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Betreuungsangebot in Bruckmühl wird erweitert

Unterm Noderwiechser „Lindenbaum“ haben bald 56 Kinder Platz

Einen großen Feier-Kreis bildeten die Kinder und Erwachsenen beim Einweihungsfest.
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Einen großen Feier-Kreis bildeten die Kinder und Erwachsenen beim Einweihungsfest.

Dem Markt Bruckmühl fehlt es an ausreichend Krippen- und Kindergartenplätzen für seine Familien. Jetzt gab es einen Grund zum Feiern, denn Annerose Ettenhuber hat in ihrem Bauernhofkindergarten „Lindenbaum“ nicht nur weitere Plätze geschaffen. Sie eröffnet im September auch einen Waldkindergarten.

Bruckmühl – Mit einem kunterbunten Fest, bei dem die Kinder im Mittelpunkt standen, wurde jetzt die Erweiterung des Bauernhofkindergartens „Lindenbaum“ gefeiert. Die 2004 gegründete private Einrichtung im Bruckmühler Ortsteil Noderwiechs, der erste Bauernhofkindergarten des Landkreises Rosenheim, hat seine Räumlichkeiten deutlich erweitert.

Bei den Feierlichkeiten nahm der „ökumenisch-geistliche Teil“ breiten Raum ein, in den die vielen Kinder vom evangelischen Pfarrer Andreas Strauß und dem katholischen Gemeindereferenten Markus Stein ausgiebig einbezogen wurden. „Wir sind heute zusammengekommen, um die neuen Räume zu segnen und unter Gottes Schutz zu stellen“ erklärte Stein. Pfarrer Strauß zitierte aus dem Psalm 23: „Der Herr ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen.“

Eselstouren und Märchenführungen

Die Kinder durften aus einer Gießkanne Gegenstände entnehmen, die einen Bezug zum Kindergartenalltag herstellten. Sie sangen einige Lieder, darunter „Aba heit is a Dog, der mi gfreit“ oder „Hast du heute schon Danke gesagt?“. Nach einem gemeinsamen „Vater unser“ erbaten die beiden Seelsorger in den neuen Räumen „Gottes Segen für alle, die hier ein- und ausgehen“. Anschließend stürzten sich die kleinen Festgäste ins große Kinderprogramm. Dabei durften die Kleinen Ausritte auf den Eseln „Suserl“ und „Peterl“ unternehmen, die von Besitzerin Marieluise Weitzbauer geführt wurden. Außerdem konnten sie auf einem Karussell ihre Runden drehen, sich schminken lassen, Tombola-Lose ziehen oder sich an einer vom Bayerischen Bauernverband geliehenen Kuh-Modell beim Melken versuchen.

Auf einer nahegelegenen Wiese unternahm Annette Wachinger mit den Kindern zudem einen Märchenspaziergang mit dem Motto „Auf den Spuren von Hans im Glück“. Freilich war die Feier auch mit ein paar „Erwachsenen-Ansprachen“ garniert. Mit dem Astrid-Lindgren-Zitat „Das habe ich noch nie vorher versucht. Also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe“ begann „ Lindenbaum“-Chefin Annerose Ettenhuber ihren Rückblick auf die Entwicklung der Tagesstätte und stellte fest: „Mit Mut und Unterstützung wurde das Projekt ,Bauernhofkindergarten‘ geschafft“ und bekannte: „Der Kindergarten ist mein Herzstück und mein Leben. Unsere Kinder sind unsere Zukunft.“ Ihrer Familie und ihrem Team sprach sie für die Unterstützung ihren herzlichen Dank aus.

Glückwünsche der Marktgemeinde an Annerose Ettenhuber (links) überbrachten Bürgermeister Richard Richter und Kindergarten-Referent Robert Plank (von links).

„Was Sie in den letzten Jahren geleistet haben, kann man nicht beschreiben“, befand Bürgermeister Richard Richter und sprach damitauch seinen anwesenden Amtskollegen Hans Schaberl (Feldkirchen-Westerham) und Georg Weigl (Tuntenhausen) aus dem Herzen. Der Bruckmühler Rathaus-Chef dankte Ettenhuber für die Erweiterung sowie für die Gründung des Waldkindergartens.

Insgesamt bietet sie nun 56 Kindern Platz. Durch den Erweiterungsbau können im integrativen Bauernhof-Kindergarten nun 31 Kinder statt vorher 21 betreut werden. Im Waldkindergarten, der mit dem Betreuungsjahr 2022/23 eröffnet wird, sind weitere 25 Plätze entstanden, die bereits ausgebucht sind.

„Es ist sensationell, was Du geleistet“, lautete das an die Kindergarten-Chefin gerichtete Lob des Kindergarten-Referenten Robert Plank. „Der Umbau ist geglückt, und wir sagen Danke, dass du das für unsere Kinder gemacht hast“, erklärte Caro Schuhböck, die Vorsitzende des Elternbeirats. Das Kiga-Gremium hatte als Einweihungs-Geschenk einen „Juli-Baum“ aufgestellt, „weil Annerose Ettenhuber keinen Mai-Baum wollte“.

Viel Lob für Mut der Investorin

Lob bekam die „Lindenbaum“-Inhaberin auch aus dem Mund von Andrea Kriechbaumer, die in ihrer früheren Tätigkeit im Landratsamt das Projekt behördlich begleitet hatte. „Hut ab! Ich wünsche dir alles Gute“, so ihre Aussage.

Zu den Gratulanten zählte auch Bruckmühls Altbürgermeister Franz Xaver Heinritzi, in dessen Amtszeit die Kindergarten-Gründung fiel. Er lobte den Bürgermeister und den Marktgemeinderat, „dass sie für den Umbau Kapital gegeben hat“ und schloss mit einem „selbstgemachten“, launigen Gratulationsgedicht.

Einen Märchenspaziergang unter dem Motto „Auf den Spuren von Hans im Glück“ unternahm Annette Wachinger (hinten) mit den Kindern.

Nach dem „offiziellen Teil“ wurden die Gäste – darunter natürlich auch „Lindenbaum“-Gründerin Annemarie Ettenhuber sowie Romy Huber von der Kita-Fachaufsicht des Landkreises Rosenheim, Rektorin Arabella Quiram und Landfrauenchor-Leiterin Heide Hauser – bei einem Sektempfang mit einem Büfett bewirtet. Für die Kinder gab es gesunde Trinkjoghurts.

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