Ende der Fahnenstange für Falschparker

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Täglicher Anblick in der Rosenheimer Straße: Im Einbahnbereich wird es durch Falschparker zu eng für den fließenden Verkehr, Rettungsdienste werden behindert, ihre Einsätze verzögern sich.

Bad Aibling - Wer ab dem 1. Januar in der neu ausgewiesenen Feuerwehranfahrtszone in der Rosenheimer Straße widerrechtlich parkt, für den kann es teuer werden.

Nicht nur, weil konsequent Strafzettel ausgegeben werden. Die neue Regelung, beantragt von den Hilfsdiensten, ermöglicht ein schnelleres Abschleppenlassen. Zahlen muss der Parksünder. Grund für die neue Regelung sind dort, wie berichtet, teils chaotische Zustände, die die Sicherheit gefährden.

Etwas Zeit wollte der Stadtrat den Autofahrern noch geben, um sich auf die neue Situation einzustellen, zumal man auch nicht zu Weihnachten mit den Bußgeldern beginnen wollte. Doch angesichts immer wieder vorkommender prekärer Fälle, bei denen Rettungskräfte im Einsatz massiv behindert, aber auch Fußgänger und Radfahrer gefährdet werden, war das Maß für die Entscheidungsträger nun endgültig voll. Denn: Das Parken auf Gehsteigen und Fahrradwegen zwänge vor allem Einsatzfahrzeuge regelmäßig zu Rangier- und Wartezeiten, die über Leben und Tod entscheiden könnten, betonten die Rettungskräfte in ihrem Schreiben an die Stadt.

"Die Straße gibt aufgrund der Enge kaum noch Platz her, wenn jemand an der Seite falsch parkt", hat auch Jochen Storch von der Polizei Bad Aibling festgestellt. So habe der stadtauswärts fahrende Autofahrer eigentlich keine Möglichkeit, an den parkenden Fahrzeugen vorbeizukommen, ohne gegen die Straßenverkehrsordnung zu verstoßen, da er dabei den durchgezogenen Strich des Fahrradstreifens überfahren müsse und dabei auch noch die Radfahrer gefährde. Würde er jedoch stehen bleiben, wäre ein massiver Rückstau die Folge.

Storch bestätigt auch die Beobachtungen des städtischen Bauamtes: Zahlreiche Lieferfahrzeuge würden nicht in den für sie vorgesehenen Ladebereichen halten, sondern direkt vor dem Geschäft, selbst wenn sie dort nicht stehen dürften. "Es ist eine schwierige Situation, ich verstehe auch die Ladenbesitzer", räumt Storch ein. Doch werde eben leider häufig die Schwelle des Erträglichen überschritten.

So gebe es bei den Lieferanten - ebenso wie bei den nächtlichen Lokalbesuchern - etliche notorische Falschparker, die künftig zum einen wegen Parkens in der Feuerwehranfahrtszone mit einem Bußgeld in Höhe von 35 Euro belangt werden können. Müssen sie abgeschleppt werden, so kommen aber schnell Kosten im dreistelligen Bereich zusammen. Diese muss der Falschparker ab dem Moment bezahlen, ab dem der Abschleppdienst verständigt ist, so Storch.

Bei Vorsatz - beispielsweise wenn jemand trotz mehrfacher Verwarnung weiterhin falsch parkt - kann der Polizei zufolge das Bußgeld auch verdoppelt werden.

Besucher der Rosenheimer Straße, die mit den Auto unterwegs sind, verweist die Stadt wie bisher auf die Parkmöglichkeiten auf dem Volksfestplatz, in der Tiefgarage am Kellerberg oder auf den Parkplatz an der Katharinenstraße.

Mangfallbote

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