Vagener Au blieb von Regenfällen verschont

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Bei der Ortsbesichtigung (von links): Bruckmühls Bauamtsleiter Konrad Kremser, Projektleiter Wolfgang Hunger, Anlieger Ernst Seiler, Bürgermeister Franz Heinritzi und Wasserwirtschaftsamts-Leiter Paul Geisenhofer.

Bruckmühl - "Ohne die am Hainerbach eingebaute Verspundung wäre es bei den jüngsten Regenfällen brenzlig geworden für die Bewohner der Vagener Au", erklärte Bürgermeister Franz Heinritzi.

Dies hielt er bei einer Ortsbesichtigung zusammen mit Bauamtsleiter Konrad Kremser sowie Paul Geisenhofer und Projektleiter Wolfgang Hunger vom Wasserwirtschaftsamt Rosenheim fest.

Amtsleiter Geisenhofer wies darauf hin, dass die im April 2011 fertiggestellte Baumaßnahme (wir berichteten) grundsätzlich zur Verhinderung eines Wasserrückstaus aus der Mangfall in den Hainerbach erfolgte. "Gleichzeitig dient die Verstärkung und Befestigung des Ufers auch dem Hochwasserschutz aus dem Hainerbach", betonte er. Die Uferbefestigung sei auf eine Wassermenge (Einzugsgebiet 300 Hektar) von 8,5 Kubikmeter pro Sekunde ausgelegt, was einem Jahrhundert-Hochwasser gleichkomme. Aufgrund der an den Spundwänden erkennbaren Wasserränder schätze er den bei den jüngsten schweren Niederschlägen erreichten Spitzenabfluss auf 14 Kubikmeter pro Sekunde, was einem Zweijahrhundert-Hochwasser entspreche. Nach seiner Einschätzung wären ohne Spundwände etwa 70 Häuser von den Niederschlägen am vergangenen Sonntag betroffen gewesen. "Wir schätzen den Schaden eines im Erdgeschoss überschwemmten Hauses auf rund 50.000 Euro, das hätte einen Gesamtschaden in Höhe von rund 3,5 Millionen ergeben", erläuterte Geisenhofer. "Die 750.000 Euro teure Baumaßnahme hat sich somit mehr als ausgezahlt", resümierte er.

Da man derart intensive lokale Niederschläge nicht voraussagen könne, sollten beim Bau von Häusern Vorsorge getroffen werden beispielsweise durch höher gelegte Sockel und wasserdichte Keller.

Bei bestehenden Bauten könne man unter anderem die Lichtschächte nachrüsten und dadurch das Eindringen von Wasser in die Keller verhindern. Bürgermeister Heinritzi zeigte sich bei der Besichtigung abschließend erfreut über die Hilfsbereitschaft der Anwohner der Vagener Au, die bei den jüngsten massiven Niederschlägen spontan zusammengeholfen hätten.

bjn/Mangfall-Bote

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