Faganahalle wird grundsaniert

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Die Faganahalle in Vagen soll für zirka 925000 Euro energetisch saniert und erweitert werden. Diesen Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat von Feldkirchen-Westerham jetzt gefasst.
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Feldkirchen-Westerham - Ein weiteres Großprojekt steht der Gemeinde Feldkirchen-Westerham ins Haus: Nun ist die Sanierung der 1984 errichteten Faganahalle in Vagen vorgesehen.

Ein weiteres Großprojekt steht der Gemeinde Feldkirchen-Westerham ins Haus: Neben den Erweiterungen von Rathaus und Kindergarten Westerham ist die Sanierung der 1984 errichteten Faganahalle in Vagen vorgesehen.

Das Gebäude soll saniert und den heutigen Bedürfnissen der Nutzer angepasst werden. Der Gemeinderat hat dem Projekt in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht erteilt. Nicht einverstanden war das Gremium jedoch damit, die Maßnahmen zwingend im laufenden Jahr durchzuführen.

Drei Problembereiche weise die Faganahalle in Vagen auf, erläuterte Johann Eham von der gemeindlichen Bauverwaltung eingangs der Gemeinderatssitzung. Als bedenklich bezeichnete er die Situation im Brandfall, da ein zweiter Flucht- und Rettungsweg fehle. Daneben sei der Energieverbrauch enorm hoch. Dritter Schwachpunkt: die beengten Raumverhältnisse im Requisitenlager sowie fehlende sanitäre Anlagen.

Zwingend erforderlich sei es deshalb, die Halle entsprechend den Sicherheitsbestimmungen zu überholen. Das Bauamt sieht daher die energetische Sanierung sowie eine Erweiterung entsprechend des Raumbedarfs vor. Dafür, so Eham, sei unter Umständen ein Grundstückstausch im Zusammenhang mit dem Bauleitplanverfahren "Ortskern I" notwendig.

Lautstark waren die Reaktionen im Sitzungssaal, als Eham eine Investitionssumme von rund 925000 Euro nannte. Diese gliedere sich in 425000 Euro für die energetische Sanierung und 500000 Euro für die bauliche Erweiterung auf. Der Verwaltungsmitarbeiter betonte jedoch, dass diese Zahlen mit Vorsicht zu genießen seien, da es sich um Richtwerte handle.

"Wir kommen nicht drumherum, etwas zu tun", analysierte Heinz Oesterle (SPD). Der angedachte Kostenrahmen von 925000 Euro reiche jedoch voraussichtlich nicht, so seine Vermutung. "Sollen wir nur sanieren oder etwa gleich neu bauen?", diese Frage stellte Oesterle zur Diskussion. Eham erklärte, dass man über einen Abriss nicht nachdenken solle, da die Substanz des Gebäudes noch gut sei. Dritter Bürgermeister Michael Zistl (FWG Vagen) widersprach jedoch, da auch das Dach undicht sei.

Günther Rutz (CSU) plädierte dafür, so bald wie möglich das Projekt anzupacken, damit die Halle wieder 20 bis 30 Jahre halte. Besser sei es, jetzt mehr Geld zu investieren, als später nachzubessern. Schließlich beschloss der Gemeinderat einstimmig, die baulichen Maßnahmen hinsichtlich des zweiten Rettungswegs sowie eine energetische Sanierung der Gebäudehülle und der technischen Anlagen durchzuführen.

In diesem Zusammenhang wurde die Verwaltung beauftragt, für die Vergabe von Fach- und Tragwerksplanungen, Heizung, Lüftung, Sanitär, Elektro, Bauphysik und Brandschutz Angebote anzufordern und Verträge vorzubereiten. Gegen die Stimme von Josef Hupfauer (FW Feldolling) wurde entschieden, im Zuge der Arbeiten das Raumprogramm in puncto Nassbereiche, Umkleiden für Außensport und Requisitenzimmer anzupassen beziehungsweise zu erweitern. Weiterer Beschluss: Im Zuge des aktuellen Bauleitplanverfahrens "Ortskern I" sollen Gespräche bezüglich eines Flächentauschs aufgenommen werden. Nicht einverstanden war das Gremium damit, die Maßnahmen bereits im Jahr 2012 durchzuführen. Diese zeitliche Vorgabe hatte die Verwaltung in den Beschlussvorlagen ursprünglich vorgesehen. Ein Baubeginn steht laut Bürgermeister Bernhard Schweiger noch nicht fest und hängt vom Verlauf der Planungsarbeiten ab.

Martin Aerzbäck/Mangfall-Bote

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