Ein "energetischer Dreisprung"

Großen Anklang fand die Besichtigung des Biomasse-Heizwerks, das die Firma Aibio GmbH auf dem Swiss-Caps-Firmengelände betreibt.

Bad Aibling - Effiziente Technologien mit umweltfreundlichen Brennstoffen anzubieten ist die Philosophie der Aibio GmbH, die auf dem Swiss-Caps-Firmengelände ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk betreibt.

Dort befindet sich auch die in ihrer Art größte Fotovoltaikanlage in Bad Aibling.

Bei einem "Tag der offenen Tür" hatte bereits Bürgermeister Felix Schwaller die Initiative der Betreiber gewürdigt, die auf regenerative Energien setzen: "Das Aibio-Projekt passt genau in das Konzept, das auch die Aiblinger Stadtwerke hinsichtlich ihrer Strategie für den Einsatz erneuerbarer Energien verfolgen".

Lobende Worte für das Projekt und das Engagement der Betreiber hat auch Landrat Josef Neiderhell: "Ein Stück Unabhängigkeit vom Weltmarkt der Energie kann man nur dann erreichen, wenn man es selbst in die Hand nimmt." Er brachte auch eine eventuelle Anbindung an das benachbarte große Schulzentrum ins Gespräch.

Bei den Holzhackschnitzeln handelt es sich größtenteils um Waldrest- und Landschaftspflegeholz.

Bevor Veranstalter und Aibio-Geschäftsführer Volker Blaesig die Gäste durch die neuen Anlagen führte, bedankte er sich bei allen am Bau Beteiligten und hob insbesondere das Engagement der Familie Greither hervor. "Der Einsatz regenerativer Energien ist in dreifacher Hinsicht von großer Nachhaltigkeit geprägt", betonte der Geschäftsführer: "Ökologisch durch die Reduktion des CO2-Ausstoßes, sozial durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und ökonomisch durch die Stärkung der Wirtschaftskraft in der Region".

Blaesig erklärte, der Kessel sei inzwischen in der Lage, innerhalb weniger Stunden den Jahres-Wärmebedarf eines Einfamilienhauses zu decken. Schon in naher Zukunft könnten weitere Wärmeabnehmer wie etwa die anliegenden Schulen oder Wohnhäuser angebunden werden.

Mit dem energetischen Dreisprung "Energie sparen, Effizienz steigern und erneuerbare Energien einsetzen" könnte große Wirkung erzielt werden. Peter Greither, Betreiber der Fotovoltaikanlage, hob ebenfalls die positive Wirkung des Einsatzes regenerativer Energien hervor. Für ihn zähle das "Wirtschaften im Einklang mit Natur und Umwelt" zu den vorrangigen Unternehmenszielen.

Die durch die Verbrennung der Holzschnitzel im Bioheizkessel erzeugte Wärme fließt durch eine Nahwärmeleitung zielgenau in das Swiss-Caps-Gebäude.

Die Anlagen hatten bis Ende November bereits 1200 Megawattstunden regenerative Wärme beziehungsweise 330 Megawattstunden klimaneutralen Strom geliefert. Dort türmen sich Berge von Holzschnitzeln, daneben arbeitet der große Heizkessel. Bei den verwendeten Holzhackschnitzel handelt es sich größtenteils um Waldrestholz und Landschaftspflegeholz. Die durch die Verbrennung der Holzschnitzel im Bioheizkessel erzeugte Wärme fließt durch eine Nahwärmeleitung in das Swiss-Caps- Firmengebäude.

Auf dem Dach des Aiblinger Produktionsstandorts der Swiss Caps GmbH wurde auf 8000 Quadratmeter, verteilt auf zwei Flächen, eine Fotovoltaikanlage errichtet. Die installierte Leistung der Anlage beträgt 361 KilowattPeak, die prognostizierte Stromeinspeisung 380000 Kilowattstunde pro Jahr - das entspricht etwa dem Jahresbedarf von 100 Drei-Personen-Haushalten.

Für den Rundgang am "Tag der offenen Tür" hatten die Verantwortlichen auch eine sechsteilige Vortragsreihe organisiert, in der unter anderem über "Gedanken zur Nachhaltigkeit und zum Ressourcenmanagement", "Energieholz aus der Region" und zu "Chancen und Potenziale von Fotovoltaikanlagen" referiert wurde.

bjn/Mangfall-Bote

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