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Ab Mai verkehrsberuhigter Geschäftsbereich

Neue Vorfahrtsregeln im Bruckmühler Zentrum: Achtung, jetzt gilt rechts vor links!

Wer hat jetzt gleich nochmal Vorfahrt? Wenn sich an der Einmündung von Bahnhofstraße und Sonnenwiechser Straße Fahrzeugführer aus drei Richtungen treffen, könnte es künftig ein paar Fragezeichen mehr geben.
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Wer hat jetzt gleich nochmal Vorfahrt? Wenn sich an der Einmündung von Bahnhofstraße und Sonnenwiechser Straße Fahrzeugführer aus drei Richtungen treffen, könnte es künftig ein paar Fragezeichen mehr geben.

Die Bruckmühler müssen ab Mai noch vorsichtiger durch den Ortskern fahren. Er wird in einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich umgewandelt. Das hat vor allem auf die Vorfahrtsregeln Auswirkungen.

Bruckmühl – Alles neu macht der Mai. Das werden die Bruckmühler diesmal auch in ihrem Ortszentrum sehen, hoffentlich aber nicht spüren, denn: Auf Beschluss des Marktgemeinderates wird im Mai ein verkehrsberuhigter Geschäftsbereich geschaffen und dann gilt „rechts vor links“.

Der Geltungsbereich reicht von der Georg-Dorrer-Straße im Osten über die Sonnenwiechser Straße bis zur Einmündung in die Kirchdorfer Straße. Er wird im Süden von der Bahn begrenzt und erstreckt sich von Bahnhofstraße über Wimmerweg und Am Eichpold wiederum bis zur Dorrer-Straße.

Vorfahrtsregel wird die größte Hürde

Im Norden reicht er über die Rathausstraße bis zur Albert-Schweitzer-Straße beziehungsweise am nördlichen Ast der Sonnenwiechser Straße über Pfarrweg und Krankenhausweg bis zum Volksmusikarchiv (Zemuli).

Was bedeutet das konkret? Es gilt überall Tempo 30, doch viel schneller konnte man im engen Ortszentrum auch bisher nicht fahren. Die größte Hürde wird es sein, sich an die neue Vorfahrtsregel zu gewöhnen, wenn ab Mai „rechts vor links“ gilt. Besonders schwierig dürfte das in beiden Fahrtrichtungen vor allem an der Sonnenwiechser Straße sein, die bisher die Vorfahrtsstraße war. Künftig aber wird man hier alle paar Meter abbremsen müssen, um den Verkehr aus den Einmündungsstraßen zu überschauen, ehe man wieder Gas geben kann.

Und noch eines könnte gewöhnungsbedürftig werden: Von der Sonnenwiechser Straße soll man künftig nicht mehr in die Straße Am Eichpold abbiegen können. Angedacht ist, dass hier künftig „Einfahrt verboten“ ist, denn der Eichpold soll zur Einbahnstraße umgewandelt werden. Anwohner würden ihre Grundstücke dann also nur noch über die Georg-Dorrer-Straße erreichen.

Einfahrt verboten? Ob man künftig noch nach rechts in die Straße „Am Eichpold“ abbiegen kann, ist fraglich.

Parken ist nur auf gekennzeichneten Flächen erlaubt. Gegenwärtig arbeitet die Verwaltung an einem einfachen Parkleitsystem, das den Weg zu öffentlichen, gemeindlichen und kostenlosen Parkplätzen am Bahnhof, am Volksfestplatz und an der Kirchdorfer Straße weisen soll. Von überall ist das Zentrum fußläufig in zwei Minuten zu erreichen.

Wie Bürgermeister Richard Richter (CSU/PW) informierte, habe die Verwaltung mit allen Gewerbetreibenden gesprochen. Ihrerseits gebe es keine Einwände. Die Bewohner von Mühlbachweg und Am Eichpold sollen noch persönlich informiert werden.

Er räumte ein, dass die neue Vorfahrtsregel anfangs eine „Crux“ sei. Doch die Konzentration von Kindereinrichtungen und Schulen im Ortskern rechtfertige diese Maßnahme. „Mir erschließt sich die Sinnhaftigkeit nicht, denn ich sehe keinen Sicherheitsgewinn“, kritisierte Robert Niedermeier (SPD/PU) die Pläne: „Der Verkehr läuft ruhig. Jetzt konstruieren wir einen Schilderwald und ändern die Vorfahrtsregeln. Das ist problematisch.“

Gleich von Tempo 30 auf 20 reduzieren?

Stefan Mager (Grüne) begrüßte das Vorhaben: „Es ist eine tolle Idee. Ich hoffe, wir setzen sie um.“ Wolfgang Huber (Grüne) wollte von Tempo 30 gleich auf Tempo 20 reduzieren. Nach Informationen von Michael Koller, Sachbearbeiter Straßenverkehrsrecht, sei das bei einer Begehung mit der Polizei thematisiert, aber nicht als sinnvoll angesehen worden. Auf das Erfordernis einer Einbahnstraße Am Eichpold angesprochen, erklärte Koller, dass damit eine größere Schulwegsicherheit erreicht werden solle. Zudem sei die Straße nur 4,50 Meter breit, für den Begegnungsverkehr also eigentlich zu eng.

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