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Kilometer fürs Stadtradeln gemacht und Neues „erfahren“

Wie Bruckmühler das Geheimnis tierischer Ohrläppchen lüften

Im Trophenhaus von Weihenlinden erläutert Geschäftsführer Sebastian Pritzl (Zweiter von links) den Besuchern – unter ihnen Bezirksrat Sebastian Friesinger (Vierter von links) und Bürgermeister Richard Richter (Fünfter von links) – die exotischen Gewächse, die mit der Wärme aus der Biogasanlage reifen.
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Im Trophenhaus von Weihenlinden erläutert Geschäftsführer Sebastian Pritzl (Zweiter von links) den Besuchern – unter ihnen Bezirksrat Sebastian Friesinger (Vierter von links) und Bürgermeister Richard Richter (Fünfter von links) – die exotischen Gewächse, die mit der Wärme aus der Biogasanlage reifen.

Mit cleveren Ideen verteidigen die Bruckmühler ihren Titel beim Stadtradeln. Auf Touren mit Bürgermeister Richard Richter „erfahren“ sie dabei auch viel Neues. So kamen sie jetzt hinter das Geheimnis exotischer Früchte am Fuße der Alpen und den Ohrläppchen-Trick der Hühner.

Bruckmühl – Rauf aufs Radl, Natur und Gemeinschaft genießen, die Marktgemeinde erkunden und ganz nebenbei Kilometer für den Kampf um den Titel sammeln – das ist das Credo der Bruckmühler beim Stadtradeln. Im Fokus der zweiten geführten Fahrrad-Informationstour von Bürgermeister Richard Richter standen die Direktvermarkter im Gemeindebereich. Den Auftakt bildete der Besuch im Tropenhaus in Weihenlinden, das von Familie Pritzl betrieben wird.

Ein Tropenhaus am Fuße der Alpen

Zuerst allerdings gab Sebastian Friesinger, Bezirksrat und Vorsitzender der Regionalvermarktung Rosenheim, einen Überblick über die 2003 gegründete Vereinigung und wies auf die 2015 gestartete App hin, die über die in unmittelbarer Nähe gelegenen Direktvermarkter informiert. Besonderes Lob zollte er der Marktgemeinde Bruckmühl: „Sie hat die Regionalität immer unterstützt.“ Tropenhaus-Co-Geschäftsführer Sebastian Pritzl führte durch die Anlage, die von der familieneigenen Biogasanlage mit Wärme versorgt wird.

In den drei Gewächshäusern gedeihen ohne jegliche Chemie Tropenfrüchte wie verschiedene Bananen- und Papaya-Sorten oder Passionsfrüchte, die ursprünglich in den tropischen Gebieten rund um den Äquator heimisch sind. Die Früchte werden – im Gegensatz zu Importen – vollreif geerntet und können dadurch ihr Aroma vollständig entfalten. Ein weiterer großer Unterschied zu Importfrüchten ist natürlich der Wegfall der weiten Transportwege. Beim Rundgang stellte Gärtner Samuel Ford zudem zahlreiche tropische Gewächse wie Curcuma, Zitronengras, Cardamon und Curry vor.

Der Bürgermeister begrüßte, dass tropische Früchte mit geringer CO2-Belastung in der Marktgemeinde produziert und verkauft werden. Im Juli soll im Tropenhaus der Hofladen eröffnet werden.

Zweite Rundfahrt-Station war der Geflügelhof Kerschl in Ried. Inhaber Hubert Kerschl schilderte die Geschichte des Hofes, der 1957 zusammen mit 700 Hühnern von seinem Großvater erworben wurde. Anfangs seien Eier und Geflügel von Haus zu Haus verkauft worden, schilderte der Unternehmer. Inzwischen verfüge der Betrieb über etwa 5500 Hühner, gut 700 Gockel, etwa 200 Gänse sowie eine Anzahl von Enten und Puten. Seit 2002 wird im ehemaligen Kuhstall ein Hofladen betrieben.

Im Geflügelhof zeigt Hubert Kerschl unter anderem, wie eine Eier-Sortiermaschine ohne Bruch funktioniert.

Dort werden aus eigener Produktion Eier (Tagesproduktion circa 4000), Geflügel, und Selbstgemachtes verkauft – darunter auch Eierlikör. Zur Angebotspalette zählen auch extern bezogene Lebensmittel – darunter Gemüse, Kartoffeln, Obst und Nudeln.

Die Besucher erfuhren auch, von welchen Hühnern braune oder weiße Eier gelegt werden. „Die Eierfarbe ist nicht unbedingt von der Farbe der Hühner abhängig, entscheidend ist vielmehr die Farbe ihrer Ohrläppchen“, erläuterte Hubert Kerschl und ergänzte: „Hühner mit hellen Ohrläppchen legen weiße Eier, mit roten Ohrläppchen braune Eier.“ Zum Abschluss der abwechslungsreichen Lebensmittel-Radltour wurde die „Bioland Gärtnerei Am Hainerbach“ in Mittenkirchen besucht.

„Senior-Chef“ Harro Colshorn und Sohn Niko führten durch die 1991 auf der grünen Wiese entstandene Anlage, die inzwischen 1,5 Hektar Freifläche und fünf Gewächshäuser (Folientunnel) umfasst. „Überdacht“ angebaut werden unter anderem verschiedene Tomatensorten, Gurken, Stangenbohnen, Kohlrabi, Paprika und Auberginen. Auf dem Freigelände gedeihen beispielsweise Blaukraut, Rosenkohl, Sellerie, Kürbisse, gelbe Rüben und Kopfsalate.

Den Tomaten-Anbau der Bioland-Gärtnerei am Hainerbach in Mittenkirchen erläutert Niko Pagel.

Viel Interessantes „erfahren“

Neben dem Verkauf der Erzeugnisse im eigenen Hofladen ist die „Befüllung“ von circa 250 „Gemüse-Abokisten“ pro Woche ein wesentlicher Teil des Geschäftsmodells der Bioland-Gärtnerei. Die Pedalritter bedankten sich bei den jeweiligen „Gastgebern“ für die interessanten Informationen und am Ende der Tour beim Bürgermeister für die Idee und Initiative zu dieser ganz besonderen Radl-Tour.

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