Fall Müller: Wo bleibt die Belohnung?

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Rosenheim - Es geht um 10.000 Euro. So viel war der Polizei im Sommer 2010 die Klärung des Falls "Franz Müller" wert. Ein Hausmeister fand den Doppelmörder. Doch Geld gab's keins. 

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Über drei Monate sind vergangen, seit Hausmeister Ruzhdi Zhabari mit einem Anruf bei der Polizei der wochenlangen Suche nach Franz Müller ein Ende setzte. Hundertschaften und zahlreiche Helikoptereinsätze waren bei der Fahndung nach Müller zum Einsatz gekommen. Ergebnislos. Der 48-Jährige hatte am 30. August 2010 seine Frau Lacramiora und den gemeinsamen Sohn Marcus (3) brutal getötet. Die Polizei vermutete den Gesuchten stets im Raum Rosenheim und sollte Recht behalten. Am 21. September 2010 fand Ruzhdi Zhabari den Doppelmörder. Müller hatte sich im Schuppen des Anwesens, das Zhabari  betreut, erhängt. Er hinterließ einen Abschiedsbrief. Zhabari machte sich Hoffungen auf die zuletzt ausgelobten 10.000 Euro Belohnung. Schließlich hieß es auf dem Fahnungsplakat: „Für Hinweise, die zur Klärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen“. Doch der 41-Jährige wartet noch immer auf das Geld oder wenigstens auf einen Hinweis, ob sich das Hoffen überhaupt lohnt: „Die Polizisten haben damals zu mir gesagt, sie würden sich bei mir melden. Seitdem hab ich nichts mehr gehört.“

So nah versteckte sich Franz Müller am Tatort:

Das Wohnhaus von Franz Müller

Hier setzte Müller seinem Leben ein Ende:

Der Fundort am Tag danach

So suchte die Polizei nach Müller:

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 Hat Hausmeister Ruzhdi Zhabari Anspruch auf die 10.000-Euro-Belohnung?

Dass die Angelegenheit endlich zu einem Ende kommt, wäre für Ruzdhi Zhabari und seine Familie wichtig. Derzeit ist er auf Wohnungssuche, seine Frau ist mit dem dritten Kind schwanger und will nicht mehr in dem Viertel rund um die Hochgernstraße wohnen: „Immer wenn sie am Tatort vorbei geht, kommen die schlimmen Erinnerungen hoch.“ Zudem bekomme sie Angstzustände, wenn sie allein in der Wohnung sei.

Weshalb der Behördenweg rund um die Belohung zur Geduldsprobe wird, wie die Polizeidienststellen argumentieren und ob Zhabari überhaupt noch eine Chance auf die Belohnung hat, erfahren Sie in der morgigen Ausgabe des Oberbayerischen Volksblatts.

Rubriklistenbild: © Tobias Jilg/rosenheim24.de

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