse der Staatlichen Realschule Bruckmühl und deren Lehrer das Projekt "Schülerreporter24" ins Leben gerufen. Die Schüler werden sich im Rahmen dieses Projektes mit Kamera und Block bewaffnet auf Recherche begeben und den verschiedensten Themen nachgehen, die sie vorher selber auswählen. Von Themenfindung über Recherche bis hin zur schriftlichen Umsetzung machen die Schüler mit der Betreuung ihres Deutschlehrers und einer Reporterin von mangfall24.de alles selber

Moritz Reitinger machte bereits den Anfang. Er ging der Frage nach, warum die Kirche in Au bei Bad Feilnbach schon so lange eingerüstet ist und fand dabei Spannendes heraus.

Quelle: mangfall24.de

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