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Klärung eines möglichen Interessenkonflikts

Kommen sich Modellflieger und Waldkindergarten in Noderwiechs gefährlich nahe?

Ein Modellflugzeug.
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Ein Modellflugzeug.

Gibt es in Noderwiechs einen Interessenkonflikt zwischen dem geplanten Waldkindergarten und der Interessengemeinschaft „Himmelsstürmer“? Zumindest ließ das Foto, das in den OVB-Heimatzeitungen abgebildet war, das vermuten. Es hat Verwirrung gestiftet – vor allem bei den Modellfliegern. Wir klären auf.

Bruckmühl – „Befindet sich der neue Waldkindergarten etwa in unmittelbarer Nachbarschaft unseres Luftsektors?“, fragte Samson Zimmermann vom Verein an. Die „Himmelsstürmer“ haben eine Aufstiegsgenehmigung vom Luftfahrtbundesamt. „Dafür waren viele Gutachten erforderlich“, erklärt Zimmermann.

Nun fürchtet er um den Fortbestand des Flugbetriebes für seinen Verein, der bis zu 25 Kilogramm schwere Modelle mit einer Geschwindigkeit von 150 Kilometern pro Stunde in die Luft bringen darf. „Wenn uns da mal ein Flugobjekt außer Kontrolle gerät, wird es gefährlich“, so der Modellbauer.

Bedenken sind ausgeräumt

Am Mittwoch (19. Januar) schauten sich Bürgermeister Richard Richter, Bauamtsleiter Konrad Kremser und Markus Schwinghammer vom Bauamt die Pläne für den geplanten Waldkindergarten deshalb noch einmal genauer an. „Baurechtlich ist alles in Ordnung, das gemeindliche Einvernehmen ist erteilt“, so Schwinghammer. Am Donnerstag (20. Januar) geht der Bauantrag weiter zum Landratsamt. „Wir haben den Hinweis gegeben, dass das Luftamt Südbayern für eine fachgerechte Beurteilung in die Anhörung der Träger öffentlicher Belange eingebunden werden sollte“, informiert Schwinghammer.

Ein Blick aus der Vogelperspektive und ein klärendes Gespräch zwischen Himmelsstürmern und Kindergarten konnten die Bedenken der Modellbauer indes bereits ausräumen. Denn ihr genehmigter Luftsektor geht im Norden nur bis zum Moosbach.  Davon ist der geplante Waldkindergarten hunderte Meter weit entfernt. „Wenn die Hütte im Wald steht, sind die Kinder geschützt“, ist Zimmermann beruhigt.

In Noderwiechs kommt sich keiner in die Quere, wie das Luftbild zeigt. Der Kindergarten ist weit entfernt vom Modellflugplatz.

Annerose Ettenhuber, die Leiterin des Bauernhofkindergartens „Lindenbaum“ in Noderwiechs, ist auch die Bauwerberin für den Waldkindergarten. „Wir nutzen nur Flächen, die sich im Eigentum unserer Familie befinden, und diese sind außerhalb des Flugsektors“, betont sie. Zudem befinden sich sowohl der geplante kleine Parkplatz als auch die Waldhütte weit entfernt vom Modellflugplatz, was ein Luftbild gut verdeutlichen kann. Sicherheitsbedenken muss also keiner haben – weder Eltern noch Modellbauer.

Das Areal des Kindergartens liegt mitten im Wald der Familie Ettenhuber. Hier entsteht eine Blockhütte, die mit einem Holzofen zum Aufwärmen und ansonsten vorrangig als Materiallager dienen soll. Rundherum gibt es viele reizvolle Plätze wie eine sonnige Lichtung, eine Waldwiese, das Mooswäldchen oder den Bach fürs Spielen und Lernen in der Natur.

„Wir haben unsere Pläne mit allen Behörden abgestimmt“, betont Ettenhuber. „Bevor wir den Bauantrag gestellt haben, fanden Ortsbegehungen mit dem Bürgermeister, der Naturschutzbehörde, dem Forstamt und Jugendamt statt.“ Alle begrüßen das Projekt: Einerseits, weil es in der Marktgemeinde noch keinen Kindergarten mitten in der Natur gibt. Andererseits, weil die entstehenden 25 Plätze dringend gebraucht werden – und das schon ab September.

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