Detailliertere Planung gefordert

Kolbermoor - Erneut befasste sich der Kolbermoorer Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung mit einer Bauvoranfrage für ein Vorhaben an der Harthausener Straße.

So soll dort an ein bestehendes Anwesen eine Doppelhaushälfte mit Stellplätzen angebaut werden. Doch das Gremium forderte hierfür eine genauere Detailplanung.

"Grundsätzlich kann der geplante Standort als Baulücke gesehen werden", erklärte Bürgermeister Peter Kloo dem Gremium einleitend. Im Rahmen einer Bauvoranfrage sollte geklärt werden, ob auf dem 1240 Quadratmeter großen Grundstück in der Harthausener Straße 20 ein profilgleicher Anbau mit der Grundfläche acht mal zwölf Meter an das bestehende Gebäude mit der Grundfläche zwölf mal elf Meter zulässig ist.

Der Flächennutzungsplan stelle "Wohnen" dar. "Das Vorhaben wird zwar als Doppelhaushälfte deklariert, aber es fehlen wesentliche Aussagen", betonte der Bürgermeister. So gehe aus dem Antrag nicht eindeutig hervor, ob das Grundstück real geteilt wird oder ob Miteigentumsanteile gebildet werden. "Und wo sind die Stellplätze für das bereits bestehende Gebäude?", wollte Kloo wissen.

"Gebäuderiegel fügt sich nicht ein"

Nach Darstellung des Vorhabens sei ein Anbau mit einer Gesamtgrundfläche von 228 Quadratmeter, einer Baukörperlänge von 19 Meter und einer Breite von zwölf Meter zu werten. Dazu Kloo: "Diese Bebauung hat in der näheren Umgebung kein Vorbild und der Gebäuderiegel fügt sich nicht in die Umgebungsbebauung ein."

Deshalb schlug die Verwaltung vor, das gemeindliche Einvernehmen nicht zu erteilen. Vielmehr solle dem Antragsteller dazu geraten werden, seine Planung zu überarbeiten und das Vorhaben gegebenenfalls zu verkleinern.

Sebastian Daxeder (CSU) hinterfragte, welche genauen Details in Bezug auf die Planung noch fehlen: "Also geht es um die Wohneinheiten und den daraus resultierenden Stellplatznachweis?" Dies konnte Kloo bestätigen.

Sachgebietsleiterin Hannelore Ring vom Bauamt warnte davor, die vorgelegten ungenauen Pläne zu akzeptieren: "Der Antragsteller soll genau sagen, was er eigentlich will."

So sei die Zufahrtssituation sehr schmal. Zudem gebe es auch für das bereits bestehende Gebäude wenige Pläne. "Das macht es schwierig, etwas Genaueres zu sagen", so Hannelore Ring.

Schließlich schlossen sich die Kommunalpolitiker der Einschätzung der Verwaltung an und verweigerten vorerst einstimmig ihr Einvernehmen für die Errichtung einer Doppelhaushälfte in der Harthausener Straße 20.

dli/Mangfall-Bote

Rubriklistenbild: © dpa

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