Der eiserne Wille zur Musik

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Schwindegg – War der sonntägliche Morgenhimmel noch grau, so zeigte er sich später in strahlendem weiß-blau. Ein perfekter Tag für das 25-jährige Jubiläum der Musikkapelle Schwindegg.

 35 Vereine nahmen am Festzug durch den Ort teil, zuvor zelebrierte Pfarrer Jozo Karlic den Festgottesdienst, den die Musikkapelle musikalisch umrahmte. Zum Festtag fanden sich neben den Musikern aus Schwindegg, Wargolshausen und Hohenstadt auch die aus der Nachbargemeinde Buchbach ein. Einer der Höhepunkte an diesem Tag war, als Schrimherr Dr. Karl Dürner das Zepter in die Hand nahm. Er dirigierte beim Standkonzert den „König Ludwig II Marsch“. Zum Abschluss des Festtages spielten die Kapellen aus Wargolshausen und Hohenstadt. Bereits am Freitag begannen die Feierlichkeiten zum Jubiläum der Musikkapelle mit einem Auftritt von „Bierfuizl“. Der Samstag stand voll im Zeichen des „Bayerischen Tags“. Auf der Goldach gab es ein Sautrogrennen, bei dem sich auch die Partnerkapellen aus Hohenstadt und Wargolshausen beteiligten. 15 Mannschaften versuchten, die 150 Meter lange Strecke auf der Golddach zu überwinden. NIcht allen Gruppen gelang dies. Festlich ging es am Abend im Festzelt weiter.

Die Musikkapelle Wargolshausen sorgte mit Böhmisch-bayerischer Musik für Stimmung. Schirmherr und Bürgermeister Dr. Karl Dürner sprach von seiner Haus- und Hofkapelle, in der er selbst in den Anfängen mitgespielt hatte. Er bedankte sich bei Alois Häusler, dass er als Vorstand 24 Jahre die Geschicke des Vereins und der Kapelle geleitet hat. Des weiteren schätzte er das Engagement von Karl Engelmann, der als Dirigent den Aufbau in die richtige Bahnen gelenkt hat. Das wichtigste sei die Jugendarbeit, die in Schwindegg schon immer groß geschrieben werde. Als Dank, dass die Musikkapelle den Namen Schwindegg über die Landkreisgrenze hinaus trägt, überreichte der Bürgermeister an Vorsitzenden Josef Stimmer das Gemeindewappen. Der eiserne Wille habe die Gründung der Musikkapelle erst möglich gemacht, sagte Ehrenmitglied Alois Häusler. Dahinter standen damals Bürgermeister Georg Huber und der Pfarrgemeinderat mit dem damaligen Pfarrer und viel Idealismus der Musiker ansonsten wäre dies nicht über die Bühne gegangen. Nicht nur musikalisch, auch mit bayerischen Bräuchen war für Stimmung gesorgt. Die Besucher stellten sich beim Maßkrugstemmen, Wiegesägen, die Bürgermeister Annemarie Haselberger, Dr. Karl Dürner und Franz Ehgartner mussten sich Thomas Eiwang beim Nägel ins Brett schlagen geschlagen geben. Den Schlussteil des Abend bereitete Hohenstadt musikalisch auf mit ihrem „James-Last-Sound“. Mit dem Kesselfleischessen gestern Abend endet das 25-jährige Gründungsfest der Musikkapelle Schwindegg.

Mehr dazu morgen im Mühldorfer Anzeiger

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