Evangelen beten für den Frieden

+
In der Christuskirche kommen Menschen unabhängig von ihrer Konfession einmal im Monat zusammen, um für den Frieden zu beten.

Bad Aibling - Globale Unruhen prägen das Zeitgeschehen. Gedanken darüber machen sich in besonderer Weise die Teilnehmer des Friedensgebets in der evangelischen Christuskirche in Bad Aibling.

Globale Unruhen, gewaltsames Vorgehen gegen Demokratiebewegungen im Nahen Osten, der Tod von Osama bin Laden beherrschen gerade in den letzten Wochen und Monaten die Schlagzeilen in den Medien. Zahlreichen Menschen wird gerade dann bewusst, dass nicht überall auf der Welt Frieden herrscht und nicht in jedem Land gewaltfreies Zusammenleben möglich ist.

Gedanken darüber machen sich in besonderer Weise die Teilnehmer des Friedensgebets in der evangelischen Christuskirche in Bad Aibling. Zwischen zehn und 13 Menschen kommen unabhängig von Konfession und Glaubensrichtung jeweils am ersten Donnerstag im Monat zusammen, um gemeinsam für den Weltfrieden zu beten und meditieren. Nächster Termin ist am kommenden Donnerstag, 2. Juni, um 19 Uhr.

Aus aktuellem Anlass stand beim jüngsten Friedensgebet ein über hundert Jahre altes Zitat des Schweizer Schriftstellers und Theologen Carl Spitteler über Entstehung und Überwindung von Völkerhass im Mittelpunkt. "Wer ein Volk verachtet oder hasst, der beweist, dass er dasselbe nicht genügend kennt oder dass Leidenschaft ihm das Verständnis verschließt. Um aber eine solche Leidenschaft, gegen welche kein Mensch gefeit ist, zu überwinden, kenne ich kein besseres Mittel als das Privatleben eines Volkes, seinen Kampf mit der Natur, seine Sorgen um das tägliche Brot und vor allem seine Leiden zu beobachten. Da werden uns die Leute verwandt, und man kann ihnen nie mehr gründlich gram werden."

Mit einem gemeinsamen Friedensgebet nach Franz von Assisi und einem Lied rundete Referentin Susanne Ewert den Abend ab. Die Idee zu dieser monatlichen Zusammenkunft entstand auf einer Klausur des Kirchenvorstands Bad Aibling-Bad Feilnbach zum Thema Krieg und Frieden.

Dazu war auch in Militärpfarrer als Referent eingeladen. Seine Kriegsschilderungen waren laut Anna Jacob, Mitglied im Evangelischen Kirchenvorstand, so bedrückend, dass sie die Initiative zu diesem beseelten Treffen ergriff, um für Frieden auf der Welt zu beten und Kriegsopfern und den Betroffenen zu gedenken.

mh/Mangfall-Bote

Kommentare