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Bürgerforum am 20. September

Ein Dorf diskutiert – Wie geht es weiter mit den Umgehungsplänen für Feldkirchen-Westerham?

Die vom Straßenbauamt vorgeschlagene Südumgehung ruft zahlreiche Kritiker auf den Plan.
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Die vom Straßenbauamt vorgeschlagene Südumgehung ruft zahlreiche Kritiker auf den Plan.

Soll die viel befahrene Staatsstraße 2078 Bad Aibling-München nicht mehr durch Feldkirchen führen? Die Vorschläge für eine sogenannte „Südumgehung“ sorgen für weitreichende Fragen mit hoher Brisanz. Bevor der Gemeinderat eine Entscheidung trifft, können Interessierte bei einem Bürgerforum diskutieren.

Feldkirchen-Westerham Soll die viel befahrene Staatsstraße 2078 Bad Aibling-München nicht mehr durch Feldkirchen führen und soll sie nur teilweise oder gleich ganz verlegt werden? Weitreichende Fragen mit hoher Brisanz, die die Gemeinde derzeit bewegen und zu der die Verwaltung Stellung beziehen muss.

Ursprünglich hatte das Straßenbauamt aus einer Vielzahl von Bürgervorschlägen drei Varianten einer Ortsumgehung Feldkirchen ausgewählt und deren Wirkung hinsichtlich Verkehrsbelastung, Immissionen, Kosten und Konfliktpotenzial bewertet. Dabei ging es um eine Südumgehung über den Eichberg, eine Nordumgehung und beziehungsweise oder eine Tunnellösung.

Nur eine Variante kam in Frage

Zuletzt stellte Bauoberrat Matthias Kreuz, Leiter der Planung beim Staatlichen Bauamt Rosenheim, die Überlegungen den kommunalen Mandatsträgern in einer Gemeinderatssitzung vor. Das Straßenbauamt kam zu dem Schluss, dass nur die Südumgehung als Variante in Frage komme. Eine Tunnellösung mitten durch Feldkirchen sei laut Kreuz aus dem Rennen, gleiches gelte für die nicht machbare Nordumgehung.

Die rund 3,75 Kilometer lange Südumgehung würde am „Aster Berg“ aus der Staatstraße ausscheren, dann über Feldolling und zwischen Feldkirchen und Westerham weiter in Richtung Oberreit verlaufen. Größtes Hindernis und zugleich extremer Eingriff in die Natur samt Wald und Felder: der Bereich rund um den Eichberg.

Doch noch ist keine Entscheidung getroffen und die Frage ist, wie es nun weitergeht. Während zuletzt etwa Franz Bergmüller (Pro Bürger) mit der Südumgehung auch eine Chance sah, die Aiblinger Straße in Westerham mit einem Bahndurchstich zu entlasten, erkannte Georg Schnitzenbaumer (Freie Wähler) aufgrund des großen Grundstücksverbrauchs und einer optisch vollständigen Trennung von Feldkirchen und Westerham eine Gefahr in der Südumgehung.

Gemeinderat berät sich im Oktober

Bürgermeister Hans Schaberl persönlich sprach sich klar gegen das „gigantische Bauwerk“ aus, das Feldkirchen und Westerham nicht nur optisch trennen würde, samt der Zerstörung des ganzen Eichbergs und der problematischen Anbindung der anderen Straßen wäre die Landschaft des Eingangs ins Mangfalltal völlig zerstört, so der Bürgermeister. Neben dem Flächenverbrauch fürchtet Schaberl auch, dass dann eine weitere Zersiedelung zwischen Feldkirchen und Westerham nicht mehr verhindert werden könne.

Im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen betonte er nun, dass die vom Straßenbauamt vorgeschlagene Variante sehr umstritten sei, viele würden das nicht wollen „und ich würde das auch nicht favorisieren“.

Er möchte sich zunächst in einer nicht öffentlichen Sitzung im Oktober sachlich mit dem Gemeinderat über die Möglichkeiten austauschen, danach werde das Thema öffentlich behandelt. Unstrittig sei für ihn jedenfalls, dass man anstatt der Umgehungsstraße etwas unternehmen müsse. Dabei warf er etwa die Möglichkeit einer Verkehrsberuhigung durch Temporeduzierung in den Raum.

Zweites Bürgerforum zur Ortsumgehung

Doch nicht nur die Verwaltung beschäftigt sich derzeit mit dem Thema. Auch das Bürgerforum „FK+WEST“ hat den Bericht des Straßenbauamtes genau studiert. Laut Vertreter Hans Jehle sei das „Gewicht dieser Thematik sehr brisant“ und beschäftige zahlreiche Bürger. Würden die Planungen des Straßenbauamtes realisiert, so kämen auf die gesamte Gemeinde deutliche Veränderungen zu.

Um aufzuklären, veranstaltet „FK+WEST“ dazu am 20. September um 19.30 Uhr eine Infoveranstaltung im Schützenhaus Westerham. Dabei sollen die Planungsvorschläge transparent gemacht werden, bevor der Gemeinderat selbst eine Entscheidung trifft. Neben einer Analyse der vorliegenden Ergebnisse und einer 3D-Darstellung der geplanten Südumgehung soll es zudem eine öffentliche Diskussion geben. Laut Veranstalter sollen auch Entscheidungsträger der Gemeinde anwesend sein.

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