Gemeinderat muss dafür stimmen

Ortsumfahrung dauert noch mindestens zehn Jahre

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Kritische BürgerInnen schlossen sich anläßlich des Lärmaktionstages zusammen um auf die Verkehrssituation an der Staatsstraße 2078 aufmerksam zu machen.
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Feldkirchen-Westerham - Laut einer Zählung aus dem Jahr 2010 befahren rund 10.000 Fahrzeuge die Ortsdurchfahrt von Feldkirchen und die Zahl steigt stetig. Eine Ortsumfahrung würde das Verkehrsaufkommen deutlich mindern, doch diese liegt noch in weiter Zukunft.

Die Staatsstraße durch Feldkirchen ist neben der Autobahn die wichtigste Verkehrsader zwischen Rosenheim und München. Kein Wunder, dass dort auch täglich ordentlich Verkehr durchbrettert. Eine Umgehungsstraße könnte das Verkehrsaufkommen auf der St 2078 mindern.

Der aktuelle Planungsstand

Christian Rehm, Leiter des Straßenbauamtes Rosenheim erläuterte in der letzten Gemeinderatssitzung am 28. Juni den Zeitplan und den Arbeitsablauf der Sanierung der St 2078. So auch den Stand der Planungen für die mögliche Ortsumfahrung.

Gemeinderatsbeschluss nötig

"80 % des Verkehrs würden über die Umgehung umgeleitet werden", so Rehm. Doch dies liegt noch in weiter Ferne. Viele Jahre würden von der Planung bis zur Umsetzung vergehen. "Der Horizont von 2025 wurde schon auf 2030 fortgeschrieben." Zunächst einmal müsse der Gemeinderat mit großer Mehrheit einen Beschluss für eine Umgehungsstraße fassen, ansonsten würden vom Straßenbauamt keine Planungen aufgenommen. "Stimmt der Gemeinderat dagegen, werden die Planungen nicht weiter fortgeführt." Man müsse dann mit dem Verkehrsaufkommen klarkommen, so der Leiter des Straßenbauamtes.

In der Vergangenheit gab es seitens des Gemeinderates bereits Überlegungen einer Tunnellösung, dieser räumte Rehm jedoch nur sehr geringe Chancen ein, da der Kosten-Nutzen-Faktor hier sehr gering sei.

Weiteres Vorgehen

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Bei einem positiven Beschluss zur Ortsumgehung ohne Tunnellösung würde es dann zu einer Aufnahme in den Flächennutzungsplan kommen. Anschließend finde dann eine Verkehrsuntersuchung und eine Machbarkeitsstudie statt. Die Ergebnisse würden dann in der Gemeinde vorgestellt werden. Abschließend würde dann in enger Abstimmung mit der Gemeinde eine weiter zu verfolgende Lösung festgelegt werden. 

Quelle: mangfall24.de

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