Dienstantritt der neuen Rettungswache

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Alexander Zurawski (links) und Dominik Steiner auf dem Weg zum ersten Einsatz.

Feldkirchen-Westerham - Erst eine Stunde und fünf Minuten in Bereitschaft, da waren der Rettungsassistent und der -sanitäter schon gefordert.

"Radfahrer zwischen Aschbach und Niederaltenburg gestürzt, Schwere der Verletzungen noch nicht absehbar, dringende Hilfe erforderlich", so lautete der erste Notruf im Rettungsdienst-Standort Feldkirchen-Westerham 71/1.

Thomas Neugebauer, Leiter des Rettungsdienstes, erlebte zusammen mit einer ganzen Schar an ehrenamtlichen Helfern den ersten Einsatz unmittelbar mit. Wenn auch für diese neue Einrichtung alle Vorbereitungen schon vorab getroffen worden waren, wollten sich vom gestrigen Dienstantritt viele ein aktuelles Bild machen.

"Wir sind in Feldkirchen-Westerham äußerst freundlich aufgenommen worden, die Zusammenarbeit mit der Rot-Kreuz-Bereitschaft, der First-Responder-Gruppe und der Feuerwehr verspricht die besten Voraussetzungen für diesen ineinander verzahnten Rettungsdienst", ist Neugebauer überzeugt. So lud die Feuerwehr die neuen Nachbarn zu einem Frühstück ein. Als Gastgeschenk gab es wiederum einen Rotkreuz-Helm, bepflanzt mit einem roten Kaktus.

Doch davon hatten die Diensthabenden nicht viel. Sie mussten an ihrem ersten Arbeitstag bis Redaktionsschluss gleich drei Notarzt-Einsätze fahren: Die Radfahrerin am Morgen sowie zu einer gestürzten Person in Vagen und zu einem Patienten nach Mittenkirchen. "Wir sind an 365 Tagen im Jahr von 8 bis 20 Uhr vor Ort und in dieser Zeit über die zentrale Rettungsleitstelle Rosenheim jederzeit erreichbar", erklärte Neugebauer, auch in seiner Funktion als stellvertretender Kreisgeschäftsführer.

Die Frage, ob mit der neuen Rettungswache auf die First-Responder-Gruppe verzichtet werden könnte, beantwortete Neugebauer mit einem klaren Nein. "Wir sind von 8 bis 20 Uhr erreichbar, die First Responder auch in der Nacht und an den Wochenenden durchgehend", erklärte der Leiter des Rettungsdienstes. Von einem eventuell möglichen Konkurrenzdenken will Neugebauer schon gleich gar nichts wissen: "Auf ehrenamtliche Mitarbeiter kann das Rote Kreuz nicht verzichten. Nur 80 Prozent der Kosten des hauptamtlichen Personals übernimmt der Staat."

Auch Elisabeth Jakob, Leiterin der Feldkirchen-Westerhamer First-Responder-Gruppe, ist von einer guten Zusammenarbeit mit der Rettungswache überzeugt. Einig mit Neugebauer ist sich die gelernte Krankenschwester, dass selbst eine doppelte Alarmierung, wie sie theoretisch zwischen 18 und 20 Uhr sowie an den Wochenenden vorkommen könnte, kein Problem bedeuten würde: "Anhand der Gegebenheiten wäre zum Wohl des Hilfesuchenden jede schnelle Hilfe denkbar". Die First- Responder-Gruppe Feldkirchen-Westerham wird von der Feuerwehr Feldkirchen- Westerham betrieben. Die Gruppe besteht seit 14 Jahren aus Mitgliedern der Gemeindefeuerwehren und der BRK-Bereitschaft. Verwaltet und geleitet wird sie von der Feuerwehr Feldkirchen-Westerham.

me/sm/Mangfall-Bote

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