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Kapazität reicht nicht aus

Zehn Tage Warten auf Corona-Test im Raum Bruckmühl - Wann gibt es eine Lösung?

Der Bedarf an zusätzlichen Corona-Teststationen in Bruckmühl ist groß. Das einstige Testzentrum im BRK-Gebäude (Foto) kann aktuell nicht reaktiviert werden, weil es dem BRK-Kreisverband an Personal fehlt.
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Der Bedarf an zusätzlichen Corona-Teststationen in Bruckmühl ist groß. Das einstige Testzentrum im BRK-Gebäude (Foto) kann aktuell nicht reaktiviert werden, weil es dem BRK-Kreisverband an Personal fehlt.

Die Sebastian-Apotheke in Bruckmühl ist momentan die einzige Teststation für 40.000 Menschen in Feldkirchen-Westerham, Bruckmühl und Heufeld. Deshalb warten die Menschen bis zu zehn Tage auf einen Termin.

Bruckmühl 3G am Arbeitsplatz und in öffentlichen Verkehrsmitteln, Zutritt zu Altenpflegeeinrichtungen und Krankenhäusern auch für Geimpfte nur mit aktuellem Antigen-Schnell- oder PCR-Test – die vierte Welle der Corona-Pandemie macht Testkapazitäten erforderlich, die in den vergangenen Monaten auch in Bruckmühl abgebaut wurden. Die Sebastian-Apotheke ist in der Marktgemeinde momentan der einzige Anlaufpunkt: „Wir decken das Einzugsgebiet von 40.000 Menschen in Feldkirchen-Westerham, Bruckmühl und Heufeld ab“, macht Inhaber Mathias Schmid die prekäre Situation deutlich. 17 zusätzliche Mitarbeiter hat er für die Corona-Testungen eingestellt und mit ihnen auch die Monate überbrückt, in denen weniger Tests gebraucht wurden.

Andere haben ihre Stationen geschlossen. Schmid nicht: „Es war abzusehen, dass es eine vierte Welle geben wird. Jetzt holt sie uns total ein.“ Die Sebastian-Apotheke ist aktuell die einzige Einrichtung in Bruckmühl, die an sieben Tagen pro Woche Tests anbietet: montags bis freitags von 8.45 bis 12.30 Uhr und 14 bis 18.30 Uhr, samstags von 8.45 bis 12.30 Uhr und sonntags von 12 bis 18.30 Uhr. „Allein in Bruckmühl sind es 250 Tests pro Tag“, so Schmid.

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Doch auch in Bad Aibling ist die Apotheke bis 11 Uhr der einzige Anlaufpunkt für Menschen, die dringend einen Test brauchen. „Insgesamt sind es etwa 350 Menschen, die täglich zum Testen kommen“, so Schmid. Doch allein kann die Apotheke den Bedarf nicht decken: „Ich stelle nachts die Termine ein, am Morgen sind sie schon vergeben, und das bis zu zehn Tage im Voraus.“

Weitere Teststationen werden dringend gebraucht. „Wir wissen um die Situation in Bruckmühl, können unsere Teststation im BRK-Gebäude aber im Moment nicht hochfahren, weil uns dafür einfach das Personal fehlt“, bedauert Heike Widauer vom Organisationsteam für Corona-Testungen des BRK-Kreisverbandes Rosenheim: „Wir wären für Unterstützung dankbar.“ Gebraucht werden neben den Helfern für die Dokumentation vor allem Tester. „Dafür können sich Menschen mit einer medizinischen Grundausbildung bewerben. In einer Extraschulung werden sie auf die Arbeit in den Teststationen vorbereitet und erhalten dafür die ärztliche Delegation“, erklärt Widauer.

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Doch könnten vorübergehend auch die First Responder aushelfen? „Nein, das geht leider nicht“, erklärt Reinhard Geigerseder, Vorsitzender des FR-Fördervereins. „Unsere Ersthelfer sind arbeitstätig. Wir können eine Teststation logistisch einfach nicht stemmen.“

Auch die Marktgemeinde Bruckmühl bemüht sich um eine Lösung. Dazu finden heute Gespräche mit einem privaten Anbieter statt. Sobald bekannt ist, wann und wo weitere Teststationen eröffnet werden können, wird darüber informiert. Bis dahin ist die Sebastian-Apotheke weiterhin der einzige Ansprechpartner für Tests in Bruckmühl. Ausweichmöglichkeiten bestehen in Bad Aibling – mit den Teststationen des BRK am Bahnhof und der DLRG am Therme-Parkplatz.

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