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800 Schulabgänger eingeladen

Berufsberatung in Corona-Zeiten: Erste Online-Messe für Schüler im Mangfalltal ein voller Erfolg

Groß war der Online-Andrang auch bei Johannes Rottmüller vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd – hier im Video-Chat mit einem Schüler.
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Groß war der Online-Andrang auch bei Johannes Rottmüller vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd – hier im Video-Chat mit einem Schüler.

An einer Online-Berufsmesse beteiligten sich jetzt die Mittelschulen Heufeld und Feldkirchen-Westerham sowie die Staatliche Realschule und das Gymnasium Bruckmühl. 69 Aussteller präsentierten an ihren Online-Messeständen und im Live-Chat ihre Ausbildungsberufe. Die Premiere war ein voller Erfolg.

Bruckmühl/Feldkirchen-Westerham – Die jährliche Azubi-Messe an der Justus-von Liebig-Schule in Heufeld hat sich im Laufe der Jahre zu einer der wichtigsten Berufsinformations-Börsen in der Region entwickelt. Corona-bedingt musste sie 2020 ausfallen. Um den Schülern im Mangfalltal dennoch berufliche Informationsmöglichkeiten zu ermöglichen, wurde eine „Online-Berufsmesse“ ins Leben gerufen. Diese hatte jetzt Premiere – und zwar mit großem Erfolg.

„Messestände“ bleiben online

Zum Online-Angebot gehört zum einen das ganzjährig erreichbare Info-Portal, auf dem sich die Arbeitgeber präsentieren sowie ihre Stellen- und Praktikumsanzeigen veröffentlichen können. Zum anderen gehört eine Online-Berufsorientierungsmesse dazu, die den künftigen Auszubildenden die Möglichkeit gibt, mit den Betrieben in persönlichen Kontakt zu treten.

Initiiert wurde diese Online-Messe-Aktion von Andrea Ranner, der Rektorin der Staatlichen Realschule Bruckmühl. Sie hatte sich von einer ähnlichen Aktion an der Realschule Wasserburg inspirieren lassen und holte dazu die Justus-von-Liebig-Mittelschule Heufeld, die Mittelschule Feldkirchen-Westerham und das Gymnasium Bruckmühl mit ins „Mangfalltal-Boot“.

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Knapp 800 künftige Schulabgänger aus den Abschlussklassen der vier Schulen waren zur „Messe-Teilnahme“ eingeladen – und nach einer Auswertung wurde sie von etwa der Hälfte der Schüler genutzt. An der Online-Veranstaltung beteiligten sich 69 digitale „Aussteller“ mit einer breit gestreuten Branchen-Palette.

Diese erstreckte sich von Dienstleistern wie Banken und Versicherungen über Behörden, Industrie- und Fertigungsunternehmen, mittelständische Handwerks- und Gastronomiebetriebe bis hin zu Kindergärten und Handelseinrichtungen. Die Live-Kommunikation mit den Betrieben erfolgt über ein Videokonferenzmodul oder telefonisch.

Individuelle Berufsberatung

Das Interesse der künftigen Absolventen galt der Ausbildung selbst, aber auch vorherigen Praktika, um in Beruf und Unternehmen reinschnuppern zu können. Paula Friedsam, Klasse Q 11 des Gymnasiums Bruckmühl, ist zufrieden: „Beim Besuch der digitalen Berufsmesse konnte ich mir einen guten Eindruck von verschiedenen Firmen in der Nähe und deren Ausbildungsmethoden machen. Insgesamt gab es ein breites Spektrum an Angeboten, sodass viele verschiedene Interessen abgedeckt werden konnten. Durch den direkten Kontakt per Videokonferenz hat man weitere Informationen erhalten, die auch bei der Suche der Berufslaufbahn unterstützend sind. So haben sich alle Zeit genommen, Fragen zu klären und mehr von ihren Berufen zu erzählen.“

Von Seiten der Aussteller gab es viele positive Reaktionen. So erklärte Annalena Wöhrle vom Salus-Haus: „Die Online-Messe ist in Corona-Zeiten eine gute Alternative.“ Auch Simon Gebhardt von Neenah-Gessner berichtete über einen guten „Chat-Besuch“ und betonte: „Das ist eine gute Veranstaltung, die könnte man auch machen, wenn es kein Corona mehr gibt.“ Einen großen Online-Andrang vermeldete auch Johannes Rottmüller vom Polizeipräsidium Oberbayern-Süd: „Wir sind begeistert von der Resonanz. Das ist eine tolle Geschichte, die von den Schulen gestaltet wurde. In dieser Zeit ist es für junge Leute nicht ganz einfach, sich berufliche Informationen zu beschaffen.“

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Annerose Ettenhuber vom Bauernhof-Kindergarten in Noderwiechs betonte: „Die Online-Messe ist eine gute Plattform in dieser Zeit, sie kann allerdings kein persönliches Gespräch ersetzen.“ Einige Firmenvertreter bedauerten allerdings, dass viele jugendliche Interessenten die Kamerafunktion nicht eingeschaltet hatten.

Positive Rückmeldungen kamen auch von den beteiligten Schulen. „Ich persönlich finde, dass das Angebot an Ausstellern für diese erste Veranstaltung schon recht umfangreich war. Ich hatte den Eindruck, dass das Angebot insgesamt gut angenommen wurde,“ stellte Studiendirektorin Annette Hieber vom Gymnasium Bruckmühl fest.

Rektor Jürgen Lang von der Mittelschule Feldkirchen-Westerham lobte unter anderem die sehr gute Anschaulichkeit sowie die benutzerfreundliche und ergonomische Gestaltung der Berufsmesse, die in den Arbeit-Wirtschaft-Technik-Lehrplan passe. Er regte allerdings an, die Online-Messe nicht am Abend durchzuführen, sondern zu Unterrichtszeiten oder zwischen 13 und 15 Uhr.

Azubi-Messe im Oktober geplant

Rektorin Arabella Quiram von der Justus-von-Liebig-Mittelschule freute sich über die erfolgreiche Messe-Premiere: „Sie ist eine Art Ersatz für die 2020 ausgefallene Azubi-Messe, sie soll aber nicht die Live-Messe ersetzen. Wir planen für den 22. Oktober trotzdem unsere diesjährige Azubi-Messe und hoffen, dass die Pandemie bis dahin so eingedämmt wurde, dass die Veranstaltung durchgeführt werden kann.“

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