Vom Einheimischenmodell bis Burnout

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Kolbermoor - Im Kesselhaus der Alten Spinnerei fand das Kommunalforum der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling statt. Es drehte sich um viele verschiedene Themen.

Finanzen, kommunales Recht sowie Gesundheit und Stressbewältigung – um vielfältige Themen drehte sich das Kommunalforum der Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling im Kesselhaus der Alten Spinnerei in Kolbermoor. Und so folgten auch rund 100 Bürgermeister, Kämmerer und leitende Angestellte aus den Gemeinden der Einladung. Ihnen Informationen von hochkarätigen und praxisnahen Referenten zu geben und gleichzeitig das Gespräch untereinander zu ermöglichen, war das Ziel des Kommunalforums, das die Sparkasse nach dem großen Erfolg der letzten Veranstaltung im Sommer 2008 nun wieder anbot. Zunächst bekamen die Gäste von Hans-Peter Maier, dem Leiter der Sparkassen-Vermögensberatung, eine „Marschroute“ in Sachen Gemeindefinanzen.


Maier informierte über die Auswirkungen der Finanzkrise auf die kommunalen Haushalte, den Doping-Effekt der staatlichen Finanzhilfen, die Erwartungen an die Konjunktur und die aktuelle Verunsicherung durch die Griechenland-Krise. Anschließend sprach Prof. Dr. Dr. Herbert Grziwotz, ein Experte des öffentlichen Rechts und des Notarwesens, über die unterschiedlichen Auffassungen bei Baulandausweisung und Einheimischenmodellen. „Einheimisch sein allein genügt nicht mehr“, so sein Fazit. Die Gemeinden müssten ihre Vergabekriterien genau prüfen – vor allem im Hinblick auf die Grundfreiheiten des EU-Rechts wie Gleichbehandlung oder Niederlassungsfreiheit. Für Lacher und nachdenkliche Gesichter sorgte schließlich Dr. med. Michael Spitzbart, der in Bad Aibling die „erste Praxis Deutschlands für Gesunde“ führt. Er zeigte auf, wie aus akutem Stress und den „täglichen kleinen Sünden wider die Natur“ veritable Krankheiten entstehen und was man dagegen tun könne - damit auch in den Amtsstuben „Begeisterung statt Burnout“ herrscht.

Pressemeldung Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling

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