Schlüsselübergabe für Jugendzentrum

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Die Architekten Norman Richter und Jörg Blaesig übergaben den Schlüssel für das neue Jugendzentrum am Aiblinger Westend gestern an Bürgermeister Felix Schwaller und Stadtbaumeister Andreas Krämer (von rechts).

Bad Aibling - Weiteres Etappenziel für das neue Jugendzentrum kurz vor Jahresschluss: Am Freitag fand in den Räumen am Westend die offizielle Schlüsselübergabe der Architekten an die Stadt Bad Aibling statt.

Einige Restarbeiten sind aber noch bis Mitte Januar zu erledigen. Dann soll die Übergabe an den Träger überfolgen.

Auf einer Fläche von 377 Quadratmetern erstrecken sich die großzügigen, lichten Räume, die die Aiblinger Jugend bald mit Leben füllen soll. Während draußen eisige Minusgrade herrschen, ist es im Inneren bereits angenehm warm. Das neue Bauwerk ist nach Angaben der Architekten Jörg Blaesig und Norman Richter (Blaesig Architekten GmbH) nahe am Passivhausstandard, weshalb die Heizung, eine kleine Gastherme, im Technikraum auch nur wenig Platz einnimmt.

Wichtiger Bestandteil der technischen Ausstattung ist die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung - denn um die Wärme im dem gut gedämmten Haus zu halten und Geräusche nicht nach außen dringen zu lassen, lässt sich die Dreifachverglasung - bis auf unter dem Dach angebrachte Flügel - nicht öffnen. Die großen Glasfronten und Scheiben im Inneren sorgen dafür, dass der lang gestreckte Bau nicht nur hell und freundlich wirkt, sondern auch sehr gut zu überblicken ist.

Die einzelnen Bereiche des Jugendzentrums verfügen über verschiedene Eingänge, so dass eine separate Nutzung möglich ist.

Im westlichen Teil befindet sich der Mehrzweckraum für Veranstaltungen wie Theater, Breakdance oder Filmvorführungen, der auch an externe Nutzer vermietet werden kann. Ein weiterer großer Raum, "das Herzstück des Jugendzentrums" für die offene Arbeit, schließt sich Richtung Osten an, gefolgt von der Werkstatt und einem Probenraum für Bands. "Die etwas lauteren Nutzungen sind somit Richtung Bahnlinie untergebracht", erklärte Architekt Jörg Bläsig.

An der Südseite, Richtung Wohnbebauung, befinden sich die ruhigeren Nutzungen wie die Büros für die mobile Jugendarbeit und die Jugendbetreuer, das so genannte Mädchenzimmer, zwei Küchenbereiche, die sanitären Einrichtungen mit behindertengerechter Toilette und der Technikraum.

In der kommenden Woche erledigen Bodenleger und Schreiner letzte Arbeiten, außerdem müssen noch etliche Scheiben und Oberlichter eingesetzt werden.

Nach den Weihnachtsferien sollen laut Richter alle Beleuchtungskörper aufgehängt und die Brandmeldeanlagen in Betrieb genommen werden. Bis dahin rechnet man dann auch mit der Lieferung der längst bestellten Brandschutztüren.

Der Termin für den Tag der offenen Tür steht indes bereits fest: Samstag, 26. Februar, 10.30 Uhr. Die Außenanlagen werden bis dahin natürlich witterungsbedingt noch nicht fertiggestellt sein. Um diese werden sich die Jugendlichen selbst kümmern. Laut Bürgermeister haben sie dazu bereits ein interessantes Konzept erarbeitet, das sie demnächst im Bauausschuss vorstellen wollen. Die Kosten für das Jugendzentrum sind mit 950.000 Euro veranschlagt, die mit einem Zuschuss des Bayerischen Jugendrings in Höhe von 226.000 Euro gefördert werden.

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