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Filmemacher Simon Lahm im Interview zu seinem Überraschungshit

Bruckmühler feiert mit Zombiefilm „The Taxi Dead“ international Erfolge

Der aus Bruckmühl stammende Filmemacher Simon Lahm. Unerwarteterweise hat er mit seinem Zombie-Kurzfilm „The Taxi Dead“ in Übersee einiges an Erfolgen gefeiert.
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Der aus Bruckmühl stammende Filmemacher Simon Lahm. Unerwarteterweise hat er mit seinem Zombie-Kurzfilm „The Taxi Dead“ in Übersee einiges an Erfolgen gefeiert.

Ein Zombiefilm, der ironischerweise für eine ganze Weile totgeglaubt war. Im Gespräch mit mangfall24.de berichtet der Bruckmühler Filmemacher Simon Lahm, wie „The Taxi Dead“ nicht nur doch noch ein Comeback erlebte sondern in Übersee sogar ein Überraschungshit wurde.

Bruckmühl - „Unser Produzent Tim Luna hat seinen Sitz in Mexiko. Als wir den Film dann endlich fertiggestellt hatte fragte er, ob er ihn bei dem einen oder anderen lateinamerikanischen Filmfestival einreichen soll. Tja und dann hat das Ganze plötzlich eine enorme Eigendynamik bekommen. Es räumte eine Auszeichnung nach der anderen ab, die wiederum neue Anfragen, ob der Film gezeigt werden darf nach sich zogen. Ein chilenischer Fernsehsender hat ihn sogar eine Weile rauf und runter an den Wochenendenden gezeigt“, berichtet Simon Lahm gegenüber mangfall24.de . „Ich kriege ständige noch begeisterte E-Mails von Fans aus Argentinien, Chile, Kolumbien und so weiter.“

Der Filmemacher aus dem Landkreis Rosenheim feiert mit seinem Zombie-Kurzfilm „Taxi Dead“ derzeit einiges an Erfolgen. Die Website des Projekts listet derzeit 26 Preise von Filmfestivals, die meisten davon aus Mittel- und Südamerika. „Hauptfigur Paul will eigentlich nur zu seiner Freundin. Mit dem Taxi. Alleine. Das war der Plan, aber er hat nicht mit der Zombie-Apokalypse gerechnet. Wie auch, ausgerechnet im tiefsten Bayern. Es beginnt ein Kampf um Leben und Tod, Freundschaft und Liebe“ - So die Prämisse des Films. Dieser ist unterdessen selbst von den Toten zurückgekehrt, wie Simon Lahm berichtet.

Filmemacher aus Bruckmühl feiert mit Zombie-Kurzfilm international Erfolge - Mit acht Jahren Verspätung

Es sollte der dritte Teil einer Trilogie von Zombie-Kurzfilmen werden, vorangegangen waren „Justus - Cinema of the Dead“ (Plus-Artikel rosenheim24.de) und „Pipe Burst of the Dead“. (Die übrigen Teile gibt es hier auf dem Youtube-Kanal von Lahm zu sehen.) Die Dreharbeiten dafür fanden 2013 statt. „Dem gingen neun Monate Vorproduktion voraus. Dann wurde im Sommer vor acht Jahren gedreht. Das bot sich an, weil es der Film überwiegend nachts spielt und es da im Sommer einfach wärmer ist“, lacht Lahm, „Noch dazu passen die Lichtverhältnisse besser und so weiter.“ Gefilmt wurde mit einer damals brandneuen 4K-Kamera. „Drum schaut der Film auch noch heute gut aus.“ Selbstverständlich sei jeder Dreh immer ordentlich angemeldet und alle Formalitäten beachtet worden. „Nur einmal schaute dann die Polizei vorbei. Beim Dreh an einer Tankstelle hatten wir wirklich literweise Kunstblut in der Gegend verteilt. Das hat eine Streife gesehen und ist dem lieber mal nachgegangen.“

Hauptfigur Paul (rechts) will in „The Taxi Dead“ eigentlich nur zu seiner Freundin. Doch an der Seite eines Taxifahrers gerät er mitten in eine Zombieapokalypse im tiefsten Bayern. Der aus Bruckmühl stammende Filmemacher Simon Lahm hat mit seinem Zombie-Kurzfilm „The Taxi Dead“ in Übersee einiges an Erfolgen gefeiert.

Es sei eine tolle Zeit gewesen, die Dreharbeiten seien auch zum Abschluss gekommen. „Doch dann sprangen plötzlich zwei der Sponsoren ab. Von einem Tag auf den anderen hieß es: Ihr kriegt kein Geld mehr. Damit brach die gesamte Finanzierung zusammen“, erinnert sich Lahm. „Ich bin ihnen auch gar nicht böse, aber es war halt schade um die ganze Arbeit. Und, da der Film teils per Crowdfounding finanziert war, musste ich dann den Unterstützern beibringen, dass es damit vorbei war. Die Trauer war bei ihnen groß, aber das Verständnis überwog.“

Eigentlich dem Filmemachen schon wieder den Rücken gekehrt

Inzwischen habe er dem Filmemachen auch eigentlich den Rücken kehren müssen. Inzwischen sei er Prokurist bei einem regionalen Unternehmen für Arbeitskleidung. „Ich empfinde das nicht als Abstieg oder Rückschritt, im Gegenteil: Ich stecke da jetzt genauso viel Herzblut rein, wie damals ins Filmemachen“, erklärt ein vergnügt klingender Lahm. „Als Filmschaffender hatte ich ja schon gelernt, wie man Dinge an die Frau oder den Mann bringt, das führe ich jetzt halt auf andere Weise fort.“

Die Crew von „The Taxi Dead“. Der aus Bruckmühl stammende Filmemacher Simon Lahm hat mit seinem Zombie-Kurzfilm „The Taxi Dead“ in Übersee einiges an Erfolgen gefeiert.

Dann kam die Corona-Krise, er und seine Mitstreiter von einst fanden sich überwiegend im Home Office und mit fehlenden Freizeit-Beschäftigungen wieder. „Da haben wir uns gedacht: Machen wir doch den Zombiefilm fertig.“ Dann sei, wie gesagt, die Idee gekommen, den Film auf den lateinamerikanischen Filmfestival-Zirkel zu bringen, der Rest sei Geschichte. „Wir sind hier alle enorm stolz darauf, was am Ende noch dabei herauskam.“ Sämtliche Einnahmen würden nun zunächst dafür benutzt, die Unterstützer und Mitwirkenden auszubezahlen. „Wenn dann noch was übrig bleibt, wer weiß: Ich hätte da noch ein, zwei Drehbücher herumliegen ...“

hs

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