Erstes Heimspiel, erster Sieg

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Mühldorf - Die Volleyballer des TSV Mühldorf haben in der Regionalliga am Samstagabend in ihrem ersten Heimspiel ihren ersten Sieg eingefahren. Sie bezwangen den TSV Nittenau mit 3:0 Sätzen.

Nach einem überzeugenden Auftritt des TSV Mühldorf im ersten Satz (25:19), verlief der zweite nicht wirklich nach dem Geschmack des Mühldorfer Trainers Günther Thomae, denn die Gäste aus Nittenau erspielten sich eine 24:21 Führung. Doch dank starker Aufschläge, guter Block- und solider Abwehrarbeit drehten die Mühldorfer noch den Satz und gewannen mit 27:25. Auch den dritten Satz startete die junge Truppe aus Mühldorf nervös und mit zu viel Fehlern. Bei einem Rückstand von 18:13 zog Günther Thomae die Konsequenz und wechselte den wieder zur Mannschaft gestoßenen Simon Weichselgartner ein, durch den das Spiel an Sicherheit gewann und der durch spektakuläre und durchaus "geaalte"(geflatterte) Angriffe den TSV wieder ins Spiel brachte. Knapp war es letztendlich auch im dritten Satz, aber er ging mit 26:24 an die Mühldorfer - und der erste Sieg in der Regionalliga war perfekt.

Hier der Bericht aus dem Mühldorfer Anzeiger:

Taktik und Kampf – beides prägte am Samstagabend das Spiel der Mühldorfer Regionalliga-Volleyballer. Und beides führte auch zum Erfolg, als es hieß, gegen den Mitaufsteiger aus Nittenau die ersten Punkte einzufahren. Mit 3:0 besiegten die TSVler vor begeisterten 140 Zuschauer die Gäste aus der Oberpfalz, bewiesen dabei vor allem in den Sätzen zwei und drei Moral, als sie bereits deutlich in Rückstand lagen, aber beide Male den Satz noch drehten.

Es war das vierte Aufeinandertreffen der beiden Traditionsmannschaften, im Duell Bayern gegen die Oberpflaz. Die Statistik sprach bisher für Nittenau, die bislang unbesiegt geblieben waren. Diesmal aber feierten die Mühldorfer. Nicht nur, weil sie technisch anspruchsvolles Volleyball darboten, sondern auch, weil Taktikfuchs Günther Thomae sein Team bestens auf den Gegner eingestellt hat. Souverän der Beginn: Von Nervosität keine Spur bei den Mühldorfern, die sich schnell einen passablen Vorsprung von vier Punkten herausgespielt hatten (8:4/14:7)) und sich diesen auch nicht mehr nehmen ließen (25:19). Dann aber ein kleiner Leistungseinbruch. Beim TSV Mühldorf, der zwar die Eigenfehlerquote im Vergleich zum ersten Spiel gegen Coburg in der Vorwoche deutlich reduzieren konnte, schlichen sich nun einige Fehler ein. „Dumme Fehler“, wie später auch Trainer Thomae sagte, weil sie in einfachen Situationen gemacht worden seien.

„Die Mannschaft ist hervorragend in der Lage komplizierte Bälle zu spielen, hat dann aber wieder einfache Bälle, die sie nicht verwertet“, kritisierte Thomae. Die Folge: Im zweiten Satz lagen die Mühldorfer immer zurück. 10:13, 13:19, 15:21. Beim 21:24 schien der Zug bereits abgefahren. Doch nicht zuletzt deswegen, weil Thomae dann mit der Einwechslung von Leo Tille zusätzlich Sicherheit in Annahme und Abwehr ins Spiel brachte, wehrten die Mühldorfer nicht nur drei Satzbälle ab, sondern wendeten auch noch das Blatt zu ihren Gunsten (26:24). Wer dachte, dass die ersatzgeschwächten Nittenauer nun klein beigeben würden, sah sich getäuscht. Wieder hatten sie sich im dritten Durchgang einen passablen Vorsprung herausgespielt (7:11/11:14/13:18).

Doch wieder kämpften sich die Mühldorfer zurück ins Spiel, setzten dabei die taktischen Vorgaben des Trainers – keine direkten Punkte durch den Block, sondern geduldig einen Neuaufbau organisieren – um und kamen wieder zurück ins Spiel. Als Thomae dann auch noch Blockmonster Simon Weichselgartner ins Spiel brachte, kam das Kombinationsspiel der Nittenauer komplett zum Erliegen. Mit 26:24 machten die Mühldorfer den Sack zu und feierten somit ihre ersten drei Punkte in der Regionalliga, während der Liganeuling aus Nittenau immer noch auf den ersten Sieg wartet. je

Rubriklistenbild: © Fabian Wagner

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