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Marktgemeinderat Bruckmühl stimmt zu

Hornau darf AdBlue produzieren: Hackschnitzel-Kraftwerk ist so besser ausgelastet

Die Grünfuttertrocknungsanlage in Hornau darf um die AdBlue-Produktion erweitert werden. Dem stimmte der Marktgemeinderat jetzt zu. Die Zuwegung soll über eine Abbiegespur von der Kreisstraße erfolgen.
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Die Grünfuttertrocknungsanlage in Hornau darf um die AdBlue-Produktion erweitert werden. Dem stimmte der Marktgemeinderat jetzt zu. Die Zuwegung soll über eine Abbiegespur von der Kreisstraße erfolgen.

In Hornau darf nun doch AdBlue hergestellt werden. Zuletzt hatte der Marktgemeinderat Bruckmühl noch Bedenken und stellte das Thema zurück. Die sind jetzt nun offenbar ausgeräumt. Mit 16:8 Stimmen machten die Räte nun den Weg frei.

Bruckmühl – Erforderlich war eine Änderung des Bebauungsplanes für das Gebiet „Grüntrocknungsanlage Hornau“. Im Mai war den Antrag der Firma Dettendorfer Rohstoff GmbH vertagt worden, da die Räte vor einer Entscheidung offene Fragen geklärt haben wollten. Im Juli informierten sich die Fraktionschefs direkt im Unternehmen über das Vorhaben. Zudem beantwortete die Firma einen Fragenkatalog des Gremiums.

Fraktionschefs waren vor Ort

Über die Antworten wurde in der Sitzung nicht informiert, da sie nach Informationen der Verwaltung interne Betriebsdaten enthielten, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt seien.

Im vorhabenbezogen Bebauungsplan ist das Gebiet als Sondergebiet „Umwelt, Energie und Landwirtschaft“ ausgewiesen. Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) ging noch einmal auf die Historie der Grünfutteranlage ein und schilderte die langjährigen Bemühungen, die im Hackschnitzelheizkraftwerk erzeugte Wärme sinnvoll zu verwerten. Im Sommer verpuffen in Hornau etwa 40 Prozent, im Winter sogar 80 Prozent. Mit der AdBlue-Herstellung könnten etwa 20 Prozent mehr Abwärme sinnvoll genutzt werden.

Kommt der Ausbau der Anlage nun scheibchenweise?

„Unsere Bedenken waren, dass es stinkt, lärmt und das Kanalnetz überlastet wird“, ging Hubert Maier (CSU/PW) auf die wesentlichen Fragen des Rates ein. Aus den Unterlagen sei aber zu entnehmen, dass es sich um ein geschlossene Anlage handle. Wenn es für die Anwohner keine Mehrbelastung gebe, sollte man es dem Unternehmen ermöglichen, die Anlage wirtschaftlicher zu betreiben.

Stefan Mager (Grüne) konnte kein stimmiges Konzept erkennen: „Mit der AdBlue-Herstellung werden im Sommer 80 Prozent und im Winter 60 Prozent der Wärme genutzt.“ Er vermutet eine Salami-Taktik, die in den folgenden Jahren weitere Anträge zum Ausbau des Standortes zur Folge haben könnte.

Michael Stahuber (CSU/PW) betonte, dass der Marktgemeinderat keine leichtfertige Entscheidung treffe, das Unternehmen sehr ausführlich geantwortet habe und alle Bedenken ausgeräumt worden seien: „Wichtig war uns, dass die Anwohner nicht stärker belastet werden, und dass die Wasser- und Abwasser-Versorung nicht betroffen ist.“

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Robert Planck (CSU/PW) mahnte eine geregelte Zuwegung auf dem Gelände der Grünfuttertrocknungsanlage an. „Es darf nicht zu Rückstaus auf die Kreisstraße kommen.“

Wolfgang Huber (Grüne) forderte eine verkehrsrechtliche Prüfung durch das Landratsamt, ob eine Geschwindigkeitsreduzierung von 100 auf 80 Kilometer pro Stunde und eine Querung für den Radweg möglich sind, denn: „Das Verkehrsaufkommen wird sich von derzeit 6800 um weitere 10.000 Fahrzeuge erhöhen. Die Zahl der Lkw steigt um ein Drittel.“

Weichen für Ausbau sind gestellt

Der Marktgemeinderat stimmte mit 16:8 Stimmen für den Antrag der Firma Dettendorfer auf Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes mit dem Ziel der AdBlue-Produktion.

Damit kann das Verfahren eingeleitet werden. Der Investor muss alle erforderlichen Gutachten, einen Umweltbericht, die Betriebsbeschreibung mit einer Bestätigung der Leistungsfähigkeit sowie den Vorhaben- und Erschließungsplan vorlegen. Die Unterlagen werden dann dem Marktgemeinderat von Bruckmühl vorgelegt, damit er alle weiteren Verfahrensschritte billigen kann.

Mit 23:1 Stimmen wurde der Zusatz beschlossen, beim Landratsamt eine Geschwindigkeitsreduzierung und die Errichtung einer Abbiegespur zu beantragen.

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