Dorfplatz nimmt bereits Konturen an

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Links das Schulgebäude, über eine Art Amphitheater mit dem Grüngürtel verbunden.

Tuntenhausen - Seit eineinhalb jahren ist der Ostermünchener Dorfplatz Thema im Gemeinderat, jetzt wurde ein Entwurf vorgestellt, der auch Platz für Kinderwägen lässt.

Die Vorstellung der angepassten Entwurfsplanung zur Neugestaltung des Dorfplatzes Ostermünchen stand in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats von Tuntenhausen auf der Tagesordnung. Bürgermeister Otto Lederer erklärte dazu: "Seit Juli 2011 beschäftigen wir uns mit dem Dorfplatz. Schule und Anlieger wurden bereits mit einbezogen." Fakt dabei ist aber: Vorerst wird nur die Grünfläche des ehemaligen Kindergartenareals umgestaltet. Das Feuerwehrhaus bleibt noch bestehen.

Andrea Kaiser vom Planbüro Schmidt in Brannenburg erläuterte den Räten Einzelheiten. So führt ein Fußweg von der Fritz-Schäffer-Straße durch den Grüngürtel zur Schule hin. "Er hat keine Stufen, sodass sich dort auch Kinderwägen und Rollator bewegen lassen", so die Planerin.

In den südöstlichen Teil kommt ein Aufenthaltsbereich mit Beleuchtung. Und auch ein kleiner Spielplatz ist vorgesehen. Zahlreiche Sträucher und Bäume werden zur Wohnbebauung hin eine natürliche Abschirmung bilden.

Hier soll über Steinstufen die Anbindung Schule-Grüngürtel erfolgen. Unterricht ist dort möglich.

Auf Anregung der Schule soll in dem Grünareal auch ein Schul- und Lehrgarten entstehen. "Die Schule möchte hier im Einklang mit dem Lehrplan Bepflanzungen vornehmen", so der Bürgermeister. Theorie im Klassenzimmer, Praxis ein paar Meter weiter vor Ort ist dabei das Motto. "Das Ortsbild erfährt durch diesen Dorfanger eine deutliche Wertsteigerung", so Andrea Kaiser.

Als sie dann allerdings die Kosten aufzeigte, kam bei den Räten weniger Freude auf. 183000 Euro ist der Preis für die Neugestaltung; die bisherige Schätzung lag bei 137000 Euro. Lederer begegnete dem jedoch pragmatisch und meinte: "Wir stellen zuerst einmal nur die Infrastruktur her, der Rest soll dann behutsam wachsen." Dabei ist ein gemeinsames Anpacken vorgesehen: Schule und Bürger sollen ebenso beteiligt werden wie die Vereine.

Als ein gelungenes Konzept sahen das viele Räte und so kam allseits schnell Zustimmung auf. Aufgrund der hohen Kosten sollen aber mögliche Einsparpotenziale genutzt werden.

Dabei ist vorgesehen, nur die Baumaßnahmen auszuschreiben und durchzuführen, welche mit schweren Baugeräten ausgeführt werden müssen. Die Bepflanzungen sollen dann mit Hilfe des Bauhofes, der Vereine und der Bürger erfolgen.

Weitere Einrichtungen können dann, je nach Nachfrage, mit Bürger- beziehungsweise Schulbeteiligung und Mittelbereitstellung ausgeführt werden.

ws/Mangfall-Bote

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