Bürgermeisterwahl: Alle Kandidaten im Interview!

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Feldkirchen-Westerham -  Am 13. März wählt Feldkirchen-Westerham seinen Bürgermeister. rosenheim24 hat Bernhard Schweiger, Dieter Kannengießer und Martin Oswald besucht. Lernen Sie hier die drei Kandidaten kennen!

Bernhard Schweiger: Bewährten Kurs in Zukunft fortsetzen

Auf seine Erfahrung, die er in sechs Jahren als Bürgermeister gewonnen hat, würde Bernhard Schweiger in einer weiteren Amtsperiode setzen. Er kandidiert für die CSU. "Wir haben viel bewegt", zieht er Bilanz und verweist auf den Bau des Kultur- und Sportzentrums. Diesen bewährten Kurs gelte es, fortzusetzen.

Das Gemeindegebiet von Feldkirchen-Westerham und vor allem dessen Bewohner habe er als Bürgermeister in den vergangenen sechs Jahren intensiv kennen und schätzen gelernt. Diese Eindrücke wolle er für eine zweite Amtsperiode nutzen, um die Gemeinde voran zu bringen. Überdies hat in seiner Amtszeit der Bau des Kultur- und Sportzentrums begonnen. Als offen bezeichnet er den Umgang im Gemeinderat seit drei Jahren. Besonders hebt er dabei eine "gelungene Zusammenarbeit" mit der zweiten Bürgermeisterin Ursula Borkenhagen hervor. Mit der Grünen-Politikerin finde ein regelmäßiger Austausch über die aktuellen Projekte statt.

Schweiger wurde 1953 in München geboren und wuchs in Westerham auf. An der Handelsschule Kolbermoor hat er die mittlere Reife abgelegt. Anschließend begann er eine Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei, arbeitete als Polizist in Nürnberg und später in München-Ramersdorf. 2005 wurde er zum Bürgermeister der westlichsten Landkreis-Gemeinde gewählt. Zusammen mit seiner Frau Jutta hat Schweiger einen Sohn (22) und eine Tochter (21). In seiner Freizeit widmet er sich dem Sport, unter anderem spielt er Tennis, fährt Ski und Rad. Zudem haben es ihm das Klettern und das Laufen angetan. Am Herzen liegt Schweiger nach eigenen Angaben die Unterstützung der örtlichen Vereine. Während seiner Tätigkeit als Jugendwart und als Vorstand des TV Feldkirchen habe er gelernt, dass ehrenamtliches Engagement wichtig sei. Dies solle sich auch durch kommunale Unterstützung ausdrücken.

Bernhard Schweiger im Internet: http://www.bernhard-schweiger.de/

Dieter Kannengießer: Alle Bürger mit auf die Reise nehmen

Auf eine vertrauensvolle und parteiübergreifende Arbeit würde Dieter Kannengießer als Bürgermeister für Feldkirchen-Westerham setzen. Er bewirbt sich für das Wahlbündnis FWG/ÜWG/FWF/SPD um den Chefsessel im Rathaus. "Ich will möglichst viele Bürger mit auf die kommunale Reise nehmen", sagt er.

Das Lagerdenken im Gemeinderat überwinden und mit einer Mehrheit dafür sorgen, dass sich Feldkirchen-Westerham positiv weiterentwickelt: Das wären für Dieter Kannengießer die Ziele seiner Arbeit als Bürgermeister. Helfen würde ihm dabei seine langjährige Erfahrung in der Politik, ist Kannengießer überzeugt. Der 52-Jährige ist seit 1994 Vorsitzender des Kreisverbands der FW/ÜWG im Landkreis Rosenheim, sitzt seit 1996 im Stadtrat von Kolbermoor sowie im Kreistag. Seit 2008 ist er stellvertretender Landrat. Der Bürgermeisterkandidat wurde 1957 in Kolbermoor geboren und ging dort auch zur Schule. An der Wirtschaftsschule Alpenland Bad Aibling hat er die mittlere Reife abgelegt. Anschließend begann er 1974 eine Ausbildung zum Verwaltungsfachwirt in der Gemeinde Feldkirchen-Westerham. Aktuell ist er dort als Kämmerer beschäftigt.

Mit seiner Frau Gabriele hat Kannengießer zwei Söhne (25 und 28). Mit einem von ihnen sowie dem "Trio Kommunale" geht er als E-Gitarrist, seiner großen leidenschaft, der Musik, nach. - Neben seiner politischen Tätigkeit ist er unter anderem im Förderverein für kranke und behinderte Menschen im Partnerlandkreis Temesch in Rumänien als Kassier ehrenamtlich engagiert. Dass Kannengießer nicht in der Gemeinde wohnt, in der er als Bürgermeister kandidiert, ist zwar ungewöhnlich, stellt in seinen Augen jedoch kein Problem. "Feldkirchen-Westerham gehört mein Herzblut", sagt er. Nicht zuletzt habe er auch sieben Jahre dort gewohnt: "Ich kenne auch die entlegensten Winkel der Gemeinde."

Dieter Kannengießer im Internet: http://www.dieter-kannengiesser.de/

Martin Oswald: Rathaus muss zum Dienstleister werden

Verwaltung und Bürger besser miteinander vernetzen: Darauf würde Martin Oswald als Bürgermeister der Gemeinde Feldkirchen-Westerham setzen. Er kandidiert für die Freie Wählergemeinschaft Pro Bürger. "Jetzt ist es Zeit für einen jungen, unternehmerisch denkenden Mann im Rathaus", ist er überzeugt.

Die Visionen von Martin Oswald sind: Bürokratie abbauen und das Rathaus gleichzeitig zu einem Dienstleistungszentrum ausbauen. Um dies zu erreichen, müsste sich sowohl in der Verwaltung, als auch in der Kommunalpolitik einiges ändern, ist er überzeugt. "Zurzeit wird vieles von der falschen Seite her angegangen", sagt der 38-Jährige. Um effektiver arbeiten zu können, gelte es, bürokratische Hürden abzubauen und verwaltungstechnische Schritte zu vereinfachen. "Gestalten, nicht verwalten", beschreibt er sein Motto. Oswald wurde 1972 in Bad Aibling geboren und wuchs in Göggenhofen bei Großhelfendorf (heute Gemeinde Aying) auf. Seine Schulzeit schloss er am Asam-Gymnasium in München-Giesing 1992 mit dem Abitur ab. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Kommunikations-Elektroniker. Später studierte er Elektrotechnik in München. 1997 baute er in Westerham ein Haus und machte sich mit seiner IT-Firma selbstständig.

Mit Frau Heidi hat er eine Tochter (7) und einen Sohn (9). In seiner Freizeit ist er in den Bergen unterwegs, mit dem Rad, auf Skiern oder zu Fuß. Außerdem ist das Theater seine große Leidenschaft. Bei der im Jahr 2000 gegründeten Theatergruppe des Westerhamer Trachtenvereins, bei dem er Mitglied ist, hilft er in der Organisation und steht auch selbst auf der Bühne. Zudem gehört Oswald dem örtlichen Schützenverein an. Gerade für die örtlichen Vereine hält er einen Bürokratieabbau für wichtig, um so den Vorständen die ehrenamtliche Arbeit zu erleichtern.

Martin Oswald im Internet: http://www.probuerger.com/startseite/

(ma/Mangfall-Bote/ro24)

Rubriklistenbild: © cs

Zurück zur Übersicht: Mangfalltal

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser