20 Jahre Galerie: "Ein Juwel im Mangfalltal"

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Zahlreiche Gäste waren beim großen Festakt der Galerie Bruckmühl mit dabei.

Bruckmühl - Seit 20 Jahren ist die "Galerie" Drehangelpunkt für Kunst und Kultur, und ein "Juwel im Mangfalltal". Jetzt wurde das Jubiläum mit einem besonderen Festakt gefeiert.

Mit einem glanzvollen Festakt feierte die „Galerie Markt Bruckmühl“ mit rund 150 Gästen in der Aula der Realschule ihr 20-jähriges Bestehen.  

„Bruckmühl ist nicht nur als Wirtschaftsstandort bekannt, sondern auch als lebendiger Ort für Kunst und Kultur und dies insbesondere durch die Galerie“ konstatierte der Landtagsabgeordnete Otto Lederer in seinem Grußwort. Mit einem Zitat des amerikanischen Schriftstellers Paul Auster über den wahren Sinn der Kunst wies er auf die bisherigen 110 Ausstellungen hin, bei denen sich viele Besucher mit den Kunstwerken auseinandergesetzt hätten. „Dies ist in der heutigen schnelllebigen Zeit wichtig und die Galerie Bruckmühl ist dafür eine zentrale Anlaufstelle im Landkreis“ betonte er. „Sie ist ein Juwel im Mangfalltal und darauf können alle stolz sein“ ergänzte er, verbunden mit dem Dank an das Galerieteam um Cornelia Ahrens und an den Förderverein und ihrer Vorsitzenden Ute Bößwetter.

Der scheidende Landkreis-Kulturreferent Klaus J. Schönmetzler erinnerte an die Vorbereitung der ersten Ausstellung, bei der er sich zusammen mit zwei Bauhofmitarbeitern als „Männer der ersten Stunde“ im permanenten Kampf zwischen Augenmaß und Wasserwaage befunden habe. Ferner lobte er den seinerzeitigen „Deal“ von Rupert Dorrer mit der Marktgemeinde (Überlassung der Kunstsammlung und des Elternhauses). „Das damals erarbeitete Ausstellungskonzept trägt mit einigen Modifizierungen noch heute“ stellte er fest.

Die Kunst hat den Menschen etwas zu sagen und dazu gehören Galerien, um die Kunstwerke zu zeigen“ bekräftigte Bürgermeister Franz Heinritzi. Er erwähnte die allgemeine Entwicklung in den letzten 20 Jahren, die zunächst von der deutschen Wende gekennzeichnet gewesen sei und erst in jüngster Zeit von der Energiewende. Der scheidende Rathaus-Chef ging auf die Anfänge der Galerie ein, die von ihrer ersten Leiterin Christine Schönmetzler und seinen Amtsvorgängern Karl Puff und Eduard Bergmüller geprägt worden seien. Dazu habe Salus-Inhaber Otto Greither den Ausbau des Dachgeschosses ermöglicht. „Viele Bruckmühler hatten in der Galerie ihre ersten Begegnungen mit der Kunst“ merkte er an und stellte die hohe Reputation heraus, die sich die Galerie weit über Bruckmühl hinaus erworben habe.

Abschließend ehrte er Charlotte Dietrich, Ute Bößwetter, Sieglinde Mager und Karin Walz mit Blumen für ihr Engagement. „20 Jahre im Laufe der Erdgeschichte sind nichts, aber 20 Jahre des Bestehens einer Galerie in einer bayerischen Marktgemeinde ist eine sehr lange Zeit“ hob die Fördervereinsvorsitzende und frühere Galerieleiterin Ute Bößwetter hervor. Sie wies auf den Charme des Dorrer-Hauses hin, in dem die Objekte in kleinen Wohnräumen aus der Zeit vor den Weltkriegen hängen und diese geschichtliche Patina sich auf die Kunstwerke übertrage. Am Ende ihrer Rede ernannte sie Franz Heinritzi im Namen der Vorstandschaft zum „Fördervereins-Ehrenmitglied auf Lebenszeit“. „Es ist ein starkes Stück für eine Marktgemeinde, vor 20 Jahren eine solche Galerie auf die Beine zu stellen“ würdigte Landkreis-Kulturreferent Christoph Maier-Gehring und honorierte das damit verbundene „starke kommunale, private und ehrenamtliche Engagement“. Er wünschte der Galerie noch viele Jubiläen und versprach, das Bruckmühler Kulturleben weiterhin zu verfolgen und zu unterstützen. Den Schlusspunkt unter dem Festakt setzte Galerieleiterin Cornelia Ahrens mit dem Hinweis, dass „Kunst häufig als brotlos gelte, die heutige Feier jedoch nicht brotlos enden solle“.

Bekannte Gesichter

Zu den Gästen zählten neben Künstlern aus der Region und Galerieanhängern u. a. Otto Lederer (MdL), die Bürgermeister Franz Heinritzi (Bruckmühl), Felix Schwaller (Bad Aibling) und Bernhard Schweiger (Feldkirchen-Westerham), Heinritzi-Nachfolger Richard Richter, 3. Bürgermeisterin Hermine Obermeyer, Altbürgermeister Eduard Bergmüller, die frühere Bundesministerin Renate Schmidt mit Künstler-Ehemann Hasso von Henniges, Schulrätin Veronika Käferle, die Kulturreferenten Klaus J. Schönmetzler und Christoph Maier-Gehring (Landkreis Rosenheim)und Robert Berberich (Stadt Rosenheim), Pfarrer Harald Höschler, Salus-Chef Otto Greither und mehrere Marktgemeinderäte.

Musikalisch ansprechend umrahmt wurde der gelungene „Galerie-Geburtstag“ vom Blechbläser-Quintett „Esprit“ und vom Quartett „Swing it up“ mit Sängerin Julia Schröter.

20 Jahre Galerie Bruckmühl

bjn

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