Schlägereien und Vandalismus

Bad Aibling/Bruckmühl - In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates Bruckmühl war der Sicherheitsbericht 2009 der Polizeiinspektion Bad Aibling Thema.

Schwerpunkte im Bereich Bruckmühl: die Großdiskotheken mit Schlägereien und Vandalismus, die Staatsstraße 2078 als Umleitungsstrecke bei Stau auf der A8 und, dass sich die Ufer der Mangfall zunehmend als "Partymeile" mit negativen Erscheinungen wie Alkoholismus, Ruhestörungen und Sachbeschädigungen entwickeln.


Die Tätigkeit der Polizei erstreckt sich dem Bericht zufolge auch auf praktischen Verkehrsunterricht in den Jugendverkehrs-schulen.

Die Aufklärungsquote bei Kriminalfällen im PI-Bereich lag dem Bericht zufolge bei 56,3 Prozent - zwei Prozent weniger als zum Vorjahr. Die landesweite Aufklärungsquote liege bei 63,9 Prozent. Von den insgesamt 3015 Kriminalfällen habe Bruckmühl einen Anteil von 586 (Vorjahr 558).


Die Häufigkeitszahl (Zahl der bekannt gewordenen Straftaten errechnet auf 100000 Einwohner) betrug für Bruckmühl 3544 (Vorjahr 3374). Vergleich: In Rosenheim lag sie bei 9257.

Von den ermittelten Tatverdächtigten waren dem Bericht zufolge 71,27 Prozent Erwachsene, 11,47 Prozent Heranwachsende, 12,79 Prozent Jugendliche und 4,46 Prozent Kinder.

Von den insgesamt 86 Gewaltdelikten (Aufklärungsquote 76,7 Prozent) entfielen 26 auf den Markt Bruckmühl; von den 869 (Vorjahr 805) Delikten der Straßenkriminalität (Aufklärungsquote 14,8 Prozent) 146 auf Bruckmühl.

Diebstähle und Wohnungseinbrüche

Von den insgesamt 1040 Diebstahlsdelikten waren 172 in Bruckmühl, darunter 66 Fahrraddiebstähle, vier Wohnungseinbrüche und zwölf Diebstähle aus Kraft-fahrzeugen.

Von den insgesamt 401 Körperverletzungsdelikten entfielen 107 auf Bruckmühl (darunter 39 gefährliche und schwere Körperverletzungen).

Von den 74 Verstößen im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität waren sieben aus Bruckmühl.

Bei den 536 Fällen von Sachbeschädigung (121 mehr als im Vorjahr/Aufklärungsquote 20,7 Prozent) waren 129 in Bruckmühl.

Zum Unfallgeschehen machte die PI Bad Aibling folgende Angaben: Unfälle insgesamt: 1549 (Vorjahr 1471), darunter 783 Kleinunfälle. 312 Unfälle mit Personenschäden, 394 Verletzte und drei Verkehrstote. Geschätzter Sachschaden: zirka 3,1 Millionen Euro. Davon ist der Markt Bruckmühl mit 265 Unfällen (83 außerorts, 182 innerorts) beteiligt.

Als Hauptunfallursachen nannte die PI: Fehler beim Abbiegen/Wenden sowie Ein- und Ausfahrten 37 Prozent. Falsche Straßenbenutzung, Überholen, Vorbeifahren 18 Prozent. Missachtung der Vorfahrt 16 Prozent. Sicherheitsabstand 14 Prozent. Geschwindigkeit zwölf Prozent.

Drei Prozent waren Alkoholfahrten. Bei den 43 (Vorjahr 29) Alkoholunfällen im Bereich der PI wurden 18 Personen verletzt. 79 Trunkenheitsfahrten liefen ohne Verkehrsunfälle ab, sechs Trunkenheitsfahrten wurden verhindert und 13 Fahrten habe es unter Drogeneinfluss gegeben.

Die Polizei hatte zudem festgestellt, dass trotz der Verwarnung von 30 Euro in 87 Fällen immer wieder gegen die Gurtanlegepflicht verstoßen wurde.

Die Schulwegunfälle gingen der Polizei zufolge auf sechs zurück. Bei jedem der Unfälle sei das beteiligte Schulkind verletzt worden, drei sogar erheblich, so die Bilanz der PI.

man/Mangfall-Bote

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