Dank Dach: Trocken in die Turnhalle

Bad Feilnbach - Mit der Gestaltung der Außenanlagen der Leo-von-Welden-Schule und dem Billigungsbeschluss des Bebauungsplanes „Mooslindl“ beschäftigte sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung.

Nach Beratung und Absprache mit dem Lehrerkollegium der Schule stellte Architekt Schindler das Ergebnis seiner Planungen dem Gremium vor. Die größte Maßnahme dabei ist die Überdachung des Weges zwischen der Turnhalle und der Aula des Schulgebäudes.

Hier ist eine selbsttragende, offene Konstruktion mit Glasdach geplant, damit der natürliche Lichteinfall in die Aula nicht beeinträchtigt wird. Außerdem wurde sie so konzipiert, dass sich Schüler bei ungünstigen Witterungsverhältnissen dort aufhalten können. Weiter soll am Ostende des Gebäudes eine Art Atrium aus Steinstufen entstehen, die zum einen eine Aufenthaltsmöglichkeit bietet und andererseits Unterricht unter freiem Himmel ermöglicht.

Von der Lehrerschaft wurde zudem ein Rutschhügel gewünscht, der eine Spielmöglichkeit bietet. Darüber hinaus sind mehrere Sitzgelegenheiten zum Aufenthalt während der Pausen und zum Unterricht angedacht. Diese Maßnahmen werden sich laut Herrn Schindler im geplanten Kostenrahmen bewegen.

Der Ausschuss stimmte zudem über die Billigung des Bebauungsplanes "Mooslindl" ab. Der Gemeinderat beschloss im April 2009 die Aufstellung des Bebauungsplanes sowie die parallele Änderung des Flächennutzungsplans. Bei der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange brachten die Regierung von Oberbayern, das Landratsamt Rosenheim (Immissionsschutz, Wasserrecht) sowie der Energieversorger Eon Bayern Anregungen vor. Das Gremium nahm diese zur Kenntnis und veranlasste die entsprechende Aufnahme in den Bebauungsplan.

Seitens der Bürger wurde moniert, dass die Planung eines Gewerbegebietes das Wohngebiet "Waldweg" nun vollkommen "einkreisen" würde. Dies sei laut Bauausschuss nicht der Fall, darüber hinaus wird ein Schallleistungspegel im Bebauungsplan festgesetzt, der nicht überschritten werden darf. Der Ausschuss billigte den Planentwurf vom August 2010 und beschloss, die besprochenen Änderungen aufzunehmen.

Aufgrund einer Bauvoranfrage über die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage in Wiechs beschloss das Gremium die Ortssatzung "Wiechs" zu ergänzen und eine Einbeziehungssatzung zu erlassen. Das angefragte Vorhaben liegt im Außenbereich und außerhalb der Ortsabrundungssatzung Wiechs. Um hier ein Baurecht für einen Einheimischen schaffen zu können wurde der Erlass der Satzung und deren Voraussetzungen beschlossen. Mit der Planung soll ein Architekturbüro aus Brannenburg beauftragt werden.

Für Diskussion sorgte auch die Bauvoranfrage zur Errichtung eines landwirtschaftlichen Pferdehaltungsbetriebes mit Reithalle, Scheune, Stallungen und Wohnhaus am Brainpold. Das Vorhaben liegt im Außenbereich, weshalb eine Privilegierung vorliegen müsste um die Gebäude errichten zu dürfen. Als Problem stellten sich der nicht ausgebaute Feld- und Wiesenweg, die nicht vorhandene Trink-, Lösch- und Abwassererschließung sowie die Einhaltung der Baureihenfolge (zuerst Stallungen, dann das Wohnhaus) dar.

Mit einer Gegenstimme beschloss der Bauausschuss, dass für eine positive Entscheidung die Privilegierung seitens des Landratsamtes bestätigt werden muss. Weiter muss im Falle der Genehmigung die Baureihenfolge eingehalten werden und die Straßenerschließung gesichert sein. Für die Gemeinde dürfen darüber hinaus keine weiteren Kosten für die Erschließung zukommen.

Weiter lagen dem Bauausschuss Bauanträge über den Anbau einer Eingangsüberdachung mit Errichtung einer Stützwand und Aufstellen einer Gasthütte an der Tregler-Alm, dem Neubau einer landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle und der Überdachung eines Fahrsilos vor.

Das Vorhaben an der Tregler-Alm dient der Erweiterung des bestehenden Gewerbebetriebes. Die geplante Stützmauer soll mit Natursteinen verkleidet werden und hat eine Länge von 22 Metern mit Absturzsicherung. Mit einer Gegenstimme wurde das gemeindliche Einvernehmen mit der Auflage erteilt, die Errichtung der Mauer mit der zuständigen Naturschutzbehörde abzusprechen. Das gemeindliche Einvernehmen zur Errichtung der landwirtschaftlichen Mehrzweckhalle in Wiechs und der Überdachung eines Fahrsilos in Dettendorf wurde jeweils einstimmig erteilt.

kok/Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © re

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