Sanierung des Dorfplatzes mit Bücherei in Feldkirchen-Westerham

Gemeinderat einig bei Städtebauförderung

Feldkirchen-Westerham - Die Städtebauförderung wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erst intensiv diskutiert und dann weiter voran gebracht.

Zu Beginn der Sitzung waren 15 Gemeinderäte anwesend. Die Servicestelle Kommunen, angesiedelt beim Bundeswirtschaftsministerium, hielt einen Vortrag für "Faire und nachhaltige Beschaffung". Die Ökologie, die Gesellschaft und die Wirtschaft bilden dabei die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. Die Referentin erläuterte die gesamten Aspekte des nachhaltigen Wirtschaftens. 

Anschließend stellte der Kämmerer die Jahresrechnung für 2016 vor, sodass der gemeindliche Rechnungsprüfungsausschuss tätig werden kann, um die Beschlüsse mit den Ausgaben zu vergleichen. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt an den Vermögenshaushalt beträgt 3,18 Millionen Euro. Dies sei sehr erfreulich. 

Im Mittelpunkt stand die wieder aufgenommene Städtebauförderung für den Ortskern Feldkirchen mit einer Aktualisierung der vorbereitenden Untersuchungen und einer Feinuntersuchung für die alte Post. Die Erstaufnahme erfolgte 1985. 1993 wurde die Sanierungssatzung mit Dorfplatz und Bücherei beschlossen. Die neuen Maßnahmen umfassen im Wesentlichen Bücherei, Parkplatz an der Schießstattstraße, Alte Post, Parkplätze und Bürgerwiese am Mareisring und Parkplatz vor Seniorenheim. 

Neues Parkdeck am Dorfplatz?

Geplant sei eine Totalsanierung der Alten Post mit hohen Kosten vor. Büchereianbau auf der Nordseite mit Flachbau, was schon ortsplanerisch zu denken gab. Dieser Anbau komme in Konflikt mit dem Baurecht am Dorfplatz der Gemeinde. Vor allem ist aber die Parkplatzsituation strittig, ob man noch ein Parkdeck braucht mit 43 Stellplätzen, die eigentlich nur bei Beerdigungen gebraucht werden. Für Geschäfte brauche man die Stellplätze bei dem Leerstand nicht. Den Parkplatz vor dem Seniorenheim zu entsiegeln, würde ebenfalls eine Menge Geld kosten. 

Auch wurde darüber diskutiert, das Nebengebäude der Post wegzureißen, um einige wenige neue Parkplätze zu schaffen. Geklärt werden müsse hierbei noch die Zuschusshöhe. Franz Bergmüller (Pro Bürger) beantragte, dass die wesentlichen Punkte (Parkplätze mit Parkdeck, Alte Post und Erweiterung der Bücherei) erst im Hauptausschuss geklärt werden sollten, bevor das Gesamtkonzept umgesetzt werde. 

Bürgermeister Schaberl befürwortet Tempo 30 in der Aiblinger Straße

Der dritte Bürgermeister Martin Oswald (Pro Bürger) erläuterte den Beschluss des Gemeinderates zur Schießstattstraße am Friedhof und äußerte, dies sei nicht relevant für die Städtebauförderung. Hainz Oesterle (SPD) regte an, dass die Salzstraße mit dem Neubau des Pfarrhofgeländes mit einbezogen werden sollte. Mehrere Gemeinderäte wollen erst den konkreten Bedarf fest gestellt haben, bevor man einen Realisierungswettbewerb zur Erweiterung der Bücherei überhaupt ausloben will. 

Sämtliche Punkte wurden in den Beschluss für das Gesamtkonzept aufgenommen. Der Beschluss erfolgte dann einstimmig. Bürgermeister Hans Schaberl erläuterte auf Anfrage, dass er positiv zu Tempo 30 in der Aiblinger Straße stehe und demnächst mit den Anliegern reden wolle. Es hänge auch von der Entwicklung des neuen Einkaufszentrums ab, ob die Probleme mit dem Kiebitz dort überhaupt gelöst werden könnten, denn bei einem Bau würde der Verkehr auf der Aiblinger Straße noch stark zunehmen. 

Pressemitteilung Pro Bürger Freie Wähler Fraktion

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