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Neue Technik in den Klassen

Tablets und Laptops im Unterricht: Schule in Feldkirchen-Westerham ist Teil eines digitalen Pilotprojektes

Rektor Jürgen Lang (links) und Konrektor Ralf Kassirra von der Mittelschule Feldkirchen-Westerham.
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Rektor Jürgen Lang (links) und Konrektor Ralf Kassirra von der Mittelschule Feldkirchen-Westerham wollen mobile Endgeräte im Unterricht weiter integrieren.

Ein Anruf aus dem Kultusministerium änderte für Jürgen Lang, Rektor der Feldkirchen-Westerhamer Mittelschule, so einiges. Neuerdings ist sie Pilotschule für ein besonderes Digitalprojekt.

Feldkirchen-Westerham – Mitte Dezember 2021 klingelte das Telefon von Jürgen Lang, Schulleiter der Mittelschule Feldkirchen-Westerham. Der Anruf kam vom Kultusministerium. „Mir wurde gesagt, dass es im Schuljahr 2022/2023 ein neues Pilotprojekt namens „Digitale Schule der Zukunft“ geben werde“, so Lang. „Da dem Ministerium und der Regierung von Oberbayern der Wandel im informationstechnischen Bereich an unserer Schule in den letzten beiden Jahren äußerst positiv aufgefallen ist, wurde ich gefragt, ob Interesse bestünde an diesem neuen Projekt mitzuarbeiten“, erinnert sich der Rektor.

Herausragende Stellung im Landkreis

Am 7. Dezember 2021 wurde in einem Ministerratsbeschluss der von Jürgen Lang genannte Pilotversuch „Digitale Schule der Zukunft“ in die Wege geleitet. Das Projekt bietet Schülern in ganz Bayern einen Erprobungsraum, um mobile Endgeräte zur schulischen Nutzung stärker in den Fokus zu rücken, als dies bisher der Fall war.

Im Februar 2022 stand fest: Die Mittelschule Feldkirchen-Westerham wird neben mehreren Realschulen und Gymnasien als eine von insgesamt drei Mittelschulen in ganz Bayern vom Kultusministerium als Planungsteam – und gleichzeitig noch als Pilotschule ausgewählt. Im Landkreis Rosenheim ist die Schule in Feldkirchen der einzige „Teilnehmer“ in diesem Projekt.

„Schule ist im Aufbruch“

Die Schulleitung um Jürgen Lang und Ralf Kassirra arbeitet seit März intensiv in der Steuergruppe des Kultusministeriums mit. Dort werden die Rahmenbedingungen für das Konzept, Projektziele und deren Umsetzung festgelegt. Jürgen Lang fasst den digitalen Status Quo an Schulen zusammen: „Schule ist im Aufbruch und Deutschland, das war schon vor der Pandemie klar, ist spät dran mit (schulischer) Digitalisierung.“

Schon im Schulprofil verankert

Mit mobilen Endgeräten arbeiten Schüler an der Mittelschule Feldkirchen-Westerham bereits seit Längerem. Nun wird die Schule genau in diesem Bereich bayernweiter Vorreiter (Symbolbild).

Trotzdem, so Lang, gilt: Ohne Pädagogik ist das beste Tablet nichts wert. Die Anforderungen an junge Lehrer hätten sich gewandelt: „Als Lehrkraft von heute muss man ein guter Coach und Mentor sein, dem neue Medien nicht fremd sein dürfen. Unsere Aufgabe wird es sein, die Technologien verstärkt, wirksam und pädagogisch sinnvoll in das Unterrichtsgeschehen zu integrieren“, so Lang. Unabhängig von Corona war und ist das auch eines der obersten Ziele und wurde im Schulprofil der Mittelschule schon lange zuvor verankert, erklärt der Schulleiter.

Neue Medien fester Bestandteil

Tablets und Notebooks seien ein fester Bestandteil des Unterrichts an der Mittelschule Feldkirchen-Westerham. Durch das bereits im September 2021 eingeführte 1:1-Ausstattungskonzept – jeder Schüler wird während der gesamten Schullaufbahn mit schuleigenen, mobilen Endgeräten versorgt – kann Jürgen Lang und sein Team bestehende Ansätze, Konzepte, Initiativen und Erfahrungen aus der eigenen schulischen Praxis gewinnbringend in das Pilotprojekt einbringen.

Die Ergebnisse und Strukturen aus Feldkirchen-Westerham sollen nun helfen, ein Gesamtkonzept zu erstellen, dass flächendeckend in ganz Bayern für alle Schulen und alle Schularten eingesetzt werden kann.

Vernetzung in der Schulfamilie

Die Vorteile einer digitalen 1:1-Ausstattung: „Dadurch werden die im 21. Jahrhundert besonders gefragten Fähigkeiten gefördert. Der Lernerfolg wird gesteigert und die Medienkompetenz erweitert“, so Lang. Darüber hinaus werde eine Verbindung zwischen schulischen und außerschulischen Lernorten geschaffen und Klassen- und Onlineräume verschmelzen. Digitale Endgeräte hätten so flexible Einsatzmöglichkeiten im Unterricht. Man habe die Erfahrung gemacht, dass die Kommunikation, Zusammenarbeit und Vernetzung in der Schulfamilie unterstützt werde. „Tablets bieten vielfältige Möglichkeiten der aktiven und kreativen Medienarbeit, handlungs- und produktionsorientierten Lernsettings werden gestärkt, sagt Lang.“

Versuch mit fünf Handlungsfeldern

Der Schulversuch wird sich im kommenden Schuljahr auf folgende fünf Handlungsfelder erstrecken: Weiterentwicklung des Unterrichts, Stärkung der digitalen Expertise, digitale Schulorganisation, kooperative Schulgestaltung und Optimierung der IT-Infrastruktur. „Unsere Mittelschule kann sich optimal in alle fünf Felder einbringen, da wir bereits in allen Bereichen aktiv arbeiten.“, so Lang. „Aus meiner siebenährigen Zeit bei der Regierung von Oberbayern konnte ich viel Wissen mitnehmen und in dieser Schule umsetzen, die mir – zusammen mit dem ganzen Umfeld und der gesamten Schulfamilie – in kürzester Zeit richtig ans Herz gewachsen ist.“, berichtet der Schulleiter.

Dank an die Behörden

Zur Ernennung als Planungsteamschule gratulierten die Regierung von Oberbayern, das Schulamt Rosenheim und der Bürgermeister Schaberl der Schulleitung um Jürgen Lang und Ralf Kassirra. Den Dank möchte Lang mit Thomas Schäfert, Florian Sohler, beide von der IT-Abteilung, Fachlehrerin Ruth Feldschmidt und nicht zuletzt Anne Radlinger, Sachgebietsleiterin Regierung von Oberbayern, teilen.

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